17.10.11

Hans Weingartners "Die Summe meiner einzelnen Teile" feiert Weltpremiere

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Berlin - Der neue Film von Hans Weingartner Die Summe meiner einzelnen Teile wurde bei seiner Weltpremiere im Rahmen des 55. BFI London Filmfestivals stürmisch gefeiert. Regisseur Hans Weingartner, die Hauptdarsteller Peter Schneider und Timur Massold und Mitglieder des Filmteams bei der Premierenvorstellung im ausverkauften Vue Westend Theatre am Leicester Square anwesend.

Regisseur Hans Weingartner (Die fetten Jahre sind vorbei) erzählt in seinem neuen Film eine Geschichte von Freundschaft und Widerstand, Wut und Neuanfang. In den Hauptrollen sind Peter Schneider, Julia Jenstsch, Timur Massold und Eleonore Weisgerber zu sehen.

Im Mittelpunkt des Film steht der Mathematiker Martin (Peter Schneider). Vor nicht allzu langer Zeit war er noch auf Karrierekurs in einem großen Unternehmen, bis er zusammenbrach und seine Welt in Einzelteile zerfiel. Nach der Entlassung aus der Psychiatrie verliert Martin seine Stelle, holt seine Sachen von seiner Exfreundin ab und isoliert sich. Er fühlt sich verfolgt und es fällt ihm immer schwerer, die Wirklichkeit mit seinen Zahlen zu bändigen. Martin landet auf der Straße. Jenseits der Zahlenkolonnen, am Rande der Stadt trifft er auf einen geheimnisvollen Jungen (Timur Massold), der nur russisch spricht. Gemeinsam flüchten sie in einen Wald. Fern von den Zwängen des Alltags beginnen sie ein neues Leben.

Die Summe meiner einzelnen Teile startet am 2. Februar 2012 im Verleih von Wild Bunch Germany bundesweit im Kino.
MEINUNGEN
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Bisherige Kommentare (Anzeige: 4 von insgesamt 4)
Von: katharina am: 02.12.11
ich bin eigentlich kein fan vom deutschen Film oft ist das ganze ja eher belastend als unterhaltend aber dieser Film hört sich super spanndend an freu mich mal wieder ins kino zu gehen und einen interessanten deutsche film zu sehen zumal hans weingärtner wirklich einer der wenigen deutschspachigen regisseure ist, der es versteht schwere inhalte trotzdem unterhatsam zu vermitteln
Von: Cleo S. am: 06.11.11
Ich war letzte Woche 'ne Freundin in London besuchen. Sonntag Abend gingen wir auf die Premiere von Hans Weingartners ("Die fetten Jahre sind vorbei") neuem Film auf dem Filmfestival London. Es war total ausverkauft, aber meine Freundin kannte jemanden der da bei dem Festival arbeitete. Der Film heisst „Die Summer meiner einzelnen Teile“ – (engl. Hut in the Woods), und ist - um es kurz zu sagen - einer der beeindruckensten deutschen Filme, die ich seit langen gesehen habe. Die Herangehensweise an das Themas „Burnout“ und "was ist verrückt / was ist normal" hat mich sehr bewegt. Ich finde der Film schafft es mit Hilfe seiner Hauptdarsteller und sehr schöner Bilder die Sichtweisen und Gefühle von Menschen, die sensibler sind als der Durchschnitt, einfühlsam in die filmische Realität zu transportieren. Martin Blunt, ein durch Burnout am leben gehinderter Mathematiker muss drastische Konsequenzen für sein Leben ziehen, als er kurz nach seiner Psychatrieentlassung realisiert, dass ihm sein Leben entglitten ist: er wird aus seiner Wohnung geräumt, verkommt zusehends und landet auf der Strasse. Blunt muss realisieren dass er durch seine Krankheit aus den gängigen Gesellschaftsrastern herausgefallen ist und für Menschen mit seinen Problemen kein Verständnis herrscht. Nur durch die Kraft seiner Gedanken und Träume findet er wieder Energie und neuen Lebensmut, sich der Realität zu stellen. Ich finde der Film überzeugt durch die dokumentarische Erzählweise seiner fiktionalen Geschichte, die einen von der ersten bis zur letzte Sekunde mit dem Hautdarsteller verschmelzen und mitfühlen lässt. Die perfekte Bildkomposition erzeugt absolute Spannung und saugt einen in die Handlung ein. Mit seinem Film schafft er einen Zugang für das Publikum zu diesem hochsensiblen Thema, ohne die Schönheit der Welt, inmitten aller Tragik zu vergessen. Hans Weingartner hat mich mit seinem neuen Meisterwerk wieder einmal absolut überzeugt. Seine drastische und vor allem ehrliche Darstellung, sowie die glaubhaft Umsetzung seiner kurzweiligen Geschichte, hat mich sehr beeindruckt. Uns war keine Minute langweilig. Auch die Gitarrenmusik fanden wir schön. Der Anfang ist ziemlich hart, aber er zeigt halt die Realität, wie die Gesellschaft eben umgeht mit Leuten ausserhalb der "Norm". Manchmal wird mir der Streß des modernen Lebens auch zuviel und irgendwie hat der Film mir eine neue Perspektive gegeben. Man denkt danach darüber nach was einem wirklich wichtig ist im Leben. Freundschaft, menschliche Nähe und solche Dinge. Und daß man vielleicht nicht selbst zu langsam, zu wenig streßresistent oder zu doof ist, sondern die moderne Industrigesellschaft zu viel fordert.
Von: Thorsten Frei am: 31.10.11
Endlich der neue Film von Weingartner !!!
Von: Timur Massold am: 18.10.11
Cool!
   
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