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14 20/01

Produzenten stoppen Oliver Stones gewagtes Drehbuch über Martin Luther King

© Bang Showbiz
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Tags: Affäre, Bürgerrechte, Drehbuch, Steven Spielberg, Biopic, Martin Luther King Jr., Twitter, Oliver Stone
Wenn Oliver Stone einen Film macht, schreckt er in der Regel nicht davor zurück, unter Umständen nicht nur Lob für seine Arbeit einzuheimsen. Produzenten sehen das meist leider etwas anders. Aus dem Biopic, das Stone über Martin Luther King drehen wollte, wird vorerst nichts mehr.

Im vergangenen Oktober hieß es erstmals, Oliver Stone wolle einen bislang unbetitelten Film über den Bürgerrechtler machen, von den Anfängen seines Engagements bis hin zu seiner Erschießung 1968 in Memphis. Kario Salem (Mavericks) hatte dafür einen ersten Drehbuchentwurf vorgelegt und Namen wie Steven Spielberg beteiligten sich an der Produktion. Die Überarbeitungen, die Oliver Stone jedoch an dem Script vornahm, stießen nicht gerade auf Begeisterung.

Auf Twitter verkündete der Regisseur deshalb am Freitagabend: "Traurige Neuigkeiten. Meine Arbeit am MLK-Projekt ist beendet. Ich habe das Drehbuch entscheidend umgeschrieben, aber die Produzenten werden es nicht akzeptieren." Die desillusionierende Begründung folgte auf dem Fuße: "Das Drehbuch berührte Themen wie das Fremdgehen, Konflikte innerhalb der Bewegung und Kings spirituelle Transformation zu einem höheren, radikaleren Wesen. Man sagt mir, die Stiftung und die 'respektable' black community, die Kings Vermächtnis bewacht, würden das nicht schätzen. Sie würgen den Mann und die Wahrheit ab. Ich wünschte, ihr könntet den Film sehen, den ich gemacht hätte. Ich fürchte, wenn 'die' ihn machen, wird das nur eine weitere Gedächtnisfeier für den Marsch nach Washington. Martin, ich trauere um dich. Du bist noch immer eine große Inspiration für deine treuen Amerikaner - aber Gott sei Dank kein Heiliger."

Nun werden wir sehen, was aus dem ursprünglichen Script wird und ob sich vielleicht ein Regisseur findet, der die zahme Linie der Produzenten mitfährt. Und Oliver Stone könnte sich nun endlich einmal Pinkville zuwenden. Das Vietnamkriegsdrama verzögert sich nun schon seit dem Jahre 2008 immer wieder aufs Neue.

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