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13 22/07

Seven Seas verlangt Investitionen für "Voyage of Time" von Terrence Malick zurück

© Filmfestival Cannes
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Tags: Terrence Malick, Prozess, Finanzierung, Dokumentarfilm, Anklage
Dass Terrence Malick mit neuen Filmen in der Regel auf sich warten lässt, ist bekannt, denn bisher existieren nur sechs vollendete Langfilme des seit Jahrzehnten tätigen Filmemachers. Seven Seas Partnership wurden die Allüren des Regisseurs aber zu bunt. Die Investoren fordern das Geld für Voyage of Time zurück.

Einst sprach Terrence Malick von Voyage of Time als einem Film, der "die großen Ereignisse unserer kosmischen Geschichte, aber auch den momentanen Zustand der Erde und ihre Perspektiven für die Zukunft" zeigen sollte. Die Verwirklichung des Projektes sei einer seiner größten Träume, verlautbarte der Regisseur, und besorgte sich finanzielle Mittel in Höhe von 3,3 Millionen US-Dollar von Seven Seas und weitere 2,5 Millionen von einer Non-Profit-Organisation.

Als Gegenleistung sollte Terrence Malick zwei 45-minütige Imax-Filme und einen 90-150-minütigen Langfilm namens Voyage of Time abliefern. In den letzten Jahren sind die Energien des sogenannten Poeten des Kinos allerdings in andere Werke geflossen: The Tree of Life sorgte 2011 für Aufmerksamkeit, Anfang diesen Jahres sahen wir To the Wonder in den Kinos und die Arbeit an Knight of Cups und Lawless liegt in den letzten Zügen.

Die Investoren pochen nun auf Vertragsbruch und verlangen nicht nur ihr Geld zurück, sondern auch ihr geistiges Eigentum sowie eine Entschädigung für bisherige finanzielle Verluste. Nach ersten geplanten Drehs in den USA, Chile, Island, Hawaii, Palau und anderen Ecken der Welt war vor einiger Zeit schon ein Visual Effects-Künstler von dem Projekt abgesprungen: Special Effects in einem nicht existierenden Film gäbe es eben nicht, so lautete seine Begründung.

Terrence Malick hingegen lässt sich von den Anschuldigungen nicht beeindrucken. In einem Statement sagte Maura Wogan, die Sprecherin seiner Firma Sycamore Pictures: "Die Anschuldigungen von Seven Seas sind ohne Wert. Der Film lag im Budget, im Zeitplan und alle Gelder wurden korrekt verwendet. Außerdem spricht Seven Seas Entscheidung, die Anklage geheimzuhalten und der Öffentlichkeit zuzuspielen, bevor uns überhaupt eine Kopie davon zugesandt wurde, für die Schwäche der Anschuldigungen."

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