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17 13/02

Der Filmtag im Überblick: 13. Februar - Berlinale Tag 5

© Berlinale
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Tags: Moritz Bleibtreu, Georg Friedrich, Thomas Arslan, Berlinale 2017, Max Ophüls Preis 2017, Berlinale
Das Festival hat inzwischen doch deutlich an Fahrt gewonnen, auch wenn die große Offenbarung, vor allem im Wettbewerb noch auf sich warten lässt. Gut, dass es da Beatrice Behn und Joachim Kurz gibt, die in unseren Vlogs grunzend, wild gestikulierend, lachend und imitierend alles aus den Filmen herausholen.


Erster Vlog


Zweiter Vlog


Dritter Vlog


Berlinale-News

Da wir sozusagen Bergfest feiern heute Abend, gibt es auch schon die ersten Zwischenfazits. Dazu zählt Bert Rebhandl, der sich in der FAZ auch Gedanken über das Plakatmotiv macht:

“Was ist bloß mit diesem Tier los? Hat es Drogen bekommen? Im Wald Magic Mushrooms gefressen? Warum sonst sollte ein großer, aufrecht stehender Braunbär eine knallorangefarbene, gekachelte Säule in einer Berliner U-Bahn-Station umarmen, als habe er sie mit einem Artgenossen verwechselt? Warum betritt er, auf einem anderen Plakat, einen Passfotoautomaten? Oder fährt Paternoster? Was hat auf dem Titel des Programmhefts ein Bärenfell zu suchen? Was will uns das Festival mit dieser Plakatserie sagen, nachdem der Bär bislang als Symbol, Signet oder Statue genügte?”

Eine weitere Zwischenbilanz gibt es im Standard von Dominik Kamalzadeh

Normalerweise versorgt uns Keyframe Daily mit allerhand Links. Während der Berlinale führt David Hudson dort jedoch selbst ein sehr lesenswertes Tagebuch.

Und bei Deutschlandradiokultur gibt es wieder einige schöne Interviews während des Festivals. Zum Beispiel mit Moritz Bleibtreu, der in [link=http://www.kino-zeit.de/blog/berlinale-2017/berlinale-2017-es-war-einmal-in-deutschland-von-sam-garbarskiEs war einmal in Deutschland[/link] zu sehen ist, den Sonja Hartl für uns gesehen hat.

SpiegelOnline widmet sich dagegen dem Filmemacher Raoul Peck, der mit Karl Marx und James Baldwin zwei sehr unterschiedliche Denker in zwei sehr unterschiedlichen Filmen in Berlin portraitiert.

Jennifer Borrmann hat für uns auf die SciFi-Retro in Berlin geblickt und darin herrlich Absurdes gefunden.


Besprechungen

Wie eingangs bereits geschrieben, zündet der Wettbewerb noch nicht so richtig, unsere Kritiker vor Ort kommen jedenfalls nur sehr spärlich ins Schwärmen.

Überzeugen konnte Sonja Hartl aber dann doch so einiges in Thomas Arslans norwegischen Roadmovie Helle Nächte. Sie schreibt: “Zudem bietet der Norden in Norwegen für diese Reise eine perfekte Kulisse, ohne symbolisch zu werden. Vielmehr glaubt man sich durch die Kameraarbeit von Reinhold Vorschneider oftmals sehr nah dabei. Man sitzt mit Michael und Luis im Auto, man durchwandert die karge Landschaft.”

Joachim Kurz fand dagegen einiges in Agnieszka Hollands Pokot. Ein vielschichtiger und spannender Öko-Thriller.

Zufrieden war Beatrice Behn auch mit Sebastián Lelios Una mujer fantástica, den sie vor allem aufgrund seiner kraftvollen und wichtigen politischen Aussage schätzt. Vielleicht ein erster Schritt damit das Festival doch noch, die angekündigte politische Relevanz bekommt.

Weniger angetan ist sie von Viceroy’s House. In ihrer Kritik schreibt sie: “Zu oft verliert er sich in Oberflächlichkeiten, wenn es um die einzelnen Charaktere geht. Die Liebesgeschichte ist oft nur Geste, für westliches Publikum zu kitschig, für indisches zu wenig. Auch die britischen Royals bleiben in ihren höchst engen Charakteren stecken und schaffen nie einen emotionalen Übersprung. Es ist eigenartig. Obwohl klar ist, was für eine wichtige Geschichte hier erzählt wird und wie viele persönliche und intime Vernetzungen hier zusammenführen, ist es dem Film nicht vergönnt, die emotionale Tiefe und Wichtigkeit zu entwickelt, die seinen MacherInnen definitiv vorschwebte.”

Ein Meisterwerk hat dagegen Harld Mühlbeyer in einer anderen Sektion gesehen, der Perspektive deutsches Kino. Dort offenbart sich mit Adrian Goiginger und seinem Die beste aller Welten ein riesiges Talent. Es ist schon erstaunlich, denn nachdem die ÖstereicherInnen schon beim Max Ophüls Preis mächtig abgeräumt haben, scheinen sie auch in Berlin wieder mit Preisen rechnen zu dürfen.

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