03.01.08
„Ich bin ein leidenschaftlicher Dokumentarfilmer“ – Interview mit Uli Gaulke zu „Comrades in Dreams – Leinwandfieber“
Uli Gaulke, der sich als Dokumentarfilmer mit Havanna, mi Amor (2000) einen Namen gemacht hat, beschäftigt sich in seinem neuen Film Comrades in Dreams – Leinwandfieber mit Filmvorführern in Indien, Nordkorea, Amerika und Burkina Faso. Er weiß, wovon er spricht, schließlich hat er selbst schon als Filmvorführer in verschiedenen Berliner Kinos gearbeitet und das Balasz-Kino in Berlin in den Neunziger Jahren mitgegründet. Der 39-jährige Regisseur ist gebürtiger Schweriner und hat Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam studiert. Im Interview mit Katrin Knauth spricht er über seinen neuen Dokumentarfilm.
Was war der Auslöser für deinen Film?
Das war der Film Viel passiert - Der BAP-Film (2002) von Wim Wenders, in dem eine Geschichte eingewebt war, die in einem Kino spielte. Joachim Król war in der Rolle eines Filmvorführers zu sehen. Das war alles etwas komisch und sehr auf Kino und Magie gemacht. So kam ich auf die Idee für meinen Film. Über dieses Thema gibt es ja viele Spielfilme, wie z.B. Cinema Paradiso (1988, Regie: Giuseppe Tornatore), aber mir schwebte ein Dokumentarfilm vor, der von der Magie des Kinos erzählt, der auch ein bisschen nostalgisch und melancholisch wird. Das wollte ich versuchen, durch verschiedene Kulturen zu deklinieren, um zu sehen, was diese weltumspannende Kraft eigentlich ausmacht. Also was Kino ist und warum es in der letzten Ecke auch noch funktioniert.
Wie hast du die Figuren in deinem Film gefunden?
Ich hatte mir zunächst einige Länder ausgesucht: Indien, Afrika und Amerika wollte ich unbedingt im Film haben. Danach habe ich viel im Internet recherchiert. Aus einem Fotobuch habe ich erfahren, dass es in Indien diese Zeltkinos gibt. Jemand aus meinem Freundeskreis hat mir den Tipp für die Frau in der Amerika-Episode gegeben. Auf Nordkorea wurde ich über einen Zeitungsartikel aufmerksam, in dem stand, dass dort Titanic gezeigt wurde. Mit der Unterstützung vom Goethe-Institut bin ich relativ schnell dahin gefahren. Es gab dann von der offiziellen Seite mehrere Vorschläge, mit wem ich die Episode drehen könnte. Eine von denen war Hang Jong Sil, die jetzt auch im Film spielt.
Wie war das in Indien?
Ich war eigentlich auf ein anderes indisches Zeltkinos aus. Aber als ich da ankam, war das nicht zu finden. Ich habe lange in Bombay gesessen. Ich hatte einen local guy angeheuert, der das für mich organisiert hat. Irgendwann hat er diese Zeltkinos gefunden. Das war mitten in der Wüste. So richtig begeistert war ich davon aber nicht. Plötzlich kam durch den Staub ein junger Mann mit einem weißen Hemd um die Ecke. Das war der Zeltkinobesitzer Anup, der auch im Film zu sehen ist. Das fand ich spannend: ein 25-jähriger, der den Wahnsinn stemmt und der auch noch andere Probleme hat, z.B. eine Frau zu finden.
Neben der Leidenschaft der Figuren fürs Kino scheint dir auch der Einblick in fremde Lebenswelten wichtig zu sein...
Ich habe mir die Kinos als Ausgangspunkt genommen. Das heißt einen Ort gesucht, wo sich eine Community bildet, wo Leute miteinander ins Gespräch kommen und wo man auch sehr viel über private Dinge redet. Somit bestand die Möglichkeit, auch relativ schnell das Kino zu verlassen und in die Lebensgeschichten der Figuren einzudringen. Aber so ein Kino gibt natürlich auch Anlass, über das Leben nachzudenken, weil im Kino die großen Schmonzetten laufen. Das beeinflusst die Leute und sie kommen schneller ins Erzählen.
