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05 22/09

Leander Haußmann: Fehlstart als Schauspieler

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Hamburg - Für Regisseur Leander Haußmann ist der Karrierestart als Schauspieler gründlich daneben gegangen. "Als ich mit 16 für meine erste Rolle vorsprach, sagte man mir: "Geh erst mal zur Armee und werde zum Mann", sagt der gebürtige Quedlinburger im Interview mit der Zeitschrift TV Movie. Der folgende Wehrdienst bei der NVA sei "okay" gewesen. "Die merkten schnell, wie chaotisch ich war und haben mich lieber nicht weiter beachtet. Wie ein Zimmer, das so unordentlich ist, dass man die Tür gleich wieder zumacht und lieber nicht aufräumt."

Nach seinem Kinoerfolg Sonnenallee mit 2,6 Millionen Besuchern hat der 46-Jährige mit NVA (Kinostart: 29. September) jetzt seine zweite Komödie über die Jugend in der DDR gedreht. "Es ist auch ein persönlicher Film. Darum wollte ich Klischees vermeiden wie: Soldat liegt im Dreck, Ausbilder schreit und so weiter." Natürlich habe er auch negative Erlebnisse bei der NVA gehabt, die würden in der Komödie aber nur angedeutet. "Der Film ist ohnehin schon melancholischer, als ich es mir gewünscht habe."

NVA sei so etwas wie ein Antikriegsfilm, sagt Haußmann. Er habe einen Film über eine Armee machen wollen, in die man nicht möchte. Angst vor Kritikern, die ihm eine Verharmlosung der NVA vorwerfen könnten, hat der Regisseur nicht. "Ich habs erlebt, ich war dabei, deshalb darf ich mich auch darüber lustig machen. Denn wenn ich etwas erzähle, sollte es auch Charme haben", betont Haußmann.

Quelle: TV Movie

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