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17 17/05

Der Filmtag im Überblick: 17. Mai - Inseln

© Nicolas Genin / CC BY-SA 2.0
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Tags: Robert Zemeckis, Mike Leigh, Kurzfilmtage Oberhausen, Asghar Farhadi, Nuri Bilge Ceylan, Kodak, Michael Moore, Keyframe, Jean Gabin
Mekka, Paradies oder cinephile Insel. Cannes wird als vieles bezeichnet, aber glänzt wirklich alles auf dem Festival? Immer wieder gibt es auch kritische Stimmen. So bezeichnet die Neue Zürcher Zeitung das Festival und seinen Chef Thierry Frémaux als Abonnementsverwalter. Für uns hat sich letztes Jahr Patrick Holzapfel kritische Gedanken zum Festival gemacht.

So oder so gibt es in Cannes viele großartige Filme. Und zwar nicht nur für Presse und Publikum, sondern auch auf dem Markt, wo es um zukünftige Projekte geht. Variety stellt die heißesten Projekte und großen Namen vor.

Aktuelles
Er konnte nicht still halten. Michael Moore macht einen Film über Donald Trump. Die Weinsteins sind an Bord. Wie TheWrap schreibt, bezieht sich der Titel Fahrenheit 11/9 auf den Tag, an dem Trump gewählt wurde. Er wolle Trump mit diesem Film den Garaus machen, äußerte sich Moore.

Ebenfalls kein Trump-Freund ist Jimmy Kimmel. Dieser wird laut Deadline auch im kommenden Jahr die Oscars moderieren.

Ein Triumvirat aus Größen des anspruchsvolleren Kinos wartet mit neuen Projekten. So arbeitet Asghar Farhadi derzeit an einem Thriller in Madrid, in dem neben Javier Bardem und Penelope Cruz nun auch Ricardo Darín spielen wird, wie Screendaily weiß. Mit Geld aus nicht weniger als sieben Ländern finanziert Nuri Bilge Ceylan seinen ersten Film nach dem Gewinn der Goldenen Palme. Passenderweise trägt der Film über einen Autoren auch einen Baum im Titel: The Wild Pear Tree. Mit britischer Geschichte befasst sich dagegen Mike Leigh. Laut ScreenDaily handelt sein Peterloo, dessen Drehbeginn nächste Woche ist, von einem Massaker an Demonstranten durch Streitkräfte der Regierung im Jahr 1819.

Eher in die Zukunft, auch wenn das bei ihm durchaus ambivalent zu sehen ist, zieht es Robert Zemeckis. Er steht auf der Shortlist, um bei The Flash mit Ezra Miller die Regie zu übernehmen, wie The Wrap berichtet.

Die Kurzfilmtage Oberhausen haben ihre Preise vergeben. Dabei gingen die Hauptpreise an Filme aus dem asiatischen Raum. Bei der gestrigen Preisverleihung wurde Cui Yis Qiu (China), ein in den Augen der Jury "sehr einfacher, aber vielfältiger Film - ein filmisches Tableau vivant, das aufzeigt, wie die Zyklen von Schauspiel, Konsum und Zuschauen im Alltag von der Geschichte belastet und begrenzt wird", mit dem Großen Preis der Stadt Oberhausen ausgezeichnet. Der Hauptpreis ging nach Thailand an Chai Siris' 500.000 Pee, "einen gelungenen meditativen und hochpolitischen Film, der die Frage stellt, wie Erinnerung durch die menschliche Geschichte, Spiritualität, Denkmäler, Kino und Gewalt geformt wird", so die Jurymeinung.

Es gleicht einem Wunder, aber es geht wieder aufwärts mit Kodak und analogem Film. Laut Indiewire kann das Unternehmen neue Labore aufbauen und damit wieder mehr Filmemachern ermöglichen, auf Film zu drehen. Man kann hoffen, dass diese Entwicklungen auch in Europa ankommen.

Und sehr schöne Nachrichten gibt es für alle Cinephilen. Anfang der Woche berichteten wir noch, dass David Hudson seinen Keyframe Daily-Service bei Fandor einstellen musste. Nun kehrt er via Criterion zurück. Wunderbar!

Fundstücke
Wenn wir schon von Inseln sprechen und Inseln auch eine Rolle im Eröffnungsfilm von Cannes spielen, wollen wir mit arte BlowUp gleich noch mehr Inseln sehen...



Bereits eine Goldene Palme gewonnen hat Apichatpong Weerasethakul. Bei Rouge gibt es ein wirklich famoses Gespräch zwischen ihm und Khavn Dela Cruz.

Geburtstagskind: Jean Gabin (1904-1976)
“Beim Film ist es wie im Leben: Man beginnt als jugendlicher Liebhaber, dann wird man Charakterdarsteller und endet als komischer Alter.”



Filmtipp des Tages
Gabin ist einer der großen Volksschauspieler Frankreichs. Wenn wir einen Film herausgreifen müssen, dann wollen wir das mit Jean Renoirs Bestie Mensch tun. Im Dampf eines grausamen Realismus zwischen Lokomotiven und Verführungen erzählt der Film eine große und tödliche Liebesgeschichte, zu der der massig-zärtliche Gabin passt wie kein Zweiter.



In unserer TV-Schau bleiben die Augen auf Cannes gerichtet. Mit Alles über meine Mutter könnt ihr heute einen der besten Filme des Jury-Präsidenten Pedro Almodóvar sehen.

Trailer
Zurück nach Cannes kehrt der zweimalige Gewinner der Goldenen Palme Michael Haneke mit einem Flüchtlingsdrama, das sich rund um eine gutbürgerliche Familie in Calais abspielt. Neben Isabelle Huppert und Jean-Louis Trintignant, die beide auch in Liebe mitwirkten, standen Mathieu Kassovitz und Fantine Harduin für Haneke vor der Kamera.


Happy End

Dass unsere gesamte Welt offensichtlich in geographisch-juristisch genau differenzierte Territorien eingeteilt ist, produziert artifizielle Grenzen, Grenzgebiete und Grenzgänger. Strikte Gesetze und Ausschlusskriterien regeln den Zugang zu den einzelnen nationalen Gebieten, was wiederum rege illegalisierte Bewegungen an Grenzen nach sich zieht.


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