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17 15/02

Der Filmtag im Überblick: 15. Februar - Berlinale Tag 7

© The Match Factory
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Tags: James Gray, Ben Becker, Aki Kaurismäki, Berlinale 2017, Berlinale, Jakob Laas
Aki Kaurismäki hat vorerst die Pole Position unter den Kritikerlieblingen in Berlin eingenommen. Sein The Other Side of Hope begeistert und trifft zudem einen Zeitnerv. Auch unsere Sonja Hartl war sehr angetan vom finnischen Meisterregisseur:

“Es ist eindrucksvoll, wie viel Kaurismäki ohne Worte, nur über Bilder erzählen kann. Da entfaltet sich in einer Sequenz die Geschichte einer langjährigen Ehe, ohne dass Worte fallen müssen, um Entfremdung, Unglück und Sucht auszudrücken – und es verbinden sich Traurigkeit und Witz.”

Ansonsten hat auch der siebte Tag in Berlin wieder einige schöne Filme gebracht. Wir biegen langsam in den Endspurt und werden weiter für euch am Ball bleiben mit Texten und Videos aus Berlin.


Pressekonferenz zu The Other Side of Hope

Berlinale-News

In der Mediathek des ZDF könnt ihr euch ein aspekte-Extra zur Berlinale ansehen. Darin sind unter anderem Thomas Arslan, Jakob Laas, Ben Becker und Anne Zohra Berrached zu Gast.

In der Berliner Zeitung wendet Jens Balzer diverse Statistiken an, um den Berlinale-Sieger zu küren, ohne alle Filme gesehen zu haben.

Anlässlich der unterschiedlichen Reaktionen auf Sally Potters The Party gibt es in der Neuen Zürcher Zeitung ein Plädoyer für den Unterhaltungsbegriff auch im Festivalkontext. Es muss nicht immer langweilig sein, nur damit es gut ist.

Wenn wir schon beim Thema sind: In der FAZ gibt es einen schönen Text zum Schlafen und Schnarchen auf der Berlinale

Besprechungen



Es war ein Schock als Michael Glawogger während Dreharbeiten von uns gegangen ist. Umso schöner ist das, was geblieben ist von seinem Film. Simon Hauck zeigt sich sehr angetan von Untitled, den Monika Willi fertigstellte und der nach seiner Premiere in Berlin auch die kommende Diagonale eröffnen wird.

“Den besten Austausch zwischen einem Vater und einem Sohn, der jemals auf der Kinoleinwand zu sehen war.” und mehr hat Sonja Hartl in Call Me By Your Name von Luca Guadagnino gesehen. Eine bewegende (queere) Liebesgeschichte.

Ambivalenter ist ihre Reaktion auf James Grays The Lost City of Z, der zwar viele gute Ansätze hat, aber letztlich in altbekannten Geschlechterrollen verankert bleibt. Dennoch schreibt sie nicht ohne Bewunderung: “Der Regenwald ist hier nicht strahlend grün und sauber, sondern ein dunkler, feuchter Ort voller Ungewissheiten. Hier werden keine Helden gemacht, sondern wartet an jeder Ecke der Tod.”

La Reina de España ist eine leichte Komödie, voller witziger Dialoge und schöner Bilder, und so manch eine Figur könnte auch einem frühen Almodóvar-Film entsprungen sein.”, so schreibt Verena Schmöller über den neuen Film von Fernando Trueba.

Aus dem Wettbewerb haben wir heute zwei Kritiken zu unterschiedlichen Filmen, die auf ihre Art mit ganz unterschiedlichen Krisensituationen umgehen. So findet Joachim Kurz in Beuys von Andres Veiel einige Fragen an die Kunst. Zum Beispiel, warum es heute keine sich radikal einmischenden Künstler mehr gibt.

Die Krise in Colo von Teresa Villaverde ist dagegen eine andere, die wirtschaftlich-soziale Krise in Portugal, die die Filmemacherin mit großer Geduld anhand einer Familie seziert wie Beatrice Behn beschreibt.

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