Wie verliefen die Vorbereitungen mit den Figuren bevor du die Kamera eingeschaltet hast?
Dass die Figuren vor der Kamera soviel erzählen, erfordert erstmal sehr viel Input von mir. Ich erzähle von mir, von der Idee für den Film und warum ich gerade bei denen gelandet bin. Die fragen sich auch, warum fährt der soweit und kommt gerade bei mir an. Und dann erzähle ich denen, warum sie es sind. Ich gebe ihnen das Gefühl, dass sie sich bei mir sicher fühlen können. Dass sie gut aufgehoben sind und mir Vertrauen schenken können. Damit entsteht über die Zeit ein Verhältnis, wo sie bereit sind mehr über sich zu erzählen, als das was sie ihrem besten Freund erzählen würden. Es gibt immer einen persönlichen Brückenschlag. Jede Geschichte, die ich erzähle hat dann immer auch ein bisschen was mit mir zu tun. Und indem sie das erkennen, fühlen sie sich auch sicher.
Wie verliefen die Dreharbeiten in Nordkorea? Du wurdest ja von offizieller Seite her begleitet.
Ich hatte eigentlich ein sehr gutes Verhältnis zu den Nordkoreanern – bis zum Drehbeginn. Ich habe ihnen gesagt, wie der Film werden wird, dass ich eine starke Hauptfigur brauche, die auch persönliche Dinge erzählen kann. Das es eben nicht nur die offizielle Linie sein darf. Damit waren sie einverstanden. Als wir mit dem Drehen angefangen haben, merkte ich schon, dass das nicht so einfach für sie war, vor allem weil ich so intensiv mit der einen Frau gearbeitet habe. Sie wollten, dass ich sehr schnell an verschiedenen Orten drehe. Ich habe das immer sofort ausgebremst, weil das dazu geführt hätte, dass man sehr viel, sehr oberflächliches Material gehabt hätte. Diese Bilder, diese Inszenierungen, das Propagandistische – das drängt sich sehr auf in Nordkorea. Dagegen musste ich etwas Zartes, Persönliches und Melancholisches stellen.
Hat man darauf geachtet, dass die Filmvorführerin Hang Jong Sil nicht zu viele persönliche Dinge erzählt?
Man muss wissen, dass in Nordkorea alles, was die Leute erzählen, ihnen als Schwäche ausgelegt wird. Es ist auch ein grundsätzliches kulturelles Verständnis zwischen Westeuropa und Asien. Die Tradition ist eben, dass man das was privat ist, hinter der Haustür verborgen hält und nicht nach außen trägt. Für uns Dokumentarfilmer ist es allerdings genau das, was wir brauchen, um unser Publikum für diese Figur zu interessieren. Das sind sehr widerstrebende Interessen, die nicht hochpolitisch waren. Wir wollen das Individuum in den Mittelpunkt stellen und die wollen die Sache in den Vordergrund rücken. Deswegen sind wir uns ständig ins Gehege gekommen. Dazu kommt, dass ich als junger Filmemacher in ihrem System gar keine Berechtigung habe zu arbeiten. Die mir an die Seite gestellt wurden, sind wesentlich älter. Es gab also auch ein Generationsproblem.
Ihr habt euch dann irgendwo in der Mitte getroffen?
Nein, sie sind bis zum Schluss nicht einverstanden gewesen, wie ich den Film gemacht habe. Auch die Zusammenstellung, Amerika und Nordkorea, das ist nicht in ihrem Sinne. Da gibt es im Moment auch noch keine Lösung, denn wenn ich es so drehe wie sie es wollen, würde man den Film hier nicht akzeptieren.
Gibt es für dich Vorbilder im Dokumentarfilm?
