18.06.09
„Am Ende haben sie noch eine Chance“ – Interview mit Maren Ade zu „Alle Anderen“
Fünf Jahre nach ihrem Debütfilm Der Wald vor lauter Bäumen (2003) hat Maren Ade, 1976 in Karlsruhe geboren, ihren zweiten Film gedreht. Alle Anderen hat auf der diesjährigen Berlinale gleich zwei Silberne Bären gewonnen, einer davon ging an die Hauptdarstellerin Birgit Minichmayr. Im Interview mit kino-zeit.de spricht die Nachwuchsregisseurin und Drehbuchautorin über ihren neuen Film.
Maren Ade, hat Sie der Erfolg auf der Berlinale überrascht?
Natürlich, so etwas überrascht einen total. Man rechnet nicht damit. Ich hatte ein bisschen gehofft, dass Birgit Minichmayr im Rennen ist. Aber mit dem zweiten Silbernen Bären haben wir wirklich gar nicht gerechnet.
Verändern Preise wie diese Ihre Arbeit?
Ich weiß es nicht. Ich habe noch nicht angefangen, etwas Neues zu schreiben. Ich merke aber, dass es einen sehr glücklich macht und Selbstbewusstsein gibt. Es ist eine große Bestätigung. Ich habe jetzt trotzdem nicht das Gefühl, dass ich deshalb weiß, wie man Filme macht.
In der Filmgeschichte gibt es unendlich viele Liebes- und Beziehungsfilme. Gab es für Ihren Film bestimmte filmische Vorbilder?
Ich habe mir diese ganzen Klassiker angesehen und mich damit beschäftigt. Szenen einer Ehe war einer der Vorbilder für den Film. Auch da wird viel über Dialog verhandelt und er ist auch sehr stark auf zwei Schauspieler konzentriert. Den haben wir uns gemeinsam beim Proben angesehen. Birgit Minichmayr saß ganz nah vor dem Fernseher. Wegen der Liebesszenen haben wir uns auch Wenn die Gondeln Trauer tragen angesehen.
Sie haben einmal gesagt, Ihre Geschichten entwickeln sich aus den Figuren. Welche der beiden Figuren stand hier am Anfang?
Eigentlich stand Gitti am Anfang. Ich habe mich erst ziemlich lange mit ihrer Figur beschäftigt. Sie ist mir auch näher. Ich wusste von Anfang an, dass ich einen Film über ein Paar machen will. Die ersten Entwürfe waren aber sehr Gitti-lastig. Ich habe mich dann noch einmal richtig gezielt mit der Figur von Chris beschäftigt. Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass ich mich bei ihm nicht so gut auskenne wie bei ihr. Deshalb war es dann auch wichtig, sich ab einem bestimmten Punkt mit Männern darüber zu unterhalten.
Was hat Lars Eidinger seiner Figur noch dazu gegeben, was sie ursprünglich nicht geplant hatten?
Alles. So eine Figur, die man da mal im Kopf hatte, die wird so ausgelöscht, dadurch dass sie jemand spielt. Ich kann das gar nicht mehr von ihm trennen. Er ist diese Figur und die andere Figur gibt es nicht mehr.
Woran krankt Ihrer Meinung nach die Beziehung zwischen Gitti und Chris besonders?
Auf der einen Seite sind die beiden sind ungleich. Auf der anderen Seite haben sie sich einander noch gar nicht richtig gezeigt und offenbart. Ich glaube, beide haben Angst, dass der andere sie nicht wirklich so mag, wie sie wirklich sind. Die Beziehung ist noch jung. Ich habe das Gefühl, sie haben noch viel auszukämpfen. Die Machtverhältnisse sind noch nicht ganz geklärt. Beide wünschen sich vom anderen dasselbe, nämlich Anerkennung, Zuneigung und Verantwortung.
Reden wir etwas über das Ende des Films. Da wird eine ganz große Spannung aufgebaut. Wie kam es dazu?
