Freizeit oder: das Gegenteil von Nichtstun (2021)

Freizeit oder: das Gegenteil von Nichtstun (2021)

Im Sommer 2018 ist Berlin, wie eigentlich immer, eine Großbaustelle. Fünf junge Menschen, alle zu Beginn des neuen Jahrtausends geboren, werden beim Fußballspielen, im Grünen, beim Schwimmen und Tanzen, beim Rauchen und Biertrinken, aber auch beim Wäscheaufhängen und Schlafen gezeigt. Bei einem Treffen fertigen die Teenager Transparente an. Sie besprechen Protestaktionen und führen Diskussionen über Politik und Gesellschaft. Sie unterhalten sich darüber, wie jemand in Zukunft in dieser Stadt leben kann. Sie sprechen über den alltäglichen Sexismus, die Verantwortung des Einzelnen für das System, über Schulpolitik, die Gentrifizierung und Drogen.

Sie lesen sich gegenseitig Passagen aus dem Kommunistischen Manifest und aus der Kleinstadtnovelle vor und schauen sich gemeinsam den Schwarzweißfilm Kuhle Wampe auf einem Computer an und hören hierbei Dinge, die ihnen in der Gegenwart bekannt vorkommen.

Der Film spielt im Osten Berlins in Friedrichshain, Treptow und Neukölln, Gegenden der Stadt, die seit dem Fall der Berliner Mauer stark von Gentrifizierung und steigenden Mieten betroffen sind. Die Jugendlichen stammen aus Familien in der ehemaligen DDR und machen sich Gedanken über ihre Rolle in einer wettbewerbsorientierten Gesellschaft.

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