Stilbildend waren die Filme der Niederländerin Heddy Honigmann. An ihren Filmen gefällt mir, dass sie den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Auch Andres Veiel ist ein großes Vorbild. Da inspiriert mich die Intensität seiner Figuren und Geschichten. Wie er es schafft, dass sich die Figuren vor seiner Kamera wohl fühlen und wie sie aus sich heraus kommen, ist sehr beeindruckend. Auch die Filme von Volker Koepp gefallen mir. Da geht es ums Warten, ums Ausharren, um den Moment. Was Absolventen von Filmhochschulen machen, finde ich auch sehr interessant: Prinzessinnenbad oder Full Metal Village sind sehr mutige, lebensnahe Porträts. Der Dokumentarfilm schafft es momentan, sehr nah an das heranzukommen, was wichtig ist.
Gibt es schon ein neues Projekt?
Ich habe letztes Jahr am 8. März in der Tagesschau einen Beitrag über ein neues Frauentaxi-Unternehmen in Moskau gesehen. "Pink Taxi" heißt das. Das hat eine Frau gegründet, die auch nur für Frauen Taxi fährt. Frauen, die da einsteigen, wissen ganz genau, dass sie nur von Frauen gefahren werden. Die Frauen sind sehr engagiert und auch ein bisschen mehr als nur Taxifahrerinnen. In ihre Taxis steigen auch Leute ein, die sich einfach nur mal ausheulen wollen. Ich werde sechs Wochen mit denen mitfahren und eine Innenansicht von Moskau aus weiblicher Perspektive geben.
Bislang hast du Dokumentarfilme gedreht. Hast du vor, auch mal einen Spielfilm zu inszenieren?
Nein, ich bin ein leidenschaftlicher Dokumentarfilmer. Ich mache meine Dokumentarfilme auch mit Mitteln des Spielfilms. Das sind keine reinen Dokumentationen. Es geht mir immer sehr stark um die Figuren und um die Geschichten der Leute. Ich mache ein sehr starkes Casting. Ich wähle die Leute so aus, dass sich das breitere Publikum mit den Figuren identifizieren kann. Insofern entstehen dann die gleichen Synergien wie im Spielfilm, dass man sich den Figuren nahe fühlt, dass man ein Stück mit ihnen mitgeht, mit ihnen leidet. Es ist nicht nur die Beschreibung eines Zustandes oder eine Polemisierung einer Idee, sondern es sind auch ganz stark die Geschichten von Leuten, die im Vordergrund stehen.
Was war der Auslöser für deinen Film?
Das war der Film Viel passiert - Der BAP-Film (2002) von Wim Wenders, in dem eine Geschichte eingewebt war, die in einem Kino spielte. Joachim Król war in der Rolle eines Filmvorführers zu sehen. Das war alles etwas komisch und sehr auf Kino und Magie gemacht. So kam ich auf die Idee für meinen Film. Über dieses Thema gibt es ja viele Spielfilme, wie z.B. Cinema Paradiso (1988, Regie: Giuseppe Tornatore), aber mir schwebte ein Dokumentarfilm vor, der von der Magie des Kinos erzählt, der auch ein bisschen nostalgisch und melancholisch wird. Das wollte ich versuchen, durch verschiedene Kulturen zu deklinieren, um zu sehen, was diese weltumspannende Kraft eigentlich ausmacht. Also was Kino ist und warum es in der letzten Ecke auch noch funktioniert.
Wie hast du die Figuren in deinem Film gefunden?
Ich hatte mir zunächst einige Länder ausgesucht: Indien, Afrika und Amerika wollte ich unbedingt im Film haben. Danach habe ich viel im Internet recherchiert. Aus einem Fotobuch habe ich erfahren, dass es in Indien diese Zeltkinos gibt. Jemand aus meinem Freundeskreis hat mir den Tipp für die Frau in der Amerika-Episode gegeben. Auf Nordkorea wurde ich über einen Zeitungsartikel aufmerksam, in dem stand, dass dort Titanic gezeigt wurde. Mit der Unterstützung vom Goethe-Institut bin ich relativ schnell dahin gefahren. Es gab dann von der offiziellen Seite mehrere Vorschläge, mit wem ich die Episode drehen könnte. Eine von denen war Hang Jong Sil, die jetzt auch im Film spielt.