Das Ende ist sehr spät entstanden. Ich habe mich auch schon bei meinem ersten Film wahnsinnig schwer getan, ein Ende zu finden. Ich habe das Gefühl gehabt, ich könnte das jetzt ewig so weiter schreiben. Für mich will Gitti Chris nicht verlassen. Sie glaubt, dass sie ihn verlassen muss, aber emotional will sie es eigentlich nicht und sie versucht, die Entscheidung an ihn abzugeben. Sie stellt sich tot und gibt ihm damit ein Rätsel auf oder stellt ihm eine Frage, die er richtig beantwortet, indem er sie spielerisch beantwortet. Damit löst sie so ein bisschen den Knoten bei den beiden. Ich glaube, dass die beiden am Ende noch eine Chance haben. Dadurch dass sie auch erkennen, dass sie sich eigentlich so verstellt und verloren haben. Es ist ein offenes Ende. Man darf das lesen, wie man will – ob positiv oder negativ.
Standen alle Dialoge im Drehbuch oder wurde auch viel improvisiert?
Nein, wir haben viel gedreht, viel an den Szenen gefeilt, viel an den Subtexten geschraubt, viel ausprobiert, aber es wurde kein Dialog erfunden. Es stand das meiste so im Drehbuch, was nicht heißt, dass die beiden keine Freiheiten hatten oder sich nicht auch eingebracht haben.
Wie kam es zu der Entscheidung, die beiden Hauptrollen mit Birgit Minichmayr und Lars Eidinger zu besetzen?
Ich habe ein Casting gemacht und mir relativ viele Schauspieler angesehen, weil ich wusste, dass ich ein Paar finden muss. Ich brauchte die richtige Konstellation. Ich habe sie dann in der zweiten Casting-Runde miteinander kombiniert. Das war sehr spannend. Ich hatte das Gefühl, dass sie auf eine Art gleich stark sind. Sie sind beide tolle Schauspieler, sehr besondere Typen und sie haben mich als Paar überzeugt.
Die beiden Protagonisten sind Anfang, Mitte 30. Inwiefern hat denn der Film speziell etwas mit Ihrer Generation zu tun?
Für mich sind Gitti und Chris ein modernes Paar, die am Anfang eine sehr gleichberechtigte Beziehung haben, wo es nicht so stark um Geschlechterrollen geht. Der Film stellt die Frage, ob das alles reibungsvoll funktioniert oder ob es da nicht doch noch vielleicht Sehnsüchte nach etwas Konventionelleren gibt. Vielleicht ist das etwas, was für meine Generation typisch ist. Trotzdem hoffe und glaube ich, dass der Film noch etwas Allgemeingültiges über Liebesbeziehungen erzählt. Es sollte auch ein Film sein, der etwas darüber erzählt, wie schön es ist, jemanden zu lieben oder geliebt zu werden. Wie schrecklich und anstrengend es auch sein kann, mit dieser Person zusammen sein zu müssen. Ich hoffe, dass sich da auch Leute unterschiedlichen Alters wieder finden.
Sie haben bei dem Film nicht nur Regie geführt und das Drehbuch geschrieben, sondern waren auch für die Produktion verantwortlich. Wie schwer oder leicht ist es Ihnen gefallen, das auseinander zu halten?
Ich hatte ja noch zwei andere Produzenten. Janine Jackowski, mit der ich schon lange zusammenarbeite, übernimmt relativ früh diese Aufgabe alleine. Ich brauche auch ein Gegenüber, mit dem ich mich auseinandersetze. Trotzdem findet bei uns dieser Austausch immer auf Augenhöhe statt und wir entscheiden alles gemeinsam. Auch finanzielle Entscheidungen sind beim Film kreative Entscheidungen, weil das einfach miteinander verschmilzt. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich diese Doppelfunktion habe.
Wenn man auf Sardinien dreht, erleichtert das die Arbeit?
