24.08.04
Filmfest Oldenburg zeigt Andrzej-Zulawski-Retrospektive
Oldenburg - Der Pole und Wajda-Schüler Andrzej Zulawski musste von Anfang an hart für seine Visionen kämpfen und kam – auch in westlichen Ländern – immer wieder mit der Zensur in Konflikt. Szenen, in denen sich seine Figuren meist am Rande der Hysterie und des Zusammenbruchs bewegen, sind kennzeichnend für Zulawskis Produktionen. Das Filmfest Oldenburg zeigt sechs seiner Filme im Rahmen einer Retrospektive. Andrzej Zulawski ist zum Filmfest in Oldenburg anwesend.
Geboren 1940 in Lvuv in der damaligen Ukraine verbrachte er als Jugendlicher die Nachkriegszeit zwischen Frankreich, Polen und der Tschechoslowakai. Nach seinem Studium der Film- und Politikwissenschaften in Paris arbeitete er kurzzeitig als Regieassistent für Andrzej Wajda, bevor er sich als Schriftsteller versuchte. 1968 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Kino", der von den polnischen Behörden verboten wurde. Im selben Jahr inszenierte er auch seine ersten beiden Filme für das polnische Fernsehen. Sein Spielfilmdebüt Trzescia czesc nocy (Ein Drittel der Nacht, 1971) basierte auf den Kriegserlebnissen seines Vaters und wurde in Polen ein großer kommerzieller Erfolg. Bereits sein zweiter Kinofilm Diabel (1972) wurde von der polnischen Zensur verboten.
In Zulawskis Filmen sind immer wieder Besessenheit und Liebeswahn ein Thema, sie werden exzessiv und extrovertiert inszeniert. In Possession verliert Schauspielerin Isabelle Adjani auf verstörende Art die Kontrolle über ihren Körper. Besessen von der Kommunikation ist Jacques Dutronc in Mes nuits sont plus belles que vos jours (Meine Nächte sind schöner als eure Tage) und Romy Schneider erniedrigt sich in L'important c’est d’aimer (Nachtblende) als alternde Schauspielerin selbst.
Mit der Schauspielerin Sophie Marceau, die in mehreren seiner Filme Hauptrollen übernahm, hat Andrzej Zulawski einen Sohn.
Das Filmfest Oldenburg findet vom 8. bis 12. September 2004 statt.
Geboren 1940 in Lvuv in der damaligen Ukraine verbrachte er als Jugendlicher die Nachkriegszeit zwischen Frankreich, Polen und der Tschechoslowakai. Nach seinem Studium der Film- und Politikwissenschaften in Paris arbeitete er kurzzeitig als Regieassistent für Andrzej Wajda, bevor er sich als Schriftsteller versuchte. 1968 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Kino", der von den polnischen Behörden verboten wurde. Im selben Jahr inszenierte er auch seine ersten beiden Filme für das polnische Fernsehen. Sein Spielfilmdebüt Trzescia czesc nocy (Ein Drittel der Nacht, 1971) basierte auf den Kriegserlebnissen seines Vaters und wurde in Polen ein großer kommerzieller Erfolg. Bereits sein zweiter Kinofilm Diabel (1972) wurde von der polnischen Zensur verboten.
In Zulawskis Filmen sind immer wieder Besessenheit und Liebeswahn ein Thema, sie werden exzessiv und extrovertiert inszeniert. In Possession verliert Schauspielerin Isabelle Adjani auf verstörende Art die Kontrolle über ihren Körper. Besessen von der Kommunikation ist Jacques Dutronc in Mes nuits sont plus belles que vos jours (Meine Nächte sind schöner als eure Tage) und Romy Schneider erniedrigt sich in L'important c’est d’aimer (Nachtblende) als alternde Schauspielerin selbst.
Mit der Schauspielerin Sophie Marceau, die in mehreren seiner Filme Hauptrollen übernahm, hat Andrzej Zulawski einen Sohn.
Das Filmfest Oldenburg findet vom 8. bis 12. September 2004 statt.
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