Wie war das in Indien?
Ich war eigentlich auf ein anderes indisches Zeltkinos aus. Aber als ich da ankam, war das nicht zu finden. Ich habe lange in Bombay gesessen. Ich hatte einen local guy angeheuert, der das für mich organisiert hat. Irgendwann hat er diese Zeltkinos gefunden. Das war mitten in der Wüste. So richtig begeistert war ich davon aber nicht. Plötzlich kam durch den Staub ein junger Mann mit einem weißen Hemd um die Ecke. Das war der Zeltkinobesitzer Anup, der auch im Film zu sehen ist. Das fand ich spannend: ein 25-jähriger, der den Wahnsinn stemmt und der auch noch andere Probleme hat, z.B. eine Frau zu finden.
Neben der Leidenschaft der Figuren fürs Kino scheint dir auch der Einblick in fremde Lebenswelten wichtig zu sein...
Ich habe mir die Kinos als Ausgangspunkt genommen. Das heißt einen Ort gesucht, wo sich eine Community bildet, wo Leute miteinander ins Gespräch kommen und wo man auch sehr viel über private Dinge redet. Somit bestand die Möglichkeit, auch relativ schnell das Kino zu verlassen und in die Lebensgeschichten der Figuren einzudringen. Aber so ein Kino gibt natürlich auch Anlass, über das Leben nachzudenken, weil im Kino die großen Schmonzetten laufen. Das beeinflusst die Leute und sie kommen schneller ins Erzählen.
Wie verliefen die Vorbereitungen mit den Figuren bevor du die Kamera eingeschaltet hast?
Dass die Figuren vor der Kamera soviel erzählen, erfordert erstmal sehr viel Input von mir. Ich erzähle von mir, von der Idee für den Film und warum ich gerade bei denen gelandet bin. Die fragen sich auch, warum fährt der soweit und kommt gerade bei mir an. Und dann erzähle ich denen, warum sie es sind. Ich gebe ihnen das Gefühl, dass sie sich bei mir sicher fühlen können. Dass sie gut aufgehoben sind und mir Vertrauen schenken können. Damit entsteht über die Zeit ein Verhältnis, wo sie bereit sind mehr über sich zu erzählen, als das was sie ihrem besten Freund erzählen würden. Es gibt immer einen persönlichen Brückenschlag. Jede Geschichte, die ich erzähle hat dann immer auch ein bisschen was mit mir zu tun. Und indem sie das erkennen, fühlen sie sich auch sicher.
Wie verliefen die Dreharbeiten in Nordkorea? Du wurdest ja von offizieller Seite her begleitet.
Ich hatte eigentlich ein sehr gutes Verhältnis zu den Nordkoreanern – bis zum Drehbeginn. Ich habe ihnen gesagt, wie der Film werden wird, dass ich eine starke Hauptfigur brauche, die auch persönliche Dinge erzählen kann. Das es eben nicht nur die offizielle Linie sein darf. Damit waren sie einverstanden. Als wir mit dem Drehen angefangen haben, merkte ich schon, dass das nicht so einfach für sie war, vor allem weil ich so intensiv mit der einen Frau gearbeitet habe. Sie wollten, dass ich sehr schnell an verschiedenen Orten drehe. Ich habe das immer sofort ausgebremst, weil das dazu geführt hätte, dass man sehr viel, sehr oberflächliches Material gehabt hätte. Diese Bilder, diese Inszenierungen, das Propagandistische – das drängt sich sehr auf in Nordkorea. Dagegen musste ich etwas Zartes, Persönliches und Melancholisches stellen.
Hat man darauf geachtet, dass die Filmvorführerin Hang Jong Sil nicht zu viele persönliche Dinge erzählt?
