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17 17/07

Der Filmtag im Überblick: 17. Juli - Lebende

© gdcgraphics / CC BY 2.0
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Tags: George A. Romero, Martin Scorsese, Leonardo DiCaprio, Woody Allen, Alexander Payne, Martin Landau, Alexandra Kluge
Na das war ein später Sonntagabend. Gleich zwei große Kinolegenden sind gestern von uns gegangen. Zum einen ist der Vater des Zombiefilms, George A. Romero, im Alter von 77 Jahren gestorben. Unter anderem die Zeit schreibt darüber.





Ebenfalls nicht zu weit von den Reizen der Untoten entfernt war Martin Landau. Nun ist der Darsteller von Bela Lugosi aus Ed Wood mit 89 Jahren verstorben, wie unter anderem die Tagesschau meldet.



Und noch ein dritter Todesfall kam heute über das Filmportal rein. Wie gestern erst bekannt wurde, verstarb Alexandra Kluge, Ärztin, Schauspielerin und Schwester des Filmemachers Alexander Kluge, am 11. Juni 2017 in Berlin. Sie wurde 80 Jahre alt. Kluge kam durch ihren Bruder zum Film – mit der Hauptrolle der Anita G. in dem programmatisch betitelten Langspielfilmdebut Alexander Kluges, Abschied von gestern, gelang ihr 1965 der Durchbruch als Schauspielerin.

Aktuelles
Alexander Paynes Downsizing wird die diesjährigen Filmfestspiele von Venedig eröffnen, wie Variety berichtet. Im Film spielt Matt Damon einen Mann, der sich fragt, ob sein Leben nicht viel besser wäre, wenn er sich schrumpfen würde. Neben Damon spielen unter anderem Laura Dern, Kirsten Wiig und Christoph Waltz in der schwarzhumorigen Komödie.

Ebenfalls bei Variety platzte die Nachricht, dass Vielarbeiter Martin Scorsese wieder mit Leonardo Di Caprio arbeiten wird. Nach The Irishman widmet sich der Altmeister gemeinsam mit seiner Lieblingsmuse einer Adaption des True-Crime-Thrillers Killer of the Flower Moon: The Osage Murders and the Birth of the FBI. Die Vorlage stammt von David Grann, dem Autor hinter Die versunkene Stadt Z.

Woody Allen hat Elle Fanning und Timothee Chalamet Casting-Angebote für seinen nächsten Film unterbreitet. Tracking Board hat mehr Infos.

Todd Solondz, Mohsen Makhmalbaf, Arsinee Khanjian und Anne Muylaert arbeiten derzeit in Jerusalem an einem Omnibus-Film, der die vier Viertel der Altstadt beleuchtet. Laut Screendaily leitet der israelische Filmemacher Eran Riklis die Produktion von The Quarters als künstlerischer Direktor. Es wird viel um unterschiedliche Religionen gehen.

Beim 14. Internationalen Kinofestival in der armenischen Hauptstadt Jerewan werden zwei LGBT-Filme aus dem Programm gestrichen. Das geht auf politische Einflussnahme und Druck der Kirche zurück. In der TAZ gibt es einen Hintergrundbericht zum Festival.

"Die Fixierung willkürlicher Grenzen durch den Verwaltungsrat in den veröffentlichen Leitlinien ist nicht nachvollziehbar.”, so heißt es jetzt in einer Reaktion des AG-Verleih auf die neuen FFA-Förderrichtlinien. Mehr aus dem wütenden Schreiben, das wir sehr unterstützen, gibt es bei Blickpunkt:Film.

Kino-Charts
Der Animationsfilm Ich - Einfach Unverbesserlich 3 hält sich mit 680.000 Besuchern souverän an der Spitze der deutschen Kino-Charts; auch der neue Spider-Man konnte da mit 300.000 Zuschauern nichts ausrichten. Insgesamt wurden am Wochenende etwa 1,5 Millionen Tickets verkauft.

Fundstücke
Derzeit findet in Paris eine Dorothy Arzner-Retrospektive statt. Sie war die einzige Filmemacherin, die sich in den 1920ern und 1930ern als Frau im von weißen Männern dominierten Hollywood als Filmemacherin etablieren konnte. In einem spannenden Text bei Film Quarterly geht es nicht nur um Arzner, sondern auch darum, wie selbst heute noch um ihren Status und die Perspektive, die man auf ihre Arbeit legt, gestritten wird. Passend dazu hat unser Autor Andreas Köhnemann auf die Ausnahmefiguren Bette Davis und Joan Crawford geblickt.

Bei Le Cinéma Club gibt es jede Woche einen neuen Film umsonst zu sehen. Diese und nächste Woche zwei Werke der Maysles-Brüder, nämlich Dali’s Fantastic Dream und Meet Marlon Brando.

Geburtstagskind: Wong Kar-wai (*1958)
“I'm not very aware of styles. We never talk about styles before we start shooting, or even during shooting, because I think the film will bring you there.”



Passend dazu hat Christopher Doyle via Henao TumblR einige Bilder vom Dreh von Happy Together gepostet.

Filmtipps
Heute können wir gar nicht anders, als euch den großartigen Die Nacht der lebenden Toten zu empfehlen. Die Erfindung des Zombiefilms und ein wütendes politisches Statement zugleich. Ein Meilenstein der Filmgeschichte.



Viel subtil Politisches gibt es auch in unserer TV-Schau zum heutigen Tag.

Trailer
Basierend auf einer Vorlage von Stephen King handelt Mr. Mercedes von einem Serienmörder, der einen pensionierten Detective solange mit Mails und Briefen provoziert und herausfordert, bis sich dieser schließlich auf die Jags nach dem Mörder macht, der jederzeit wieder zuschlagen könnte.


Mr. Mercedes

Daniel ist ein idealistischer junger Priester, der sich seinem Job ganz hingibt und liebt, was er tut - bis er bei einer Beichte Jane begegnet. Von nun an gerät sein Glauben gehörig ins Wanken. In dieser Krise versuchen die beiden Pfarrer Victor und Olli - der eine streng konservativ, der andere eher liberal - den Strauchelnden in seiner Sinnkrise zu unterstützen.


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