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17 09/01

Der Filmtag im Überblick: 9. Januar - Meryls Golden Globes

© usbotschaftberlin / gemeinfrei
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Tags: Kirsten Dunst, Woody Harrelson, Meryl Streep, J.K. Simmons, Thomas Strittmatter Preis, Golden Globes 2017
In der vergangenen Nacht war es wieder soweit, die Golden Globes wurden verliehen. Der große Abräumer des Abends war La La Land (Kinostart 12.01.), der mit seinen 7 Preisen jede Kategorie gewonnen hat, in der er nominiert war und damit auch gleich mal einen Rekord gebrochen hat. Als Bestes Drama ausgezeichnet wurde Moonlight und Bester Schauspieler in einem Drama wurde Casey Affleck, Beste Schauspielerin Isabelle Huppert. Variety hat die Liste aller Gewinner. Gäbe es einen Preis für die beste Dankesrede, er würde dieses Jahr zweifelsohne an Meryl Streep gehen. Die Ikone wurde dieses Jahr mit dem Cecil B. DeMille Award für ihr Lebenswerk ausgezeichnet und nutzte dies als Plattform, um in einer emotionalen und denkwürdigen Ansprache die vielseitigen Herkünfte ihrer KollegInnen zu ehren und Trumps Verhalten anzuprangern.



Aktuelles
Leider keinen Golden Globe gab es für Toni Erdmann. Maren Ades Film musste sich gegen den starken Elle geschlagen geben. Zumindest bei den Globes. Denn am Abend zuvor vergab bereits die National Society of Film Critics ihre Preise und dort konnte sich der deutsche Oscar-Kandidat als Bester Fremdsprachiger Film gegen Verhoevens Werk durchsetzen. Ein großer Erfolg, war der Rest der Verleihung doch durch Moonlight und Manchester by the Sea dominiert.

In unserer heutigen modernen Filmwelt voll sich wiederholender Geschichten und immer neuer technologischer Möglichkeiten versucht sich jeder vom anderen abzuheben. Und so plant Woody Harrelson diesen Januar einen Film zu drehen und dabei live auf Kinoleinwände zu übertragen. Auf eigens gemachten Erfahrungen basierend, hat Harrelson das Drehbuch zu Lost in London verfasst und wird während des Drehs die Regie sowie Hauptrolle übernehmen. IndieWire hat den Trailer zu dem gewagten Unterfangen.

Einen ersten Einblick gibt es auch in die kommende Serie The Handmaid’s Tale, der Verfilmung von Margaret Atwoods Klassiker, mit Golden Globe-Gewinnerin Elisabeth Moss, Samira Wiley, Joseph Fiennes, Yvonne Strahovski, Max Minghella, Madeline Brewer, Ann Dowd, O.T. Fagbenle sowie Gilmore Girls-Star Alexis Bledel, wie der Teaser verrät.

Auch Kirsten Dunst hat sich einer neuen Serie verschrieben. Für On Becoming a God in Central Florida übernimmt Dunst die Hauptrolle als auch eine Position als ausführende Produzentin, neben George Clooney und Grant Heslov. Für die Regie wird sich The Lobster-Genie Yorgos Lanthimos verantwortlich zeichnen. Das klingt bereits jetzt nach einer gelungenen Kombination.

Die Nominierten für den Thomas Strittmatter Preis für Drehbuchautoren wurden bekanntgegeben. Die Verleihung findet am 15. Februar während der Berlinale statt. Nominiert sind Nora Fingscheidt für Systemsprenger, Juliette Alfonsi und Matthias Drescher für Die Reise des Elefanten Solimann sowie Barbara Ott für Kids Run.

Kino-Charts
Trotz durchwachsener Kritiken ging der Science-Fiction-Film Passengers mit Chris Pratt und Jennifer Lawrence am vergangenen Wochenende in den deutschen Kino-Charts von der 0 auf die 1: 412.000 Besucher sorgten dafür, dass Rogue One: A Star Wars Story (313.000 Besucher) auf den zweiten Platz verwiesen wurde. Im Arthouse-Bereich hält sich das deutsche Biopic Paula mit 26.000 Besuchern erstaunlich gut. Insgesamt war es für die Kinos ein starkes Wochenende, an dem 2.356.000 Karten gelöst wurden.