Man muss wissen, dass in Nordkorea alles, was die Leute erzählen, ihnen als Schwäche ausgelegt wird. Es ist auch ein grundsätzliches kulturelles Verständnis zwischen Westeuropa und Asien. Die Tradition ist eben, dass man das was privat ist, hinter der Haustür verborgen hält und nicht nach außen trägt. Für uns Dokumentarfilmer ist es allerdings genau das, was wir brauchen, um unser Publikum für diese Figur zu interessieren. Das sind sehr widerstrebende Interessen, die nicht hochpolitisch waren. Wir wollen das Individuum in den Mittelpunkt stellen und die wollen die Sache in den Vordergrund rücken. Deswegen sind wir uns ständig ins Gehege gekommen. Dazu kommt, dass ich als junger Filmemacher in ihrem System gar keine Berechtigung habe zu arbeiten. Die mir an die Seite gestellt wurden, sind wesentlich älter. Es gab also auch ein Generationsproblem.
Ihr habt euch dann irgendwo in der Mitte getroffen?
Nein, sie sind bis zum Schluss nicht einverstanden gewesen, wie ich den Film gemacht habe. Auch die Zusammenstellung, Amerika und Nordkorea, das ist nicht in ihrem Sinne. Da gibt es im Moment auch noch keine Lösung, denn wenn ich es so drehe wie sie es wollen, würde man den Film hier nicht akzeptieren.
Gibt es für dich Vorbilder im Dokumentarfilm?
Stilbildend waren die Filme der Niederländerin Heddy Honigmann. An ihren Filmen gefällt mir, dass sie den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Auch Andres Veiel ist ein großes Vorbild. Da inspiriert mich die Intensität seiner Figuren und Geschichten. Wie er es schafft, dass sich die Figuren vor seiner Kamera wohl fühlen und wie sie aus sich heraus kommen, ist sehr beeindruckend. Auch die Filme von Volker Koepp gefallen mir. Da geht es ums Warten, ums Ausharren, um den Moment. Was Absolventen von Filmhochschulen machen, finde ich auch sehr interessant: Prinzessinnenbad oder Full Metal Village sind sehr mutige, lebensnahe Porträts. Der Dokumentarfilm schafft es momentan, sehr nah an das heranzukommen, was wichtig ist.
Gibt es schon ein neues Projekt?
Ich habe letztes Jahr am 8. März in der Tagesschau einen Beitrag über ein neues Frauentaxi-Unternehmen in Moskau gesehen. "Pink Taxi" heißt das. Das hat eine Frau gegründet, die auch nur für Frauen Taxi fährt. Frauen, die da einsteigen, wissen ganz genau, dass sie nur von Frauen gefahren werden. Die Frauen sind sehr engagiert und auch ein bisschen mehr als nur Taxifahrerinnen. In ihre Taxis steigen auch Leute ein, die sich einfach nur mal ausheulen wollen. Ich werde sechs Wochen mit denen mitfahren und eine Innenansicht von Moskau aus weiblicher Perspektive geben.
Bislang hast du Dokumentarfilme gedreht. Hast du vor, auch mal einen Spielfilm zu inszenieren?
Nein, ich bin ein leidenschaftlicher Dokumentarfilmer. Ich mache meine Dokumentarfilme auch mit Mitteln des Spielfilms. Das sind keine reinen Dokumentationen. Es geht mir immer sehr stark um die Figuren und um die Geschichten der Leute. Ich mache ein sehr starkes Casting. Ich wähle die Leute so aus, dass sich das breitere Publikum mit den Figuren identifizieren kann. Insofern entstehen dann die gleichen Synergien wie im Spielfilm, dass man sich den Figuren nahe fühlt, dass man ein Stück mit ihnen mitgeht, mit ihnen leidet. Es ist nicht nur die Beschreibung eines Zustandes oder eine Polemisierung einer Idee, sondern es sind auch ganz stark die Geschichten von Leuten, die im Vordergrund stehen.
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