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17 16/02

Der Filmtag im Überblick: 16. Februar - Berlinale Tag 8

© Jürgen Brüning Filmproduktion/J. Jackie Baier
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Tags: Volker Schlöndorff, Bruce LaBruce, Dieter Kosslick, Berlinale 2017, Berlinale
Eine Woche sind wir jetzt schon in Berlin unterwegs. Gut, dass wir da seit einigen Tagen mit fast frühlingshaftem Wetter gesegnet sind. Das hilft, vor allem an einem Tag, an dem die Filme nicht gerade begeistern. So zum Beispiel Volker Schlöndorffs Rückkehr nach Montauk, der Sonja Hartl dazu veranlasst, sich zu wünschen, gar nicht nach Montauk zurückgekehrt zu sein.

“Denn in diesem Film hat nichts miteinander zu tun: Politik, Literatur, Kunst, New York sind separierte Themen, noch nicht einmal das Leben, die Liebe und die Reue werden miteinander in Beziehung gesetzt, obwohl sie doch das Thema des Films sein sollten.”

In unserem Vlog stimmt Joachim Kurz diesen Beobachtungen zu während Beatrice Behn eine FilmkritikerInnen-Wahrheit vorträgt.



Berlinale-News

Die Ernüchterung über Schlöndorffs neuesten Film greift auch bei SpiegelOnline um sich. Dort werden aber alle deutschen “Männerfilme” im Wettbewerb hinterfragt.

“Reden wir über das Reden in den Filmen der diesjährigen Berlinale. Über das Reden nicht nur als Dialog, der über Handlung informiert (das auch), sondern über das Reden, das Diskurs ausmacht, gesellschaftliche Kommunikation performt und damit etwas darüber sagt, wonach die Berlinale angeblich immer fragt (Politik).” Im Freitag geht es um das Reden in einigen Berlinale-Filmen.

Und in der Zeit geht es um das Schweigen, der Diskrepanz zwischen einer Sehnsucht und ihrem Ausdruck.

Bei Mubi Notebbok wird dagegen bemerkt, dass das Festival vor allem im Bezug auf die Lachmuskeln angezogen hat. Eine rare Sache auf Filmfestivals.




Besprechungen

Die herrlich wilde Energie von Álex de la Iglesia will in seinem El Bar nicht ganz aufgehen, findet Beatrice Behn. Das liege vor allem daran, dass der spanische Kultfilmemacher die politische Dringlichkeit seines Filmemachens nicht wahrnehme.

Das kann Andreas Köhnemann nicht über The Misandrists von Bruce LaBruce sagen. “Egal, ob sich LaBruce schwulen Zombies, Liebesformen jenseits der Norm oder lesbisch-queeren Terroristinnen widmet – stets gelingt es ihm, Verrücktheit und schrille Provokation mit wahrhaftiger Courage zu verbinden.”

In Hab-Acht-Stellung befand sich dagegen Maria Wiesner im österreichischen Forums-Beitrag Tiere. Ein Film, der beständig aus seiner Realität entgleitet.

Trotz mancher interessanter Stelle, schreibt Beatrice Behn, verliere sich Sage Femme von Martin Provost letztlich in seiner Gediegenheit und jener seiner Hauptfigur.

Eine Schule, in der die Verbindung von Kung-Fu und Fußball gelehrt wird. Was klingt wie aus einem Anime gibt es wirklich. Harald Mühlbeyer hat die Dokumentation Eisenkopf von Tian Dong in der Perspektive deutsches Kino gesehen.

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