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14 03/01

Fatih Akin inszeniert Hauptdarsteller Tahar Rahim in "The Cut" als Mischung aus Charlie Chaplin & Sergio Leone

© corazón international / Achim Kröpsch
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Tags: Interview, Fatih Akin, Trilogie, Charlie Chaplin, Tahar Rahim, Sergio Leone, Boshaftigkeit
Es ist schon eine Weile her, dass Fatih Akin seine Liebe, Tod und Teufel-Trilogie fortgeführt hat. Mit The Cut vollendet er nun aber den filmischen Dreier und erzählte kürzlich in einem Interview über den besonderen Stil des Werkes.

Der erste Film seiner Trilogie war 2004 das erfolgreiche Drama Gegen die Wand, worauf 2007 Auf der anderen Seite folgte. Im Anschluss unterbrach Fatih Akin dann seine Arbeit für die Komödie Soul Kitchen und drehte diverse Dokumentarfilme. Mit The Cut gibt es nun aber endlich einen finalen Teil für Liebe, Tod und Teufel. Wie der Regisseur gerade erst in einem Interview mit Cineuropa verkündete, ist der Dreh zu dem Drama bereits beendet und der Film befindet sich in der Postproduktion.

Und anscheinend dürfen wir uns bei The Cut auf ein ungewöhnliches Filmerlebnis freuen. Tatsächlich soll der Hauptdarsteller Tahar Rahim (Le Passé - Das Vergangene) in dem Werk nämlich kein einziges Wort verlieren. "Tahar sagt kein Wort während des Films und ist ein bisschen wie Charlie Chaplin, gleichzeitig ist er aber auch ein typischer Western-Charakter, wie bei Sergio Leone," verriet Fatih Akin. Und obwohl der Plot von The Cut nach wie vor unter Verschluss gehalten wird, erzählte der Filmemacher auch ausführlich über seine Motivation und die Thematik des Films: "Ich glaube, Boshaftigkeit existiert in uns vom Moment unserer Geburt an. Was ich faszinierend fand, war die Tatsache, dass Boshaftigkeit ein Prozess, ausgehend vom Guten, ist, und das Gegenteil dieses Phänomens ebenso existiert. Das sind Konzepte, die sehr eng aneinander gebunden sind. Der schönste aller Körper kann zum Beispiel einen Krebs in sich tragen und eine einzige Person kann zu den nettesten Aktionen und den brutalsten Verbrechen fähig sein. Ich habe immer gedacht, dass Menschen im Prozess der Evolution zwischen den Dingen stehen. Wir müssen noch immer herausfinden, ob wir zukünftig aufhören werden, hinter Grenzen zu leben; getrennt durch Religionen und Nationalitäten."

Hier der Trailer zum Film:


The Cut wird am 16. Oktober 2014 in die deutschen Kinos kommen. Zuvor feiert der Film seine Weltpremiere im Wettbewerb des Filmfestivals von Venedig.

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