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17 12/06

Der Filmtag im Überblick: 12. Juni - U-Boot

© Gage Skidmore / CC BY-SA 2.0
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Tags: Martin Scorsese, Robert Pattinson, Michelle Williams, Ken Loach, Adam West, Thom Yorke, Richard Ayoade, Filmfest Emden-Norderney 2017
Jedes Jahr kommt jemand auf die Idee, kanonische Listen zu erstellen. Dieses Jahr hat sich die New York Times dieser Aufgabe angenommen und präsentiert mit einigen GastautorInnen wie Michelle Williams, Robert Pattinson oder Guillermo del Toro die Top-25 dieses Jahrhunderts.

Den ersten Platz nimmt dabei Paul Thomas Andersons There Will Be Blood ein. Dass dieses Jahrhundert noch einige große Filme hervorbringen wird, steht für uns außer Frage. In unseren News findet ihr wieder einige Versprechen für zukünftige Projekte und bei den Trailern Bilder, die dies untermauern.

Zunächst aber noch eine andere Liste via Indiewire. Dort geht es um die 15 besten Filme mit lesbischen Protagonistinnen.

Aktuelles
Ken Loach ist dieser Tage ein vielgefragter Mann. Das liegt nicht unbedingt an seinen Filmen, sondern an den Wahlen in Großbritannien, zu denen der politische Filmemacher einiges zu sagen hat. Bei ScreenDaily äußerte er in diesem Zusammenhang auch, dass er gar nicht sicher sei, ob er noch einen weiteren Film realisieren würde.

Ganz anders geht sein Kollege Martin Scorsese zu Werke. Bei ihm gibt es unzählige Projekte in der Pipeline. Nebenbei und mit voller Leidenschaft widmet er sich dabei seit Jahren der Erhaltung des Filmerbes. Sein jüngster Schritt in diesem Feld betrifft sein African Film Heritage Project. Mit Indiewire spricht er darüber und über seine weiteren Filme.

Bei arte gibt es dieser Tage übrigens eine tolle Dokumentation über die Maschine Scorsese in der Mediathek.

Heiß erwartet wird auch Thom Yorkes Soundtrack zum Suspiria-Remake von Luca Guadagnino. Bei Flavorwire gibt es eine Sammlung mit Aussagen des Musikers zu seiner Arbeit an der Musik.

Ein Sack voll Murmeln heißt der große Gewinner beim 28. Internationalen Filmfest Emden-Norderney. Der Film des französischen Regisseurs Christian Duguay über zwei jüdische Jungen, die sich im Zweiten Weltkrieg mit viel Einfallsreichtum durch das von Deutschland besetzte Frankreich schlagen, gewinnt mit dem SCORE Bernhard Wicki Preis den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis des Festivals und darüber hinaus auch den mit 7.000 Euro dotierten DGB Filmpreis für einen gesellschaftlich in besonderer Weise engagierten Film. Weitere Gewinner findet ihr auf der Homepage des Festivals.

Kino-Charts
Dank des Sommerwetters zog es am vergangenen Wochenende nur 929.000 Besucher in die deutschen Lichtspielhäuser. Auf Platz 1 rettet der Baywatch-Trupp bemüht selbstironisch Leben am Strand (237.000 Besucher), gefolgt von den Pirates of the Caribbean. Der Neustart Die Mumie schaffte es mit 179.000 Besuchern nur auf Platz 3. Variety befasst sich in einem Artikel mit der Frage, weshalb der Film zu seinem Start auch an den US-Kassen nicht der ganz große Erfolg war.

Fundstücke
David Lynch ist das Viralste, was das cinephile Internet dieser Tage zu bieten hat. Heute haben wir wieder zwei schöne Links zu seinem Schaffen. So könnt ihr mit diesem ausführlichen Supercut in die bizarre Welt der Lynch-Werbearbeiten eintauchen.



Bei Filmschool Rejects gibt es außerdem sechs Videoessays zu Filmen von David Lynch.

Trauerfall
Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung am Wochenende meldete, ist Batman-Darsteller Adam West im Alter von 88 Jahren verstorben. Er war der erste Mann, der in das Fledermauskostüm schlüpfte.



Bei Boing Boing gibt es noch eine äußerst schöne Anekdote bezüglich Herrn Wests Telefonbucheintrag.

Geburtstagskind: Richard Ayoade (*1977)
“The act of seeing any film generally is you knowing more than the characters, even if it's the classic Hitchcock shot of two people talking and a bomb being under the table. Part of the pleasure of it is seeing where people go wrong, and the irony of situations.”



Film-Tipps
Hayao Miyazaki zählt den englischen Roman When Marnie Was There von Joan G. Robinson zu einem der hundert besten Kinderbücher überhaupt. Wenn der Altmeister das sagt, wird der entsprechende Film aus seinem Studio wohl ebenfalls einen Blick lohnen. Arte zeigt den Film am Abend, weitere TV-Highlights haben wir in unserer TV-Schau für euch.

Bei diesem Titel denken wir natürlich sofort an Alfred Hitchcock. Sein Marnie gilt bei manchen als Spätwerk und wird von anderen als definitiver Hitchcock gefeiert. So oder so ist es ein brillant gemachtes Stück Kino voller Obsessionen und Spannung.



Trailer
Nach den Ereignissen in The First Avenger: Civil War kehrt König T'Challa in sein abgeschottetes, aber technologisch überaus fortschrittliches Heimatland Wakanda zurück, um seiner Nation als neuer Anführer zu dienen. Doch bald schon muss er feststellen, dass es noch andere Parteien gibt, die die Macht im Lande anstreben.


Black Panther

Als im Jahre 1972 die Verbreitung pornographischer Inhalte legalisiert wird, erlebt die zuvor in der Illegalität tätige Pornobranche einen regelrechten Boom. Die für HBO produzierte Serie The Deuce schildert anhand zweiter Brüder den Aufstieg und den tiefen Fall des schillernden Business in den 1980er Jahren, der vor allem durch Drogen, das Auftreten von AIDS und die explodierenden Grundstücks- und Mietpreise herbeigeführt wurde.


The Deuce

Die etwa zehn Jahre vor den Ereignissen der ursprünglichen Fernsehserie spielende Serie Star Trek: Discovery zeigt eine noch nie gesehene Ära, die die Geschichte der Föderation geprägt hat. Der Erste Offizier Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) trifft auf neue Schiffe, Welten und Schurken, während die Gefahr eines Krieges droht. Star Trek: Discovery feiert diesen Herbst auf Netflix Premiere.


Star Trek: Discovery

Ein Junge, der Zeuge eines Mordes wurde, wird während eines Banküberfalls als Geisel genommen? Ist das wirklich nur ein Zufall? Oder könnte es nicht nicht sogar sein, dass der Vater des Kindes mit den Geiselnehmern unter einen Decke steckt? Für den alternden Polizeichef, der mit dem Fall betraut wird, läuft die Zeit davon ...


First Kill

Bevor er sein Studium an einer renommierten amerikanischen Universität beginnen sollte, machte sich Gabriel Buchmann auf eine Reise um die Welt. Doch diese hat ihm auf einem Berg in Malawi das Leben gekostet. Sein Freund Fellipe Gamarano Barbosa hat sich mit der Kamera auf den Weg gemacht, die letzten Stationen von Gabriel Buchmann nachzuvollziehen - ein Exkurs über das Reisen und über die Unmöglichkeit, in den Schuhen eines Anderen zu laufen.


Gabriel e a montanha

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