Ich habe ja noch nicht soviel gedreht, aber ich glaube schon, dass es die Arbeit erleichtert hat. Es war wahnsinnig schön da. Es gab eine sehr schlechte Handyverbindung und auch keine Festnetztelefone in den Häusern, in denen wir gewohnt haben. Deshalb war jeder von seinem Alltag ziemlich abgeschnitten. Dadurch entstand eine große Konzentration. Es ist auch einfach toll, wenn man nach dem Drehen noch einmal ins Meer springen kann. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich während der ganzen drei, vier Monate da, nur zweimal schwimmen war. Aber ich habe das Meer vor meinem Haus gesehen. Man konnte sich dann gut erholen.
Sie werden oft der Berliner Schule zugeordnet. Der Kameramann Bernhard Keller hat bereits mit anderen Regisseuren wie Christoph Hochhäusler und Valeska Griesebach der Berliner Schule gearbeitet. War Ihnen speziell diese Erfahrung wichtig?
Ich finde, dass Bernhard Keller ein ganz toller Kameramann ist. Er hat aber auch sehr viele unterschiedliche Filme gemacht. Ich fand seine Arbeit toll und konnte mich mit ihm austauschen und habe mich deshalb für ihn entschieden. Ich habe nicht gedacht, der macht jetzt diesen einen Stil und den will ich.
Wie sehen Sie generell Ihre Zuordnung zur Berliner Schule?
Ich bin mit einigen Regisseuren befreundet und arbeite auch mit manchen zusammen. Wir tauschen uns aus. Ich freue mich auch, wenn ich im Kontext mit den Filmen der Berliner Schule genannt werde, die ich toll finde. Für mich ist das eher ein freundschaftlicher Zusammenhang und ich kann mit dem Begriff nicht soviel anfangen. Ich finde es auch manchmal schade, weil ich die Filme sehr unterschiedlich finde. Und man natürlich immer will, dass das Besondere an den eigenen Filmen gesehen und nicht sofort auf Gemeinsamkeiten untersucht wird.
Was kommt als nächstes Projekt?
Als nächstes produzieren wir als Firma einen Film, der Die Schlafkrankheit von Ulrich Köhler heißt. Den drehen wir Ende des Jahres in Kamerun. Da bin ich als Produzentin beteiligt, aber das meiste macht meine Partnerin Janine Jackowski. Als Regisseurin habe ich noch keinen Plan und keine neue Idee. Ich genieße es gerade, zu lesen, Filme zu gucken, ein wenig Freiheit zu haben. Ich bin froh, dass ich nicht sofort wieder etwas machen muss.
(Das Gespräch führte Katrin Knauth)
Maren Ade, hat Sie der Erfolg auf der Berlinale überrascht?
Natürlich, so etwas überrascht einen total. Man rechnet nicht damit. Ich hatte ein bisschen gehofft, dass Birgit Minichmayr im Rennen ist. Aber mit dem zweiten Silbernen Bären haben wir wirklich gar nicht gerechnet.
Verändern Preise wie diese Ihre Arbeit?
Ich weiß es nicht. Ich habe noch nicht angefangen, etwas Neues zu schreiben. Ich merke aber, dass es einen sehr glücklich macht und Selbstbewusstsein gibt. Es ist eine große Bestätigung. Ich habe jetzt trotzdem nicht das Gefühl, dass ich deshalb weiß, wie man Filme macht.
In der Filmgeschichte gibt es unendlich viele Liebes- und Beziehungsfilme. Gab es für Ihren Film bestimmte filmische Vorbilder?
Ich habe mir diese ganzen Klassiker angesehen und mich damit beschäftigt. Szenen einer Ehe war einer der Vorbilder für den Film. Auch da wird viel über Dialog verhandelt und er ist auch sehr stark auf zwei Schauspieler konzentriert. Den haben wir uns gemeinsam beim Proben angesehen. Birgit Minichmayr saß ganz nah vor dem Fernseher. Wegen der Liebesszenen haben wir uns auch Wenn die Gondeln Trauer tragen angesehen.
Sie haben einmal gesagt, Ihre Geschichten entwickeln sich aus den Figuren. Welche der beiden Figuren stand hier am Anfang?
