05.01.07
"Mein Führer" sorgt für Rauschen im Blätterwald
Mannheim – Dani Levys Komödie Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler (Kinostart 11.1.2007) sorgt - wie nicht anders zu erwarten - schon im Vorfeld für Aufregung. Ausgehend von der geschickt platzierten Distanzierung von Hauptdarsteller Helge Schneider, der den Film nun nicht mehr so gut findet, diskutiert die deutsche Presse, ob die zwei Hs – Hitler und Humor - miteinander kompatibel sind.
Dabei fühlt man sich in die Diskussion, die vor wenigen Jahren um Oliver Hirschbiegels Der Untergang tobte, zurück versetzt. Geht es nun nicht wieder, so wie damals, um die gleiche Frage, ob man den Diktator als menschliches Wesen zeigen darf? Es werden also die üblichen Bedenkenträger der Republik bemüht, die die Verharmlosung des Nationalsozialismus und das drohende Ende der politischen Kultur und der Kultur in Deutschland überhaupt herauf beschwören.
Dass man über Hitler tatsächlich vortrefflich lauthals lachen kann, bewies schon vor mehr als 60 Jahren Charlie Chaplin in Der große Diktator. Zum Entstehungszeitpunkt des Films waren in den USA die Gräuel des NS-Regimes noch nicht vollständig bekannt – und doch liefert dieser Film vielleicht die beste filmische Darstellung des Irrsinns den Hitler und seine Schergen verursachten.
Das deutsche Dilemma der Aufbereitung der eigenen Geschichte liegt mit darin begründet, dass Hitler kein Monster, sondern eben auch ein Mensch war: So wie in Walter Moers in seinem Animationskurzfilm Der Bonker (www.youtube.com/watch?v=IC41_2yBaiY) kackend und badend mit seinen Gummientchen und Schäferhund Blondi zeigt. Warum also nicht den Braunauer entmystifizieren und über seine versponnene Ideologie lachen? Wichtig bleiben allein der Respekt gegenüber den unzähligen Opfern des Nationalsozialismus und die Erkenntnis, dass es niemals eine Neuauflage einer Diktatur in Deutschland geben darf.
Dabei fühlt man sich in die Diskussion, die vor wenigen Jahren um Oliver Hirschbiegels Der Untergang tobte, zurück versetzt. Geht es nun nicht wieder, so wie damals, um die gleiche Frage, ob man den Diktator als menschliches Wesen zeigen darf? Es werden also die üblichen Bedenkenträger der Republik bemüht, die die Verharmlosung des Nationalsozialismus und das drohende Ende der politischen Kultur und der Kultur in Deutschland überhaupt herauf beschwören.
Dass man über Hitler tatsächlich vortrefflich lauthals lachen kann, bewies schon vor mehr als 60 Jahren Charlie Chaplin in Der große Diktator. Zum Entstehungszeitpunkt des Films waren in den USA die Gräuel des NS-Regimes noch nicht vollständig bekannt – und doch liefert dieser Film vielleicht die beste filmische Darstellung des Irrsinns den Hitler und seine Schergen verursachten.
Das deutsche Dilemma der Aufbereitung der eigenen Geschichte liegt mit darin begründet, dass Hitler kein Monster, sondern eben auch ein Mensch war: So wie in Walter Moers in seinem Animationskurzfilm Der Bonker (www.youtube.com/watch?v=IC41_2yBaiY) kackend und badend mit seinen Gummientchen und Schäferhund Blondi zeigt. Warum also nicht den Braunauer entmystifizieren und über seine versponnene Ideologie lachen? Wichtig bleiben allein der Respekt gegenüber den unzähligen Opfern des Nationalsozialismus und die Erkenntnis, dass es niemals eine Neuauflage einer Diktatur in Deutschland geben darf.
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