03.11.06
"Borat" bald vor Gericht?
Hamburg – Kinogänger sind von den Abenteuern des kasachischen Journalisten Borat in den USA begeistert. Das Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung (EZAF) in Hamburg findet den Film jedoch nicht zum Lachen und hat gegen den Komiker Sacha Baron Cohen, den Filmverleih Twentieth Century Fox, den Internetprovider Schlund + Partner AG, die Fernsehsender RTL, SAT1, ProSieben, MTV, die TV-Spots für den Film ausgestrahlt haben, sowie gegen die Interseite "Die Welt online" Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Es sieht nun so aus als müssten bald die Gerichte entscheiden, ob Cohen in seinem Film zu weit gegangen ist.
Das Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung moniert insbesonders eine Szene, in der sich Borat bei einer Probefahrt in einem Geländewagen vom Typ Hummer erkundigt, ob der Wagen beschädigt werden könne, wenn er damit in eine Gruppe "Zigeuner" fahre. Das EZAF sieht damit den Tatbestand der Volksverhetzung, Beleidigung und des Aufrufs zur Gewalt gegen Sinti und Roma für gegeben. Zudem verstoße der Trailer gegen das Gleichbehandlungsgesetz. Twentieth Century Fox hat inzwischen den umstrittenen Trailer überarbeitet und die strittige Szene entfernt und anstößige Inhalte von der Website www.borat.de gelöscht.
Die Strafanzeige gegen "Die Welt online" beruht auf einem Gespräch mit Sacha Baron Cohen, in dem der fiktive Charakter "Borat" interviewt wird. In dem Interview beschreibt "Borat" ein kasachisches Hotel, mit einem "Gehege, wo Kinder auf Eichhörnchen, Hunde und Zigeuner schießen können." Das EZAF beschuldigt die Website, Baron die Gelegenheit eröffnet zu haben "vermeintlich satirische, aber tatsächlich volksverhetzende, beleidigende und zu öffentlichen Gewalthandlungen aufrufende Äußerungen gegen Roma und Sinti zu tätigen."
Das Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung moniert insbesonders eine Szene, in der sich Borat bei einer Probefahrt in einem Geländewagen vom Typ Hummer erkundigt, ob der Wagen beschädigt werden könne, wenn er damit in eine Gruppe "Zigeuner" fahre. Das EZAF sieht damit den Tatbestand der Volksverhetzung, Beleidigung und des Aufrufs zur Gewalt gegen Sinti und Roma für gegeben. Zudem verstoße der Trailer gegen das Gleichbehandlungsgesetz. Twentieth Century Fox hat inzwischen den umstrittenen Trailer überarbeitet und die strittige Szene entfernt und anstößige Inhalte von der Website www.borat.de gelöscht.
Die Strafanzeige gegen "Die Welt online" beruht auf einem Gespräch mit Sacha Baron Cohen, in dem der fiktive Charakter "Borat" interviewt wird. In dem Interview beschreibt "Borat" ein kasachisches Hotel, mit einem "Gehege, wo Kinder auf Eichhörnchen, Hunde und Zigeuner schießen können." Das EZAF beschuldigt die Website, Baron die Gelegenheit eröffnet zu haben "vermeintlich satirische, aber tatsächlich volksverhetzende, beleidigende und zu öffentlichen Gewalthandlungen aufrufende Äußerungen gegen Roma und Sinti zu tätigen."
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