03.01.08
Volker Schlöndorff fordert stärkere Förderung der Filmkunstkinos
Berlin - "Sollten wir die Produktionsförderung für ein paar Jahre halbieren und hundert Millionen jährlich in Kinos stecken?", fragt der Regisseur Volker Schlöndorff in einem langen Brief an die Macher der Filmkunstkinos. Dieser Vorschlag deckt sich mit den Forderungen der deutschen Programmkinos. Anstatt die Vielzahl hoch geförderter Filme weiter zu erhöhen, soll die Filmförderung in Deutschland und in ganz Europa erheblich mehr Kinoförderung vergeben.
Schlöndorff reagiert mit seinem Brief auf die Branchendebatte, die er kurz vor Jahresschluss mit missverständlichen Äußerungen zur aktuellen schwierigen Situation der Kinos angestoßen hat. Er fordert ein Umdenken in der deutschen Filmförderung und der gesamten Branche. "Mir geht es um die Filmkunst -, Arthouse -, Programmkinos. Und um unsere Filme, die auf diese Häuser angewiesen sind."
Eine Filmförderung, die ihren deutlichen Schwerpunkt auf die Produktionsförderung legt und dabei die Kinos vernachlässigt, in denen Produktionen ihr Publikum finden, greift letztlich zu kurz. Es gilt wichtige - auch technische - Investitionen und die kulturelle Arbeit der Filmkunst-Kinos stärker zu fördern.
Das hat die AG Kino - Gilde als Verband der Filmkunstkinos bereits in ihrer Stellungnahme zur Novellierung des Filmförderungsgesetzes deutlich dargestellt. "Die letzte Novelle des Filmförderungsgesetzes hat die bestehenden Ungleichheiten bei der Mittelvergabe an die verschiedenen Einzahlergruppen nicht nur fortgesetzt, sondern verschärft. Es besteht zudem ein deutliches Missverhältnis zwischen dem Anteil des Kinos an der Wertschöpfungskette und dem Anteil an den geleisteten Beiträgen. Die Filmförderung muss sich nun auf das wichtigste Auswertungsfenster, das Kino, konzentrieren. ... Dabei muss auch eine stärkere Förderung des Arthouse-Segments erfolgen."
Schlöndorff reagiert mit seinem Brief auf die Branchendebatte, die er kurz vor Jahresschluss mit missverständlichen Äußerungen zur aktuellen schwierigen Situation der Kinos angestoßen hat. Er fordert ein Umdenken in der deutschen Filmförderung und der gesamten Branche. "Mir geht es um die Filmkunst -, Arthouse -, Programmkinos. Und um unsere Filme, die auf diese Häuser angewiesen sind."
Eine Filmförderung, die ihren deutlichen Schwerpunkt auf die Produktionsförderung legt und dabei die Kinos vernachlässigt, in denen Produktionen ihr Publikum finden, greift letztlich zu kurz. Es gilt wichtige - auch technische - Investitionen und die kulturelle Arbeit der Filmkunst-Kinos stärker zu fördern.
Das hat die AG Kino - Gilde als Verband der Filmkunstkinos bereits in ihrer Stellungnahme zur Novellierung des Filmförderungsgesetzes deutlich dargestellt. "Die letzte Novelle des Filmförderungsgesetzes hat die bestehenden Ungleichheiten bei der Mittelvergabe an die verschiedenen Einzahlergruppen nicht nur fortgesetzt, sondern verschärft. Es besteht zudem ein deutliches Missverhältnis zwischen dem Anteil des Kinos an der Wertschöpfungskette und dem Anteil an den geleisteten Beiträgen. Die Filmförderung muss sich nun auf das wichtigste Auswertungsfenster, das Kino, konzentrieren. ... Dabei muss auch eine stärkere Förderung des Arthouse-Segments erfolgen."
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