Fundstücke des Tages
Nachdem Isabelle Huppert dieses Wochenende für ihre Rollen in Elle und Alles was kommt wieder zahlreich ausgezeichnet wurde, scheint es ein optimaler Zeitpunkt zusammen mit Fandor auf ihre bereits unglaubliche Karriere von über 100 verschiedenen Gesichtern zurück zu blicken.



Ebenfalls auf Fandor gibt es einen kritischen Blick auf die merkwürdigen, tendenziell sexistischen Kampftechniken von Frauen in Filmen.



Bei aller berechtigten Liebe für La La Land gab es im Film Comment auch einige kritische Gedanken zum inzwischen recht verbreiteten Marketing des Films unter dem Motto "solche Filme werden einfach nicht mehr gedreht".

Geburtstagskind des Tages: J.K. Simmons (1955)
Jonathan Kimble Simmons’ Vater war Musiklehrer und so ist es nur logisch, dass auch Simmons Junior an der Ohio State University die Fächer Schauspiel und Bühnengesang belegte. Und da er ursprünglich Sänger werden wollte, legte er gleich noch eine Ausbildung zum Komponisten an der University of Montana nach, an der sein Vater Leiter der Musikabteilung war. Seine Karriere begann das Multitalent am Broadway, wo er zum Beispiel als Captain Hook in Peter Pan oder Benny Southstreet in Guys and Dolls zu sehen und hören war. Simmons erste Filmrolle war in No Panic - Gute Geiseln sind selten, auf den verschiedene andere Film- und Fernsehrollen folgten, bis der Darsteller anfing sich mit Law & Order, Oz - Hölle hinter Gittern und The Closer einen Namen zu machen. Zu seinen bereits über 170 Projekten zählen unter anderem auch Thank You For Smoking, Juno, Sam Raimis Spider-Man-Filme sowie Burn After Reading. 2015 regnete es für Simmons Darstellung des Dirigenten Terence Fletcher in Whiplash diverse Auszeichnungen, allen voran den Oscar für den Besten Nebendarsteller. Mit einem Repertoire von inzwischen mehr als fünf Filmen jedes Jahr, kann man sich auch 2017 wieder auf viel von dem Schauspieler und Synchronsprecher freuen, mit dabei La La Land und Boston.



Filmtipp des Tages
Nach so einer Rede müssen wir einfach Meryl Streep als Anlass für unseren Filmtipp des Tages nehmen. Kramer gegen Kramer ist eine ihrer ganz großen Rollen an der Seite von Dustin Hoffman. Es ist ein beinahe zerbrechlich guter Film über das Scheitern einer Liebe und irgendwie gleichermaßen ein großes Statement für das Zusammensein.



Zum Wochenbeginn könnt ihr mit The Messenger - Die letzte Nachricht eine ganz andere, hochsensible Perspektive auf den Krieg gewinnen. Darin spielt auch der selbstberufene Live-Regisseur Woody Harrelson in gewohnt famoser Manier. Mehr und weniger sensibles haben wir in unserer TV-Schau für euch gesammelt.

Trailer des Tages
Unser heutiges Geburtstagskind spielt in All Nighter Mr. Gallo, der zufällig dem vom Liebeskummer geplagten Ex-Freund Martin seiner Tochter Ginnie über den Weg läuft. Gemeinsam müssen sie feststellen, dass diese urplötzlich verschwunden ist und verbringen die gesamte Nacht mit der Suche nach ihr. Und das ausgerechnet in Martins Zustand.


All Nighter

In Mary Mazzios Dokumentarfilm geht es weniger amüsant zu. Darin dokumentiert die Filmemacherin den Kampf amerikanischer Mütter gegen eine besonders perfide Form des Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung, die jahrelang über ein Portal mit Internet-Kleinanzeigen getätigt wurde und der ihre Töchter zum Opfer fielen.


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