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14 04/08

Fatih Akin verrät Details über Schwierigkeiten bei "The Cut"

© Nicolas Genin / Creative Commons 2.0
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Tags: Fatih Akin, Venedig 2014, The Cut
Demnächst feiert Fatih Akins neues Werk The Cut seine Premiere auf dem 71. Filmfestival von Venedig. Wie jetzt bekannt wurde, plante der Regisseur aber eigentlich einen ganz anderen Film, der bis heute nicht realisiert werden kann.

Während der Planungsphase für seinen Film musste Akin, wie er nun in einem Interview berichtete, am eigenen Leib erfahren, wie tief der Graben zwischen Türken und Armeniern noch immer reicht. Der Regisseur, der sich immer wieder für Aussöhnungskampagnen zwischen beiden Ethnien stark macht, hatte ein Drehbuch fertiggestellt, in dem es um den Mord an dem armenischen Journalisten Hrant Dink geht, der 2007 am helllichten Tage von einem nationalistischen Teenager vor den Redaktionsräumen seiner Zeitung erschossen wurde. Nicht Wenige glaubten allerdings, dass auch Regierungskräfte in den Mord verstrickt sein könnten. Jedoch gelang es Fatih Akin nicht, Schauspieler für dieses spannende Projekt zu engagieren.

So erklärte der Filmemacher: "Ich konnte keinen türkischen Schauspieler davon überzeugen, Hrants Rolle zu übernehmen. Alle fanden das Drehbuch zu unnachsichtig. Deswegen musste ich das Projekt aufgeben. Ich wollte keinen Schauspieler damit verletzen. Aber es war wichtig, einen türkischen Film über Hrant zu machen. Ein amerikanischer oder französischer Akteur könnte Hrant nicht spielen. Wir müssen selbst mit diesem Thema umgehen. Aber offensichtlich ist die Zeit dafür noch nicht reif." Welche Darsteller genau Akin eine Absage erteilten, verriet der Regisseur nicht.

Stattdessen glaubt Fatih Akin aber, dass die türkische Gesellschaft mittlerweile den Film The Cut vertrage, der sich ebenfalls mit dem Völkermord an den Armeniern auseinandersetzt. Das Drama startet hierzulande am 16. Oktober 2014 in den Kinos.

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