Eigentlich stand Gitti am Anfang. Ich habe mich erst ziemlich lange mit ihrer Figur beschäftigt. Sie ist mir auch näher. Ich wusste von Anfang an, dass ich einen Film über ein Paar machen will. Die ersten Entwürfe waren aber sehr Gitti-lastig. Ich habe mich dann noch einmal richtig gezielt mit der Figur von Chris beschäftigt. Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass ich mich bei ihm nicht so gut auskenne wie bei ihr. Deshalb war es dann auch wichtig, sich ab einem bestimmten Punkt mit Männern darüber zu unterhalten.
Was hat Lars Eidinger seiner Figur noch dazu gegeben, was sie ursprünglich nicht geplant hatten?
Alles. So eine Figur, die man da mal im Kopf hatte, die wird so ausgelöscht, dadurch dass sie jemand spielt. Ich kann das gar nicht mehr von ihm trennen. Er ist diese Figur und die andere Figur gibt es nicht mehr.
Woran krankt Ihrer Meinung nach die Beziehung zwischen Gitti und Chris besonders?
Auf der einen Seite sind die beiden sind ungleich. Auf der anderen Seite haben sie sich einander noch gar nicht richtig gezeigt und offenbart. Ich glaube, beide haben Angst, dass der andere sie nicht wirklich so mag, wie sie wirklich sind. Die Beziehung ist noch jung. Ich habe das Gefühl, sie haben noch viel auszukämpfen. Die Machtverhältnisse sind noch nicht ganz geklärt. Beide wünschen sich vom anderen dasselbe, nämlich Anerkennung, Zuneigung und Verantwortung.
Reden wir etwas über das Ende des Films. Da wird eine ganz große Spannung aufgebaut. Wie kam es dazu?
Das Ende ist sehr spät entstanden. Ich habe mich auch schon bei meinem ersten Film wahnsinnig schwer getan, ein Ende zu finden. Ich habe das Gefühl gehabt, ich könnte das jetzt ewig so weiter schreiben. Für mich will Gitti Chris nicht verlassen. Sie glaubt, dass sie ihn verlassen muss, aber emotional will sie es eigentlich nicht und sie versucht, die Entscheidung an ihn abzugeben. Sie stellt sich tot und gibt ihm damit ein Rätsel auf oder stellt ihm eine Frage, die er richtig beantwortet, indem er sie spielerisch beantwortet. Damit löst sie so ein bisschen den Knoten bei den beiden. Ich glaube, dass die beiden am Ende noch eine Chance haben. Dadurch dass sie auch erkennen, dass sie sich eigentlich so verstellt und verloren haben. Es ist ein offenes Ende. Man darf das lesen, wie man will – ob positiv oder negativ.
Standen alle Dialoge im Drehbuch oder wurde auch viel improvisiert?
Nein, wir haben viel gedreht, viel an den Szenen gefeilt, viel an den Subtexten geschraubt, viel ausprobiert, aber es wurde kein Dialog erfunden. Es stand das meiste so im Drehbuch, was nicht heißt, dass die beiden keine Freiheiten hatten oder sich nicht auch eingebracht haben.
Wie kam es zu der Entscheidung, die beiden Hauptrollen mit Birgit Minichmayr und Lars Eidinger zu besetzen?
Ich habe ein Casting gemacht und mir relativ viele Schauspieler angesehen, weil ich wusste, dass ich ein Paar finden muss. Ich brauchte die richtige Konstellation. Ich habe sie dann in der zweiten Casting-Runde miteinander kombiniert. Das war sehr spannend. Ich hatte das Gefühl, dass sie auf eine Art gleich stark sind. Sie sind beide tolle Schauspieler, sehr besondere Typen und sie haben mich als Paar überzeugt.
Die beiden Protagonisten sind Anfang, Mitte 30. Inwiefern hat denn der Film speziell etwas mit Ihrer Generation zu tun?
