08.08.11
"La petite chambre" gewinnt Fünf-Seen-Filmpreis
Starnberg - Am Samstag Abend wurden in Starnberg die Preise des Fünf-Seen-Filmfestivals verliehen. Die Schweizer Produktion La petite chambre geht als Gewinner des Fünf-Seen-Filmpreises hervor. Der österreichische Spielfilm Die Vaterlosen wird mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet. Die deutsch-schweizerische Dokumentation Goodnight Nobody ist der Siegerfilm des Dokumentarfilmpreises. Das deutsche Regiedebüt Nach der Stille überzeugt die Jury des Horizonte-Filmpreises.
Der Fünf-Seen-Filmpreis in der Sparte Spielfilm geht dieses Jahr in die Schweiz. La petite chambre des Regieduos Stéphanie Chuat und Véronique Reymond sei, so die Begründung der Jury, "ein kluges und einfühlsames filmisches Werk mit grandiosen Schauspielern. Der Film erzählt packend die Geschichte eines Rentner-Querulanten und einer Altenpflegerin, auf der Suche nach einem würdevollen Umgang mit dem Tod und neuem Lebensmut - beides gleichzeitig.“
Der Nachwuchspreis des Fünf-Seen-Filmfestivals geht an den österreichischen Film Die Vaterlosen. Marie Kreutzer sei, so die Begründung der Jury, "ein starker Ensemble-Film über eine unfreiwillige Zusammenkunft gelungen: Vier erwachsene Kinder eilen an das Sterbebett des gemeinsamen Vaters, dem einstigen und einzigen männlichen Oberhaupt einer inzwischen längst aufgelösten Landkommune. Die Vorbereitung der Beerdigung im ehemaligen Elternhaus gerät zu einer Suche nach der eigenen Identität und für den Zuschauer zu einem besonderen Zeugnis des Aufwachsens in einer Hippie-Kommune der 60er und 70er Jahre. Make Love, Not War – und was es für die Kinder damals, wie heute bedeutet hat."
Gewinner des Dokumentarfilmpreises ist Goodnight Nobody der Schweizerin Jacqueline Zünd. Die Jury: "Es sind Bilder von großer Spannung und Intensität, in welcher sich die schlaflosen Protagonisten zwischen Traum und Alptraum bewegen. Obwohl ihre Geschichten auf so unterschiedlichen Ebenen und in so unterschiedlichen Kulturkreisen spielen, werden doch Parallelen sicht- und spürbar, wie die unendliche Einsamkeit, mit welcher sich die Protagonisten Nacht für Nacht konfrontiert sehen. Dieser Düsternis und Traurigkeit setzt der Film einen wunderbaren Kontrapunkt entgegen, indem er die Geschichte des afrikanischen Nachtwächters humorvoll und mit großer Leichtigkeit erzählt."
Der Träger des Horizonte-Filmpreises ist das Regiedebüt Nach der Stille von Jule Ott und Steffi Bürgers, sowie ihrer jungen palästinensischen Co-Regisseurin Manal Abdallah. Begründung der Jury: "Für den Film Nach der Stille spricht vor allem sein außerordentliches Thema: Es geht um den Versuch einer Annäherung und die schließlich gelingende Begegnung der Witwe eines israelischen Attentatsopfers mit der Familie des palästinensischen Selbstmordattentäters. Monatelang haben die drei jungen Frauen mit Einfühlsamkeit und großem Respekt vor der Würde jedes Einzelnen das Geschehen begleitet... Das Ergebnis ist ein glaubwürdiges Zeugnis für Verständigung und Frieden unter schwierigsten Bedingungen, ein Vorbild an ganz besonderer mitmenschlicher Größe. Was die beeindruckende filmische Qualität betrifft, so ist sie umso höher zu bewerten, als es sich bei diesem Preisträger um ein Erstlingswerk handelt."
Der Publikumspreis des 5. Fünf-Seen-Filmfestivals ging an den spanischen Oscar-Bbeitrag También la lluvia von Icíar Bollaín.
Der Fünf-Seen-Filmpreis in der Sparte Spielfilm geht dieses Jahr in die Schweiz. La petite chambre des Regieduos Stéphanie Chuat und Véronique Reymond sei, so die Begründung der Jury, "ein kluges und einfühlsames filmisches Werk mit grandiosen Schauspielern. Der Film erzählt packend die Geschichte eines Rentner-Querulanten und einer Altenpflegerin, auf der Suche nach einem würdevollen Umgang mit dem Tod und neuem Lebensmut - beides gleichzeitig.“
Der Nachwuchspreis des Fünf-Seen-Filmfestivals geht an den österreichischen Film Die Vaterlosen. Marie Kreutzer sei, so die Begründung der Jury, "ein starker Ensemble-Film über eine unfreiwillige Zusammenkunft gelungen: Vier erwachsene Kinder eilen an das Sterbebett des gemeinsamen Vaters, dem einstigen und einzigen männlichen Oberhaupt einer inzwischen längst aufgelösten Landkommune. Die Vorbereitung der Beerdigung im ehemaligen Elternhaus gerät zu einer Suche nach der eigenen Identität und für den Zuschauer zu einem besonderen Zeugnis des Aufwachsens in einer Hippie-Kommune der 60er und 70er Jahre. Make Love, Not War – und was es für die Kinder damals, wie heute bedeutet hat."
Gewinner des Dokumentarfilmpreises ist Goodnight Nobody der Schweizerin Jacqueline Zünd. Die Jury: "Es sind Bilder von großer Spannung und Intensität, in welcher sich die schlaflosen Protagonisten zwischen Traum und Alptraum bewegen. Obwohl ihre Geschichten auf so unterschiedlichen Ebenen und in so unterschiedlichen Kulturkreisen spielen, werden doch Parallelen sicht- und spürbar, wie die unendliche Einsamkeit, mit welcher sich die Protagonisten Nacht für Nacht konfrontiert sehen. Dieser Düsternis und Traurigkeit setzt der Film einen wunderbaren Kontrapunkt entgegen, indem er die Geschichte des afrikanischen Nachtwächters humorvoll und mit großer Leichtigkeit erzählt."
Der Träger des Horizonte-Filmpreises ist das Regiedebüt Nach der Stille von Jule Ott und Steffi Bürgers, sowie ihrer jungen palästinensischen Co-Regisseurin Manal Abdallah. Begründung der Jury: "Für den Film Nach der Stille spricht vor allem sein außerordentliches Thema: Es geht um den Versuch einer Annäherung und die schließlich gelingende Begegnung der Witwe eines israelischen Attentatsopfers mit der Familie des palästinensischen Selbstmordattentäters. Monatelang haben die drei jungen Frauen mit Einfühlsamkeit und großem Respekt vor der Würde jedes Einzelnen das Geschehen begleitet... Das Ergebnis ist ein glaubwürdiges Zeugnis für Verständigung und Frieden unter schwierigsten Bedingungen, ein Vorbild an ganz besonderer mitmenschlicher Größe. Was die beeindruckende filmische Qualität betrifft, so ist sie umso höher zu bewerten, als es sich bei diesem Preisträger um ein Erstlingswerk handelt."
Der Publikumspreis des 5. Fünf-Seen-Filmfestivals ging an den spanischen Oscar-Bbeitrag También la lluvia von Icíar Bollaín.
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