Kühl und präzise
Es geschieht in finsterster Nacht: Auf einem Feldweg überfährt der Autohändler Phillip Wagner, abgelenkt von einem Streit mit seiner Freundin am Handy, am Steuer seines roten Ro 80 einen kleinen Jungen auf dem Fahrrad. Geschockt steigt der Man aus seinem Auto. Schaut nach dem Jungen, sieht, dass dieser schwer verletzt ist, zögert, überlegt. Dann steigt er wieder ein und fährt davon. Eine Situation, wie sie tagtäglich in Deutschland passiert. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, und alles kann sich verändern.
Phillip Wagner hat Glück im Unglück – zunächst: Denn der Junge überlebt den Unfall und die Polizei ist auf der Suche nach einem anderen Unfallfahrzeug. Das Leben geht weiter, ganz normal scheinbar, so als sei nichts geschehen. Und selbst die Brüche in der Beziehung mit seiner Freundin scheinen wieder zu heilen, ein Urlaub bringt die beiden einander wieder näher.
Doch als Phillip zurückkehrt, ist der Junge tot, überraschend gestorben. Geschockt sucht Phillip die Nähe zur verzweifelten Mutter des Jungen, die nur noch einen Gedanken kennt – sie will den Schuldigen am Tod ihres Sohnes ausfindig machen...
Mit der kühlen Präzision eines Anatomen seziert der Regisseur Christian Petzold (Die Innere Sicherheit) die Gefühlswelt seiner Figuren und lässt sie vor dem Hintergrund großer Themen wie Tod, Schuld und Vergebung äußerst zurückhaltend agieren. Wie in Trance bewegen sich die ausgezeichneten Akteure, allen voran Benno Fürmann und Nina Hoss durch das Labyrinth einer Welt, die mit einem Schlag nicht mehr die ihre zu sein scheint. Ein kühler, spartanischer und zugleich zutiefst bewegender Film, der unter die Haut geht
Phillip Wagner hat Glück im Unglück – zunächst: Denn der Junge überlebt den Unfall und die Polizei ist auf der Suche nach einem anderen Unfallfahrzeug. Das Leben geht weiter, ganz normal scheinbar, so als sei nichts geschehen. Und selbst die Brüche in der Beziehung mit seiner Freundin scheinen wieder zu heilen, ein Urlaub bringt die beiden einander wieder näher.
Doch als Phillip zurückkehrt, ist der Junge tot, überraschend gestorben. Geschockt sucht Phillip die Nähe zur verzweifelten Mutter des Jungen, die nur noch einen Gedanken kennt – sie will den Schuldigen am Tod ihres Sohnes ausfindig machen...
Mit der kühlen Präzision eines Anatomen seziert der Regisseur Christian Petzold (Die Innere Sicherheit) die Gefühlswelt seiner Figuren und lässt sie vor dem Hintergrund großer Themen wie Tod, Schuld und Vergebung äußerst zurückhaltend agieren. Wie in Trance bewegen sich die ausgezeichneten Akteure, allen voran Benno Fürmann und Nina Hoss durch das Labyrinth einer Welt, die mit einem Schlag nicht mehr die ihre zu sein scheint. Ein kühler, spartanischer und zugleich zutiefst bewegender Film, der unter die Haut geht
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Wolfsburg
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2003
Länge:
93 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
CAST & CREW
Regie:
Christian Petzold
Hauptdarsteller:
Benno Fürmann, Nina Hoss, Antje Westermann, Astrid Meyerfeldt, Matthias Matschke
FILMBEWERTUNG
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