Für mich sind Gitti und Chris ein modernes Paar, die am Anfang eine sehr gleichberechtigte Beziehung haben, wo es nicht so stark um Geschlechterrollen geht. Der Film stellt die Frage, ob das alles reibungsvoll funktioniert oder ob es da nicht doch noch vielleicht Sehnsüchte nach etwas Konventionelleren gibt. Vielleicht ist das etwas, was für meine Generation typisch ist. Trotzdem hoffe und glaube ich, dass der Film noch etwas Allgemeingültiges über Liebesbeziehungen erzählt. Es sollte auch ein Film sein, der etwas darüber erzählt, wie schön es ist, jemanden zu lieben oder geliebt zu werden. Wie schrecklich und anstrengend es auch sein kann, mit dieser Person zusammen sein zu müssen. Ich hoffe, dass sich da auch Leute unterschiedlichen Alters wieder finden.
Sie haben bei dem Film nicht nur Regie geführt und das Drehbuch geschrieben, sondern waren auch für die Produktion verantwortlich. Wie schwer oder leicht ist es Ihnen gefallen, das auseinander zu halten?
Ich hatte ja noch zwei andere Produzenten. Janine Jackowski, mit der ich schon lange zusammenarbeite, übernimmt relativ früh diese Aufgabe alleine. Ich brauche auch ein Gegenüber, mit dem ich mich auseinandersetze. Trotzdem findet bei uns dieser Austausch immer auf Augenhöhe statt und wir entscheiden alles gemeinsam. Auch finanzielle Entscheidungen sind beim Film kreative Entscheidungen, weil das einfach miteinander verschmilzt. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich diese Doppelfunktion habe.
Wenn man auf Sardinien dreht, erleichtert das die Arbeit?
Ich habe ja noch nicht soviel gedreht, aber ich glaube schon, dass es die Arbeit erleichtert hat. Es war wahnsinnig schön da. Es gab eine sehr schlechte Handyverbindung und auch keine Festnetztelefone in den Häusern, in denen wir gewohnt haben. Deshalb war jeder von seinem Alltag ziemlich abgeschnitten. Dadurch entstand eine große Konzentration. Es ist auch einfach toll, wenn man nach dem Drehen noch einmal ins Meer springen kann. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich während der ganzen drei, vier Monate da, nur zweimal schwimmen war. Aber ich habe das Meer vor meinem Haus gesehen. Man konnte sich dann gut erholen.
Sie werden oft der Berliner Schule zugeordnet. Der Kameramann Bernhard Keller hat bereits mit anderen Regisseuren wie Christoph Hochhäusler und Valeska Griesebach der Berliner Schule gearbeitet. War Ihnen speziell diese Erfahrung wichtig?
Ich finde, dass Bernhard Keller ein ganz toller Kameramann ist. Er hat aber auch sehr viele unterschiedliche Filme gemacht. Ich fand seine Arbeit toll und konnte mich mit ihm austauschen und habe mich deshalb für ihn entschieden. Ich habe nicht gedacht, der macht jetzt diesen einen Stil und den will ich.
Wie sehen Sie generell Ihre Zuordnung zur Berliner Schule?
Ich bin mit einigen Regisseuren befreundet und arbeite auch mit manchen zusammen. Wir tauschen uns aus. Ich freue mich auch, wenn ich im Kontext mit den Filmen der Berliner Schule genannt werde, die ich toll finde. Für mich ist das eher ein freundschaftlicher Zusammenhang und ich kann mit dem Begriff nicht soviel anfangen. Ich finde es auch manchmal schade, weil ich die Filme sehr unterschiedlich finde. Und man natürlich immer will, dass das Besondere an den eigenen Filmen gesehen und nicht sofort auf Gemeinsamkeiten untersucht wird.
Was kommt als nächstes Projekt?
Als nächstes produzieren wir als Firma einen Film, der Die Schlafkrankheit von Ulrich Köhler heißt. Den drehen wir Ende des Jahres in Kamerun. Da bin ich als Produzentin beteiligt, aber das meiste macht meine Partnerin Janine Jackowski. Als Regisseurin habe ich noch keinen Plan und keine neue Idee. Ich genieße es gerade, zu lesen, Filme zu gucken, ein wenig Freiheit zu haben. Ich bin froh, dass ich nicht sofort wieder etwas machen muss.
(Das Gespräch führte Katrin Knauth)
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