11.04.11
Regisseur Sidney Lumet gestorben
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Sidney Lumet
New York - Im Alter von 84 Jahren ist der amerikanische Regisseur Sidney Lumet in New York gestorben. Lumet gelangte im Jahre 1957 mit seinem Film Die zwölf Geschworenen zu internationaler Berühmheit.
Sidney Lumet wurde im Jahre 1924 als Sohn des jiddischen aus Polen stammenden Schauspielers Baruch Lumet in Philadelphia geboren und wuchs nach dem Umzug nach New York in einem Arbeiterviertel der Metropole auf. Bereits mit fünf Jahren stand Sidney zum ersten Mal an der Seite seines Vaters auf der Bühne, der Beginn einer Karriere, die ihn bis an den Broadway führen sollte.
Nach einer Unterbrechung im Alter von 17 Jahren, als er zur Army eingezogen wurde kehrte er nach New York zurück, gründete eine Theatergruppe namens The Actor’s Workshop und begann auf Vermittlung seines Freundes Yul Brynner als Regieassistent und später als Regisseur beim US-Sender CBS, wo er mehr als 250 Fernsehshows realisierte.
Nach einer langen Karriere am Theater und beim Fernsehen wagte Lumet 1957 den Schritt zum Kinofilm und drehte das Gerichtsdrama Die 12 Geschworenen / 12 Angry Men, der dreimal für einen Oscar nominiert wurde und den Goldenen Bären der Berlinale erhielt. Nach diesem Erfolg ging es steil bergauf. Lumet drehte fortan mit den großen Stars des US-Kinos wie Henry Fonda, Marlon Brando, Katharine Hepburn, Paul Newman, Jane Fonda, Simone Signoret, Ingrid Bergman, Al Pacino, Richard Burton, Sean Connery, William Holden, Peter Finch, Faye Dunaway und Sharon Stone.
Zu seinen weiteren Erfolgen gehörten Serpico (1973), Mord im Orient Express / Murder on the Orient Express (1974), Hundstage / Dog Day Afternoon (1975 / 6 Oscar-Nominierungen, inklusive Bester Film), Network (1976 / 10 Oscar-Nominierungen, davon vier gewonnen), Prince of the City - Die Herren der Stadt / Prince of the City (1981), Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit / The Verdict (1982) und Die Flucht ins Ungewisse / Running on Empty(1988).
Zahlreich sind auch die Ehrungen, die Sidney Lumet zuteil wurden: Neben seinen Oscar-Nominierungen wurde er 2005 mit dem Ehren-Oscar ausgezeichnet. Für Network erhielt er den Golden Globe und den Los Angeles Film Critics Award und für Prince of the City den New York Film Critics Award. Das New Yorker Museum of Modern Art ehrte Lumet mit einer Retrospektive. Und sein Buch Making Movies erfuhr zahlreiche Auflagen und gilt bis heute als eines der besten Werke darüber, wie Filme gemacht werden.
Foto (C) AMPAS - Sidney Lumet im Jahre 2005 bei der Oscar-Verleihung
Sidney Lumet wurde im Jahre 1924 als Sohn des jiddischen aus Polen stammenden Schauspielers Baruch Lumet in Philadelphia geboren und wuchs nach dem Umzug nach New York in einem Arbeiterviertel der Metropole auf. Bereits mit fünf Jahren stand Sidney zum ersten Mal an der Seite seines Vaters auf der Bühne, der Beginn einer Karriere, die ihn bis an den Broadway führen sollte.
Nach einer Unterbrechung im Alter von 17 Jahren, als er zur Army eingezogen wurde kehrte er nach New York zurück, gründete eine Theatergruppe namens The Actor’s Workshop und begann auf Vermittlung seines Freundes Yul Brynner als Regieassistent und später als Regisseur beim US-Sender CBS, wo er mehr als 250 Fernsehshows realisierte.
Nach einer langen Karriere am Theater und beim Fernsehen wagte Lumet 1957 den Schritt zum Kinofilm und drehte das Gerichtsdrama Die 12 Geschworenen / 12 Angry Men, der dreimal für einen Oscar nominiert wurde und den Goldenen Bären der Berlinale erhielt. Nach diesem Erfolg ging es steil bergauf. Lumet drehte fortan mit den großen Stars des US-Kinos wie Henry Fonda, Marlon Brando, Katharine Hepburn, Paul Newman, Jane Fonda, Simone Signoret, Ingrid Bergman, Al Pacino, Richard Burton, Sean Connery, William Holden, Peter Finch, Faye Dunaway und Sharon Stone.
Zu seinen weiteren Erfolgen gehörten Serpico (1973), Mord im Orient Express / Murder on the Orient Express (1974), Hundstage / Dog Day Afternoon (1975 / 6 Oscar-Nominierungen, inklusive Bester Film), Network (1976 / 10 Oscar-Nominierungen, davon vier gewonnen), Prince of the City - Die Herren der Stadt / Prince of the City (1981), Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit / The Verdict (1982) und Die Flucht ins Ungewisse / Running on Empty(1988).
Zahlreich sind auch die Ehrungen, die Sidney Lumet zuteil wurden: Neben seinen Oscar-Nominierungen wurde er 2005 mit dem Ehren-Oscar ausgezeichnet. Für Network erhielt er den Golden Globe und den Los Angeles Film Critics Award und für Prince of the City den New York Film Critics Award. Das New Yorker Museum of Modern Art ehrte Lumet mit einer Retrospektive. Und sein Buch Making Movies erfuhr zahlreiche Auflagen und gilt bis heute als eines der besten Werke darüber, wie Filme gemacht werden.
Foto (C) AMPAS - Sidney Lumet im Jahre 2005 bei der Oscar-Verleihung
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