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17 11/05

Der Filmtag im Überblick: 11. Mai - Erben

© Miguel3212 / CC0 1.0
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Tags: Michael Parks, Margot Robbie, Hugh Bonneville, Filmerbe, Cannes 2017, ITFS 2017, FilmPolska 2017, Thom Yorke, Margaret Rutherford
Die anhaltende Filmerbe-Debatte erhitzt weiter die Gemüter. Nun hat sich Helmut Herbst bei Kinematheken.Info mit einem sehr relevanten Text zu Wort gemeldet. Darin macht er unter anderem auf das fehlende technische KnowHow und die Unterbezahlung im Bereich der Restaurierung und Pflege eines Erhalts von Kino als Kulturpraxis aufmerksam. “Eine Vision, die für die unterschiedlichen filmhistorischen, filmtechnischen und logistischen Probleme eine gemeinsame Lösung zur Rettung des gesamten Filmerbe-Bestandes vorschlägt, existiert hierzulande nicht.”

Offen gegenüber Digitalisierung steht man in den USA bei der National Film Preservation Foundation. Diese stellt nun Filme aus dem The Field Guide to Sponsored Films in einem digitalen Screening-Room online zur Verfügung.

Zusammenhängend mit diesen Fragen existiert am Ende immer unsere Wahrnehmung vom Kino und von Filmen. Bei Not on BluRay ist ein spannender Text erschienen, der aufzeigt, wie das Re-Mastering, das hinter Re-Releases steckt, unseren Eindruck der Filmgeschichte verändert und verfälscht.

Aktuelles
Spannende Zahlen über die Kinoentwicklung in der EU im vergangenen Jahr wurden veröffentlicht: 2016 wurden in den 28 EU-Mitgliedstaaten schätzungsweise über 991 Millionen Kinokarten verkauft. Das sind 13,3 Millionen mehr als 2015 und der höchste Stand in der EU seit 2004. Allerdings gingen 2016 die kumulierten Bruttoeinspielergebnisse (in Euro) im Vergleich zum Vorjahr um 2,3% leicht zurück. Die Erlöse lagen mit geschätzten 7,04 Mrd. EUR jedoch das zweite Jahr in Folge über der 7 Milliarden EUR Grenze. Dies ist das zweithöchste Niveau (nicht inflationsbereinigt) nach dem Rekordjahr 2015. Gründe für den leichten Rückgang der Bruttoeinspielergebnisse liegen unter anderem in der Tatsache, dass die Preise für die Kinokarten in einigen Ländern wie Italien, Spanien und Belgien gesunken sind, sowie im Rückgang der Einnahmen in Deutschland und – stark verstärkt durch die Abwertung des britischen Pfunds – im Vereinigten Königreich. Die Animationsfilme Pets und Findet Dorie waren am erfolgreichsten.

Das FilmPolska ist erfolgreich zu Ende gegangen. Zum ersten Mal wurde dabei ein Wettbewerb für junge Regisseure ausgetragen, den Anna Zamecka mit Kommunion gewann.



Ebenfalls zu Ende gingen die Stuttgarter Trickfilmtage, die in der Frankfurter Rundschau äußerst positiv rezensiert werden.

Man darf sehr gespannt sein. Radiohead-Frontmann Thom Yorke wird sich zum ersten Mal als Filmkomponist versuchen und zwar bei Luca Guadagninos Remake von Suspiria, wie Variety schreibt.

Außerdem können sich Fans von Roald Dahl auf ein Biopic über den Autor freuen, wie der Hollywood Reporter berichtet. Hugh Bonneville wird in die Rolle des populären Schreibers schlüpfen. Der Film erzählt die Geschichte seiner Heirat mit Oscargewinnerin Patricia Neal.

Margot Robbie werden wir dagegen demnächst in einem Bankraubthriller sehen. Laut Hollywood Reporter spielt sie in und co-produziert Dreamland von Sundance-Gewinner Miles Joris-Peyrafitte. Der Film ist in den 1930er Jahren angesiedelt und Robbie wird eine Bankräuberin spielen, die auf der Flucht von einem Teenager entdeckt wird.

Ach ja, und nächste Woche startet dieses kleine Festival im Süden Frankreichs. Mit Aus dem Nichts von Fatih Akin ist auch wieder ein deutscher Film im Wettbewerb. Bei Blickpunkt: Film hat der Filmemacher etwas von seinem Film erzählt. Unterdessen hat Cannes nochmal mit Prominenz nachgelegt. So werden Clint Eastwood und Alfonso Cuarón jeweils eine Masterclass an der Croisette geben, wie Indiewire meldet.

Fundstücke
Zur Entspannung ein wenig Kitsch mit diesem Video über Tiefenschärfe:



Außerdem haben wir ein sehr schönes Porträt über Robert De Niro beim Film Comment gefunden.

Trauerfall
Wie unter anderem The Wrap meldet, ist Schauspieler Michael Parks im Alter von 77 Jahren verstorben. Man kannte ihn unter anderem für seine Arbeit in Twin Peaks, Django Unchained, Kill Bill und From Dusk Till Dawn.

Geburtstagskind: Margaret Rutherford (1892-1972)
“You never have a comedian who hasn't got a very deep strain of sadness within him or her. Every great clown has been very near to tragedy.”

Der Geburtstag der Miss-Marple-Darstellerin jährt sich zum 125. Mal. Bei Deutschlandradio Kultur gibt es einen Beitrag zum Anlass.



Filmtipp des Tages
Heute lohnt es sich mal wieder eine Nachteule zu sein, denn spät kann man den Auftakt zu Rudolf Thomes “Formen der Liebe”-Trilogie sehen, Das Mikroskop. Weitere Formen von Liebe und viel Action findet ihr in unserer TV-Schau.

Wenn wir schon bei Filmemachern und ihren Reihen zur Liebe sind, wollen wir euch heute einen Teil aus Manoel de Oliveiras Tetralogie der frustrierten Lieben empfehlen. Seinen jederzeit schwebenden, unsagbar eleganten und traurigen Das Verhängnis der Liebe, basierend auf dem berühmten Roman von Camilo Castelo Branco.



Trailer
Tanzende Nonnen und singende Heilige am Strand. Sowas gibt es natürlich nur von Bruno Dumont, der hier die Kindheit von Jeanne d'Arc im kleinen Dorf Domremy als Musical nachzeichnet. Der Film läuft in der Sektion Quinzaine des Réalisateurs in Cannes.


Jeannette, l’enfance de Jeanne d’Arc

Nach einem Unfall ist der Poetry Slammer Fabien Marsaud querschnittsgelähmt. Als er in ein Reha-Zentrum kommt, lernt er Menschen kennen, denen es ganz ähnlich ergeht. Und nach und nach formt sich aus den Leidensgenossen eine Schickalsgemeinschaft.


Patients

Weil er verhaftet wird, fragt der Gauner Darren seinen Bruder Danny, einen angehenden Koch, ob der nicht bei einem zwielichtigen Deal für ihn einspringen kann. Weil sich die Sache einfach anhört, sagt Danny zu und macht sich gemeinsam mit der Komplizin Ellie an die verabredete Geldübergabe. Doch von da an geht alles schief.


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