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17 06/10

Der Filmtag im Überblick: 06. Oktober - Schwere Vorwürfe

© Georges Biard / CC BY-SA 3.0
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Tags: Agnès Varda, Harvey Weinstein, Ryan Gosling, Harrison Ford, Oscars 2018, Carole Lombard, Anne Wiazemsky
Harvey Weinstein zählt zu den erfolgreichsten Hollywood-Produzenten. Derzeit ist er jedoch nicht mit seinen Filmprojekten, sondern aufgrund schwerwiegender Vorwürfe in den Schlagzeilen: Frühere Mitarbeiterinnen sowie Schauspielerinnen (darunter Ashley Judd und Rose McGowan) werfen Weinstein u.a. vor, sie sexuell belästigt zu haben. Mindestens acht Frauen sollen in den vergangenen Jahren einen außergerichtlichen Vergleich mit Weinstein getroffen haben; nun sprechen sie auch öffentlich darüber. In der New York Times gibt es einen ausführlichen Artikel. Ein Statement von Weinstein wurde dort ebenfalls veröffentlicht.

Aktuelles
Wie Blickpunkt:Film berichtet, wird George Clooney vom American Film Institute mit dem jährlich vergebenen AFI Life Achievement Award für seine Verdienste um die Filmbranche geehrt.

In einem Interview mit Indiewire ließ die "Mutter der Nouvelle Vague" Agnès Varda verlauten, dass Faces Places ihr letzter Film sein könnte. Sie sei jedoch weiterhin künstlerisch aktiv. Ein Interview der ganz anderen Art gaben Harrison Ford und Ryan Gosling in der Show This Morning. Die beiden hatten offensichtlich sehr viel Spaß beim Promoten ihres Films Blade Runner 2049.



Nachdem nach und nach alle Oscar-Kandidaten für den Besten Nicht-Englischsprachigen Film verkündet wurden, gibt es nun auf Indiewire eine Übersicht über alle 92 Einreichungen.

In einem Artikel geht Indiewire indessen der Frage nach, warum sich so viele Biopics als Flops an den Kinokassen erweisen.

Ganz anders ergeht es da dem Lokalkrimi aus Bayern: Wie der Constantin-Film-Presse-Service verlauten ließ, schreibt die Grießnockerlaffäre um den missmutigen Dorfpolizisten Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) mit 800.000 Besuchern in Bayern Rekordzahlen.

Fundstücke
Es gibt Serien, die laufen so lange, bis sie keiner mehr sehen will - und solche, die ein perfektes Ende finden. Dieses Video-Essay widmet sich den gelungenen finalen Momenten in Serien:



Und als wunderbar-trashige Einstimmung auf das Wochenende noch ein 1980er-Jahre-Revival mit Chuck Norris, Kim Basinger, Harrison Ford und vielen schrägen Gestalten:



Trauerfall
Die Schauspielerin Anne Wiazemsky ist am Donnerstag im Alter von 70 Jahren verstorben; die Süddeutsche hat einen schönen Nachruf verfasst. Auf Wiazemskys Memoiren basiert der Film Le Redoutable von Michel Hazanavicius, der in diesem Jahr in Cannes sowie auf dem Filmfest München gezeigt wurde. In Die Chinesin (1967) von ihrem Kurzzeit-Ehemann Jean-Luc Godard war Wiazemsky ebenso zu sehen wie etwa in Robert Bressons Zum Beispiel Balthasar (1966) und in Teorema (1968) von Pier Paolo Pasolini.



Geburtstagskind: Carole Lombard (1908-1942)
"I can't imagine a duller fate than being the best-dressed woman in reality. When I want to do something, I don't pause to contemplate whether I'm exquisitely gowned. I want to live, not pose!"



Filmtipps
Das (Sub-)Genre der Liebesdramödie hat in den letzten Jahren nur wenige richtig gelungene Vertreter hervorgebracht. Da kann es an einem Herbstabend wie heute durchaus reizvoll sein, sich in die Zeit des klassischen Hollywoodfilms zu begeben und ein Werk aus der Filmografie unseres heutigen Geburtstagskindes Carole Lombard anzuschauen - so etwa Ein ideales Paar (Made for Each Other) aus dem Jahre 1939, in dem James Stewart als Lombards Co-Star agiert.



Ganz und gar hollywood-unlike geht es hingegen heute im TV zu - denn im irischen Buddy Movie The Guard - Ein Ire sieht schwarz wollen sich die beiden ungleichen Protagonisten, gespielt von Brendan Gleeson und Don Cheadle, einfach nicht zusammenraufen.



Am Wochenende bietet das Fernsehprogramm Werke von René Clément, Kelly Reichardt, Spike Lee, Ridley Scott, Sam Raimi, Pedro Almodóvar und vielen mehr.

Außerdem haben wir wieder unsere VoD-Tipps des Monats.

Trailer
Ein wilder Ritt durch einen kleinen abgefuckten Vorort in Großbritannien im Jahre 1977. Es geht um Punk, die erste Liebe. Vic (Abraham Lewis), John (Ethan Lawrence) und Enn (Alex Sharp) sind gerade so weit in der Pubertät, dass es Zeit wird, endlich mit Mädchen rumzumachen. Wenn sie denn wüssten, wie man an die rankommt ...


How to Talk to Girls at Parties

Neïla Salah ist in Creteil, einem Vorort von Paris mit schlechtem Ruf aufgewachsen, doch dank ihres Talents findet sie den Weg heraus und strebt mit ihrem Studium eine Karriere als Rechtsanwältin an. In dem Professor Pierre Mazard findet sie einen Mentor, der sie dazu überredet, an einem Rhetorik-Wettbewerb teilzunehmen - und Mazard entpuppt sich dabei als regelrechter Tyrann, der seinen Schützling mit allen Mitteln an die Spitze peitschen will ...


Le Brio

Unter Verwendung von bislang unveröffentlichtem Filmmaterial schildert Brett Morgen Jane Goodalls frühe Exkursionen und Feldstudien, ihre Beziehung zu ihrem Kameramann und Lebensgefährten Hugo van Lawick und zeigt ihre Arbeit mit ihren geliebten Schimpansen.


Jane

Nachdem in einer deutschen Kleinstadt ein Junge verschwunden ist, begibt sich der gesamte Ort auf die fieberhafte Suche nach dem Kind. Dabei kommen aber auch Geheimnisse und unterdrückte Wahrheiten an die Oberfläche, die besser verborgen geblieben wären. Die zehnteilige, für Netflix produzierte Serie ist die erste deutsche Produktion für den Streaming-Giganten.


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