26.10.07
Berlinale plant Buñuel-Retrospektive
Berlin - Mit einem rasiermesserscharfen Schnitt durch ein Auge fängt alles an: Im Sommer 1929 hat Un chien andalou (Ein andalusischer Hund) in Paris Premiere. Publikum und Kritik sind begeistert vom Debüt des spanischen Regisseurs Luis Buñuel. Nach diesem Erfolg löst sein zweiter Film L’âge d’or (Das goldene Zeitalter, 1930) eine Welle der Empörung aus, Film und Regisseur werden als "antiklerikal" verunglimpft, und der französische Staat verbietet L’âge d’or. Im Laufe seines künstlerischen Schaffens wird Luis Buñuel immer wieder mit staatlicher und kirchlicher Zensur zusammentreffen.
Die Retrospektive der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin (7.2.-17.2.2008) ehrt den 1983 verstorbenen spanischen Regisseur Luis Buñuel mit einer umfassenden Werkschau seiner Filme. Hinzu kommen Arbeiten, bei denen er als Regie-Assistent, Drehbuchautor oder Produzent tätig war. Ergänzend zum Filmprogramm findet eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Diskussionen statt.
Nach seinem Karrierestart in Frankreich, lebt Buñuel in den folgenden Jahren in Spanien und USA und geht in den 40er Jahren nach Mexiko, wo er wie viele andere spanische Intellektuelle und Künstler eine neue Heimat findet. Mit rund 20 Filmen zählt seine mexikanische Schaffensperiode zur produktivsten.
"Buñuel gehörte zur künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhundert und hat eine neue Bildsprache im Kino entwickelt, die heutige Filmemachergenerationen beeinflusst hat; deshalb ehren wir mit unserer Retrospektive das Werk dieses bedeutenden Regisseurs", sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.
Die Retrospektive der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin (7.2.-17.2.2008) ehrt den 1983 verstorbenen spanischen Regisseur Luis Buñuel mit einer umfassenden Werkschau seiner Filme. Hinzu kommen Arbeiten, bei denen er als Regie-Assistent, Drehbuchautor oder Produzent tätig war. Ergänzend zum Filmprogramm findet eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Diskussionen statt.
Nach seinem Karrierestart in Frankreich, lebt Buñuel in den folgenden Jahren in Spanien und USA und geht in den 40er Jahren nach Mexiko, wo er wie viele andere spanische Intellektuelle und Künstler eine neue Heimat findet. Mit rund 20 Filmen zählt seine mexikanische Schaffensperiode zur produktivsten.
"Buñuel gehörte zur künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhundert und hat eine neue Bildsprache im Kino entwickelt, die heutige Filmemachergenerationen beeinflusst hat; deshalb ehren wir mit unserer Retrospektive das Werk dieses bedeutenden Regisseurs", sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.
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