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14 24/07

Fatih Akin mit Drama "The Cut" beim Filmfestival Venedig

© corazón international / Achim Kröpsch
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Tags: Fatih Akin, Philip Gröning, Venedig 2014
Der deutsch-türkische Filmregisseur Fatih Akin wird mit seinem neuen Spielfilm The Cut am 71. Wettbewerb des Filmfestivals von Venedig (27.08. - 06.09.14) teilnehmen.

Der potenziell kontroverse Film, der vor dem Hintergrund des armenischen Völkermordes 1915 und 1916 die Geschichte des jungen Schmied Nazaret (Tahar Rahim) erzählt, sollte eigentlich schon bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes gezeigt werden. Akin hatte den Film aus "persönlichen Gründen" zurückgezogen. Der Streit um die historische Wahrheit des Genozids ist vor allem in der Türkei ein rotes Tuch und belastet bis heute die Beziehungen zwischen der Türkei einerseits und Armenien sowie zahlreichen westlichen Staaten andererseits.

Hier der Trailer zum Film:


Das Drama beschließt Fatih Akins "Liebe, Tod und Teufel" Trilogie, deren bisherige Beiträge Gegen die Wand und Auf der anderen Seite waren. Der Regisseur möchte sich in dem Film mit dem Bösen im Menschen und der Moral auseinandersetzen: "The Cut ist ein sehr persönlicher Film geworden, der sich inhaltlich mit meinem Gewissen und formal mit meiner Liebe zum Kino auseinandersetzt".

Akin wird nicht der einzige deutsche Filmemacher auf dem Festival sein. Regisseur Philip Gröning wird als Teil der Internationalen Jury (angeführt von Komponisten Alexandre Desplat) entscheiden, welcher Film mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wird.

Auf die begehrte Trophäe machen sich auch andere Wettbewerbsteilnehmer Hoffnung: Neben Alejandro González Iñárritus Birdman, der das Festival eröffnet, wird es auch neue Filme von Regisseuren wie David Gordon Green (Manglehorn), Roy Andersson (En duva satt på en gren och funderade på tillvaron), Ramin Bahrani (99 Homes) und Andrew Niccol (Good Kill) zu sehen geben. Man darf also gespannt sein, wer den Siegern der letzten Jahre, Sacro GRA von Gianfranco Rosi (2013) und Pietà von Kim Ki-duk, folgen wird.

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