17.08.04
Deutsche gehen wieder mehr ins Kino - eine Million mehr Besucher im 1. Halbjahr 2004
Berlin - Die Deutschen entdecken das Kino wieder für sich. Die neusten Zahlen der FFA (Filmförderungsanstalt) weisen 1 Million mher Bescuher im 1. Halbjahr 2004 auf, als im 1. Halbjahr 2003.
Wie stabil der Trend auf Dauer ist, kann noch keiner sagen. Doch die positiven Vorzeichen des ersten Halbjahres 2004 berechtigen die Kinobranche zu einigem Optimismus. So kamen in den ersten sechs Monaten mit 72,3 Millionen Filmfans rund eine Million Besucher mehr in die Kinos als im Vorjahreszeitraum; das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent. Der Umsatz stieg um rund sechs Millionen Euro auf 420 Millionen Euro. Da der durchschnittliche Eintrittspreis mit 5,81 Euro stabil blieb, bedeutet der zurück gekehrte Aufschwung einen realen Zuwachs.
Beim Ost-West-Vergleich zeigen sich weiterhin gravierende Unterschiede. Zwar laufen die Zyklen in etwa parallel, doch die Ausschläge differieren teilweise ganz erheblich. So gründet das Besucher- und Umsatzplus vor allem auf die Zuwächse im Westen. Hier kamen in den ersten sechs Monaten 2,3 Millionen Besucher (plus 4 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Osten gab es immer noch ein Gesamtminus von 1,3 Millionen Besuchern (minus 10,5 Prozent).
Wie erfreulich die Situation nach der kräftigen Einbuße des letzten Jahres inzwischen wieder ist, zeigt ein Vergleich mit den Durchschnittswerten der letzten fünf Jahre: Bei den Besucherzahlen liegt das erste Halbjahr bundesweit nur noch 4,4 Prozent unter dem Schnitt, beim Umsatz liegt das Minus von 2,6 Prozent sogar nur noch geringfügig unter der Fünfjahresmarke.
Offensichtlich honorieren die Kinofans auch die Preisdisziplin der Filmbranche in Zeiten der allgemeinen Teuerung. In den alten Bundesländern sank der Durchschnittspreis für das erste Halbjahr sogar um 2 Cent auf 5,87 Euro, in den neuen Bundesländern stieg er gerade mal um 5 Cent auf nunmehr 5,48 Euro.
Dass die Lust am Kino wieder geweckt werden konnte, ist ganz sicher auch ein Verdienst des deutschen Films. Viele Preise und positive Kritiken aus der jüngsten Zeit machten so neugierig, dass 9,9 Millionen Besucher sich für deutsche Produktionen entschieden. Das entspricht einem Marktanteil von 13,9 Prozent. Die Resonanz verteilte sich auf nahezu alle Genres wie Dramen, Komödien sowie Dokumentar- und Kinderfilme.
Die Kinolandschaft befindet sich nach vielen Jahren der Expansion offensichtlich im Umbruch. Die Zahl der Kinosäle nimmt ab (minus 21), auch die Kapazität hat sich um 21.949 Plätze reduziert. Andererseits ist das Angebot vielschichtiger geworden: Es gibt mehr Filmtheaterbetreiber (plus 23) und auch mehr Kinos (plus 6), vor allem im Bereich der Sonderkinos wie Open-air-, Uni- und Autokinos. Fürs Kinovergnügen der Deutschen sorgen daher immer noch 4.847 Kinosäle mit 861.679 Plätzen. In den Multiplexen erhöhten sich Umsatz (plus 3,6 Prozent) und Besucherzahlen (plus 5,2 Prozent) deutlicher als der bundesweite Durchschnitt aller Kinos.
Wie stabil der Trend auf Dauer ist, kann noch keiner sagen. Doch die positiven Vorzeichen des ersten Halbjahres 2004 berechtigen die Kinobranche zu einigem Optimismus. So kamen in den ersten sechs Monaten mit 72,3 Millionen Filmfans rund eine Million Besucher mehr in die Kinos als im Vorjahreszeitraum; das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent. Der Umsatz stieg um rund sechs Millionen Euro auf 420 Millionen Euro. Da der durchschnittliche Eintrittspreis mit 5,81 Euro stabil blieb, bedeutet der zurück gekehrte Aufschwung einen realen Zuwachs.
Beim Ost-West-Vergleich zeigen sich weiterhin gravierende Unterschiede. Zwar laufen die Zyklen in etwa parallel, doch die Ausschläge differieren teilweise ganz erheblich. So gründet das Besucher- und Umsatzplus vor allem auf die Zuwächse im Westen. Hier kamen in den ersten sechs Monaten 2,3 Millionen Besucher (plus 4 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Osten gab es immer noch ein Gesamtminus von 1,3 Millionen Besuchern (minus 10,5 Prozent).
Wie erfreulich die Situation nach der kräftigen Einbuße des letzten Jahres inzwischen wieder ist, zeigt ein Vergleich mit den Durchschnittswerten der letzten fünf Jahre: Bei den Besucherzahlen liegt das erste Halbjahr bundesweit nur noch 4,4 Prozent unter dem Schnitt, beim Umsatz liegt das Minus von 2,6 Prozent sogar nur noch geringfügig unter der Fünfjahresmarke.
Offensichtlich honorieren die Kinofans auch die Preisdisziplin der Filmbranche in Zeiten der allgemeinen Teuerung. In den alten Bundesländern sank der Durchschnittspreis für das erste Halbjahr sogar um 2 Cent auf 5,87 Euro, in den neuen Bundesländern stieg er gerade mal um 5 Cent auf nunmehr 5,48 Euro.
Dass die Lust am Kino wieder geweckt werden konnte, ist ganz sicher auch ein Verdienst des deutschen Films. Viele Preise und positive Kritiken aus der jüngsten Zeit machten so neugierig, dass 9,9 Millionen Besucher sich für deutsche Produktionen entschieden. Das entspricht einem Marktanteil von 13,9 Prozent. Die Resonanz verteilte sich auf nahezu alle Genres wie Dramen, Komödien sowie Dokumentar- und Kinderfilme.
Die Kinolandschaft befindet sich nach vielen Jahren der Expansion offensichtlich im Umbruch. Die Zahl der Kinosäle nimmt ab (minus 21), auch die Kapazität hat sich um 21.949 Plätze reduziert. Andererseits ist das Angebot vielschichtiger geworden: Es gibt mehr Filmtheaterbetreiber (plus 23) und auch mehr Kinos (plus 6), vor allem im Bereich der Sonderkinos wie Open-air-, Uni- und Autokinos. Fürs Kinovergnügen der Deutschen sorgen daher immer noch 4.847 Kinosäle mit 861.679 Plätzen. In den Multiplexen erhöhten sich Umsatz (plus 3,6 Prozent) und Besucherzahlen (plus 5,2 Prozent) deutlicher als der bundesweite Durchschnitt aller Kinos.
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