28.09.09
Regisseur Roman Polanski verhaftet
Zürich - Der Regisseur Roman Polanski ist am Samstag bei der Einreise in die Schweiz verhaftet worden und befindet sich in Auslieferungshaft.
Grund für Polanskis Verhaftung ist ein US-Haftbefehl aus dem Jahre 1978. Ein Gericht hatte Polanski wegen Unzucht mit einer Minderjährigen rechtskräftig verurteilt. Um einer drohenden Gefängnisstrafe zu entgehen, floh der Regisseur nach Frankreich, da Frankreich keine eigenen Staatsbürger an Drittländer ausliefert. Seit dieser Zeit vermied Polanski den Aufenthalt in Ländern, die über ein Auslieferungsabkommen mit den USA verfügen. Der Regisseur hatte wiederholt versucht, vor US-Gerichten eine Einstellung des Verfahrens gegen ihn zu erwirken, bislang jedoch ohne Erfolg.
Polanski war nach Zürich gereist, um auf dem dortigen Filmfestival eine Ehrung für sein Lebenswerk entgegen zu nehmen. In einem ersten Statement zeigt sich die Festivalleitung von der Verhaftung bestürzt. "Von der geplanten Verhaftung Roman Polanskis hatten wir selbstverständlich zu keiner Zeit Kenntnis. Die Jury hatte vor Monaten entschieden, Roman Polanski auszuzeichnen. Es bestanden zu keinem Zeitpunkt Hinweise seitens Polanskis Management oder den Schweizer Behörden, dass mit einer Festnahme zu rechnen wäre.", so das Festival in einer Pressemitteilung. Auch in Frankreich hat Polanskis Verhaltung einen Sturm der Entrüstung verursacht. Der französische Kulturminister Frederic Mitterrand zeigte sich bestürzt und auch verständnislos über das Vorgehen.
Bei einer Auslieferung in die USA könnte Polanski eine lebenslange Haftstrafe drohen.
Grund für Polanskis Verhaftung ist ein US-Haftbefehl aus dem Jahre 1978. Ein Gericht hatte Polanski wegen Unzucht mit einer Minderjährigen rechtskräftig verurteilt. Um einer drohenden Gefängnisstrafe zu entgehen, floh der Regisseur nach Frankreich, da Frankreich keine eigenen Staatsbürger an Drittländer ausliefert. Seit dieser Zeit vermied Polanski den Aufenthalt in Ländern, die über ein Auslieferungsabkommen mit den USA verfügen. Der Regisseur hatte wiederholt versucht, vor US-Gerichten eine Einstellung des Verfahrens gegen ihn zu erwirken, bislang jedoch ohne Erfolg.
Polanski war nach Zürich gereist, um auf dem dortigen Filmfestival eine Ehrung für sein Lebenswerk entgegen zu nehmen. In einem ersten Statement zeigt sich die Festivalleitung von der Verhaftung bestürzt. "Von der geplanten Verhaftung Roman Polanskis hatten wir selbstverständlich zu keiner Zeit Kenntnis. Die Jury hatte vor Monaten entschieden, Roman Polanski auszuzeichnen. Es bestanden zu keinem Zeitpunkt Hinweise seitens Polanskis Management oder den Schweizer Behörden, dass mit einer Festnahme zu rechnen wäre.", so das Festival in einer Pressemitteilung. Auch in Frankreich hat Polanskis Verhaltung einen Sturm der Entrüstung verursacht. Der französische Kulturminister Frederic Mitterrand zeigte sich bestürzt und auch verständnislos über das Vorgehen.
Bei einer Auslieferung in die USA könnte Polanski eine lebenslange Haftstrafe drohen.
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