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16 10/03

Joshua Oppenheimer plant ein auf Samuel Becketts Stück "Happy Days" basierendes Musical

© CC BY-SA 2.0 Heinrich-Böll-Stiftung
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Tags: Interview, Musical, Drama, Ehefrau, Dokumentarfilm, Joshua Oppenheimer, Adaption, Samuel Beckett, Erdhügel
Der Name Joshua Oppenheimer ist fest mit den beiden überaus eindringlichen und erfolgreichen Dokumentarfilmen verbunden, die er über die Nachwirkungen der Militärdiktatur in Indonesien drehte. Was auf The Act of Killing und The Look of Silence folgen soll, dürfte deswegen so manchen überraschen.

Berichten zufolge hat der Regisseur diverse Filmprojekte in der Schublade - und eines davon ist ein Musical, das auf Samuel Becketts Drama Happy Days basiert. Es ist eines der am häufigsten aufgeführten Stücke des Schriftstellers, in dem eine Ehefrau mittleren Alters bis zur Hüfte in einem Erdhügel eingegraben ist und dennoch versucht ihren Alltag zu bewältigen. Als weitere Inspiration für das Projekt gilt Die Regenschirme von Cherbourg, was Oppenheimer in einem Interview mit Screen Daily wie folgt erklärte: "Es gibt keine guten und schlechten Figuren und die Tragödie entwickelt sich aus den Interaktionen der Figuren heraus."

Bevor sich der Regisseur jedoch an das Musical wagt, beendet er noch die Arbeit an einem weiteren Dokumentarfilm, dessen Finanzierung er aktuell bewerkstelligt. Über das Sujet dieses Werks verrät Joshua Oppenheimer allerdings noch nichts: "Als ich meine ersten zwei Filme gemacht habe, konnten meine Teilnehmer nichts über mich herausfinden, wenn sie mich googelten. Jetzt können die Leute mit denen ich arbeite, Dinge über mich herausfinden, aber ich will nicht, dass sie falsche Zitate oder Zitate in einem falschen Kontext von mir lesen, wenn es darum geht, wie wir gemeinsam arbeiten. Ich muss die Kommunikation so rein wie möglich halten, jetzt, wo ich nicht mehr völlig unbekannt bin. Ich unternehme diese langen, intimen Reisen mit den Figuren, die nicht nur sie verändern, sondern auch mich."

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