Wilbur Wants to Kill Himself
Originaltitel:
Wilbur begår selvmord - TV-Tipp der Woche
Leserbewertung:
Noch nicht genügend Bewertungen
Mittwoch, 4. Juni 2008, ARTE, 22:20 Uhr
Eigentlich steht Wilbur (Jamie Sives) ja mitten im Leben, doch der Mann Anfang Dreißig aus Glasgow ist eigentlich eine Leiche auf Urlaub – so zumindest seine Selbstwahrnehmung. Immer wieder versucht er auf verschiedene Art und Weise, aus dem Leben zu scheiden, doch ein ums andere Mal scheitert Wilbur, ganz gleich, ob er Medikamente, Gas oder den Strick wählt. Was vielleicht daran liegen mag, dass der Lebensmüde mit schöner Regelmäßigkeit seinen Bruder Harbour (Adrian Rawlins), einen ebenso erfolglosen wie chronisch optimistischen Antiquar, informiert und der ihn stets gerade so eben noch retten kann. Die Gründe für Wilburs Lebensmüdigkeit, sie liegen einigermaßen im Dunkeln, doch man ahnt, dass der Tod des Vaters vor kurzer Zeit und das frühe Dahinscheiden seiner Mutter Wilbur schwer zugesetzt haben dürften.
Weder die Fürsorge Harbours noch die Bemühungen von Wilburs Psychologen Horst (Mads Mikkelsen) und schon gar nicht die unzähligen Frauen, die dem chronischen Pessimisten zu Füßen liegen, können ihn von seinem Wunsch heilen, möglichst schnell das Zeitliche zu segnen. Als Wilbur bei seinem Bruder einzieht und dieser sein Glück mit Alice (Shirley Henderson) und deren Tochter Mary (Lisa McKinlay) findet, scheint alles seinen gewohnten Lauf zu nehmen. Doch dann muss Wilbur feststellen, wie flüchtig die Liebe und das Leben sein können, denn sein Bruder bricht zusammen und bekommt eine schreckliche Diagnose...
"Dogma goes Scotland" – unter diesem Motto stand Lone Scherfigs Nachfolgefilm für den vielfach ausgezeichneten Italienisch für Anfänger / Italiensk for begyndere. Zwar sind die Beschränkungen von Dogma 95 hier allenfalls noch ansatzweise zu spüren und zu sehen in dieser Tragikomödie, dafür sprüht Wilbur Wants to Kill Himself nur so vor schrägen Typen, absurden Situationen und bissigem Humor, der sich niemals über die Menschen lustig macht, sondern sie stets ernst nimmt. Ein Film über das Leben, den Tod und die Liebe, der in seinem liebevoll-ernüchternden Blick durchaus auf einer Linie mit einem echten Klassiker wie Harold und Maude liegt.
(Joachim Kurz)
Weder die Fürsorge Harbours noch die Bemühungen von Wilburs Psychologen Horst (Mads Mikkelsen) und schon gar nicht die unzähligen Frauen, die dem chronischen Pessimisten zu Füßen liegen, können ihn von seinem Wunsch heilen, möglichst schnell das Zeitliche zu segnen. Als Wilbur bei seinem Bruder einzieht und dieser sein Glück mit Alice (Shirley Henderson) und deren Tochter Mary (Lisa McKinlay) findet, scheint alles seinen gewohnten Lauf zu nehmen. Doch dann muss Wilbur feststellen, wie flüchtig die Liebe und das Leben sein können, denn sein Bruder bricht zusammen und bekommt eine schreckliche Diagnose...
"Dogma goes Scotland" – unter diesem Motto stand Lone Scherfigs Nachfolgefilm für den vielfach ausgezeichneten Italienisch für Anfänger / Italiensk for begyndere. Zwar sind die Beschränkungen von Dogma 95 hier allenfalls noch ansatzweise zu spüren und zu sehen in dieser Tragikomödie, dafür sprüht Wilbur Wants to Kill Himself nur so vor schrägen Typen, absurden Situationen und bissigem Humor, der sich niemals über die Menschen lustig macht, sondern sie stets ernst nimmt. Ein Film über das Leben, den Tod und die Liebe, der in seinem liebevoll-ernüchternden Blick durchaus auf einer Linie mit einem echten Klassiker wie Harold und Maude liegt.
(Joachim Kurz)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Wilbur Wants to Kill Himself
Originaltitel:
Wilbur begår selvmord - TV-Tipp der Woche
Produktionsland:
Dänemark, Schweden, Großbritannien
Produktionsjahr:
2002
Länge:
105 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
CAST & CREW
Regie:
Lone Scherfig
Hauptdarsteller:
Mads Mikkelsen, Shirley Henderson, Adrian Rawlins, Jamie Sives, Lisa McKinlay
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)








