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17 09/06

Der Filmtag im Überblick: 9. Juni - Pläne

© Kortfilmfestivalen i Grimstad / CC BY 2.0
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Tags: Nicole Kidman, Russell Crowe, Natalie Portman, Joel Edgerton, Edgar Wright, Ruben Östlund
Wie Variety berichtet, hat der Goldene-Palme-Gewinner Ruben Östlund ein neues Projekt: Nach der Kunstwelt in The Square will sich der schwedische Filmemacher nun in Triangle of Sadness auf erneut satirische Weise der Modewelt widmen. Im Mittelpunkt sollen zwei Models - ein weibliches, ein männliches - stehen, die mit den Tücken ihres Berufs zu kämpfen haben.

Ein schönes Interview, das Östlund eine Woche vor seinem Sieg in Cannes gab, findet sich hier.

Aktuelles
Nachdem man sie gleich in drei Werken in Cannes sehen konnte, wird Nicole Kidman womöglich bald mit Russell Crowe vor der Kamera stehen, um in Boy Erased, dem neuen Film von Joel Edgerton, mitzuspielen. Auch Lucas Hedges, der Jungstar aus Manchester by the Sea, soll mit von der Partie sein. Erzählt werden soll die wahre Geschichte des Sohnes eines Baptistenpredigers, der an einem von der Kirche unterstützten "Therapie-Programm" von seiner Homosexualität "geheilt" werden soll.

Grobhumorig könnte es indes bald wieder auf der Leinwand zugehen, falls Edgar Wright sich zu einer Fortsetzung seiner Cop-Comedy Hot Fuzz entschließen sollte. Noch gibt sich Wright sehr zurückhaltend - äußert jedoch, dass es da durchaus ein paar Ideen gibt.

Noch ungewisser ist ein (Neben-)Job, den die Bloggerin Messynessy verfolgt: Sie sammelt passende Locations für zukünftige Wes-Anderson-Projekte - auch wenn der Filmemacher (bisher) davon gar nichts weiß. In der Sammlung sind durchaus sehr ansprechende Drehorte dabei - vielleicht werden wir diese eines Tages auf großer Leinwand wiedersehen.

Fundstücke
Beinahe 50 Jahre ist es her, dass Alain Delon für Jean-Pierre Melville Der Eiskalte Engel (Le samouraï) war. Dieses Video demonstriert die Zeitlosigkeit des Kriminaldramas:



Ebenfalls meisterlich sind die Werke von David Fincher. In diesem Video-Essay geht es um die "unsichtbaren" visuellen Effekte in den Filmen des Regisseurs:



Geburtstagskind: Natalie Portman (*1981)
"I'm going to college. I don't care if it ruined my career. I'd rather be smart than a movie star."



Film-Tipps
Natürlich konnte und kann nichts so leicht die Schauspielkarriere von Natalie Portman zerstören. Der Konflikt, der sich zwischen College und angestrebtem Hollywoodstar-Ruhm ergeben kann, wurde in einer früheren Arbeit Portmans sehr feinfühlig behandelt: Die Tragikomödie Überall, nur nicht hier (1999) erzählt von einer Mutter-Tochter-Beziehung, in welcher die Mutter (verkörpert von Susan Sarandon) ganz andere Pläne für ihre Tochter hat als die Jugendliche selbst.



Aus Portmans Geburtsstaat Israel stammt auch unser heutiger TV-Tipp: Der Dokumentarfilm Leben in Bildern - Life in Stills befasst sich mit dem Nachlass des Fotografen Rudi Weissenstein durch seine Frau Miriam und den Enkel Ben. Weitere Fernsehempfehlungen für Freitag haben wir hier - und auch das Wochenende hat u.a. mit einem Ingrid Bergman-Abend auf 3sat und der Krimikomödie Charade einiges zu bieten.

Trailer
In der zehnteiligen Netflix-Serie Gypsy geht es um Therapeutin Jean Halloway (dargestellt von Naomi Watts), die sich mehr und mehr auf intime und durch ihren Berufscodex eigentlich verbotene Beziehungen zu Menschen aus dem Umfeld ihrer Patienten einlässt.


Gypsy

Viel zu lange hat sich Jens alles bieten lassen. Damit er seine Ruhe vor den Menschen hat, arbeitet er am liebsten nachts in einer Bäckerei - bis ihm ein paar Rabauken die Autoscheibe einwerfen. Urplötzlich rastet Jens aus - und dann ist einer der Rüpel plötzlich tot. Doch anstatt dies zu bedauern, findet Jens plötzlich Geschmack an dieser neuen, dunklen und gewalttätigen Seite seiner Persönlichkeit.


Bakerman

Deutschland im Jahre 2016, wie es auch hätte sein können: Die Bundesregierung weigert sich, weiterhin Flüchtlinge aufzunehmen. Die einzige Möglichkeit für Immigranten, überhaupt noch ins Land zu kommen, ist eine im Fernsehen und Internet übertragene Show mit dem makaberen Namen "The Immigration Game".


Immigration Game

In der hügeligen Dürre der nordwestchinesischen Provinz Ningxia lebt die muslimische Minderheit der Hui. Als die Frau des Bauern Ma Zishan verstirbt, obliegt es der Familie, vierzig Tage nach ihrem Tod eine Zeremonie abzuhalten, die den letzten Stier im Stall das Leben kosten soll. Doch dann tritt das Tier in einen merkwürdigen Hungerstreik, als würde es sein Schicksal erahnen.


Knife in the Clear Water

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