Unterwegs mit Werner Herzog
Mehr und mehr hat sich Werner Herzog im Lauf der vergangenen Jahre auf den Dokumentarfilm besonnen, der nach nur noch vereinzelten Ausflügen in den Spielfilm wie Invincible (2002) zunehmend zu seinem eigentlichen Refugium geworden. Bereits nach der letzten legendären Zusammenarbeit mit Klaus Kinski 1987 in Cobra Verde hatten ihm erbarmungslose Kritiker vorgeworfen, ausgebrannt zu sein, was angesichts der Torturen der Dreharbeiten im Dschungel und der egomanischen Persönlichkeit seines Hauptdarstellers nicht weiter verwundern dürfte. In der Folgezeit entstanden Dokumentarfilme wie Mein liebster Feind (1999) oder Rad der Zeit (2003), die den Erfolg der aktuellen Spielfilme weit übertrafen. Mit seinem neusten Werk White Diamond kehrt Herzog nun wieder in den Dschungel zurück und zeigt Bilder von atemberaubender Schönheit, die so bislang nicht auf der Leinwand zu sehen waren.
Ein Ausflug nicht nur in die majestätische Landschaft des Dschungels, sondern auch in die Vergangenheit, denn die Reise, die Herzog zusammen mit dem englischen Luftfahrt-Ingenieur Dr. Graham Dorrington unternimmt, führt auch in dessen Vergangenheit. Vor zehn Jahren hatte Dorrington ein Luftschiff namens "White Diamond" konstruiert, mit dem er zusammen mit dem deutschen Tier- und Naturfilmer Dieter Plage eine Aufsehen erregende Expedition wagte. Doch die Konstruktion war noch nicht ausgereift und es kam zu einem folgenschweren Zwischenfall: Das Luftschiff verfing sich in der Krone eines 50 Meter hohen Baumes, brach auseinander und der Kameramann stürzte zu Boden, überlebte aber zunächst schwer verletzt. Doch beim Versuch, den Schwerverletzten abzutransportieren, verstarb dieser, ein Schock, von dem sich Dorrington nie ganz erholt hat.
Es gelang Werner Herzog, den Konstrukteur dazu zu bringen, ein neues, verbessertes Luftschiff zu bauen, mit dem die beiden gemeinsam eine Reise in den Dschungel von Guyana wagten. Für Dorrington ist es nicht nur eine Reise in eine reale Landschaft, sondern auch die Erkundung eines psychischen Traumas, das im Film ebenso thematisiert wird wie die Geschichte der Luftschifffahrt und die kontemplative Schönheit der Natur. Ein faszinierendes Abenteuer und das im wahrsten Sinne des Wortes bewegende Dokument einer Reise ins Herz der Dinge.
Ein Ausflug nicht nur in die majestätische Landschaft des Dschungels, sondern auch in die Vergangenheit, denn die Reise, die Herzog zusammen mit dem englischen Luftfahrt-Ingenieur Dr. Graham Dorrington unternimmt, führt auch in dessen Vergangenheit. Vor zehn Jahren hatte Dorrington ein Luftschiff namens "White Diamond" konstruiert, mit dem er zusammen mit dem deutschen Tier- und Naturfilmer Dieter Plage eine Aufsehen erregende Expedition wagte. Doch die Konstruktion war noch nicht ausgereift und es kam zu einem folgenschweren Zwischenfall: Das Luftschiff verfing sich in der Krone eines 50 Meter hohen Baumes, brach auseinander und der Kameramann stürzte zu Boden, überlebte aber zunächst schwer verletzt. Doch beim Versuch, den Schwerverletzten abzutransportieren, verstarb dieser, ein Schock, von dem sich Dorrington nie ganz erholt hat.
Es gelang Werner Herzog, den Konstrukteur dazu zu bringen, ein neues, verbessertes Luftschiff zu bauen, mit dem die beiden gemeinsam eine Reise in den Dschungel von Guyana wagten. Für Dorrington ist es nicht nur eine Reise in eine reale Landschaft, sondern auch die Erkundung eines psychischen Traumas, das im Film ebenso thematisiert wird wie die Geschichte der Luftschifffahrt und die kontemplative Schönheit der Natur. Ein faszinierendes Abenteuer und das im wahrsten Sinne des Wortes bewegende Dokument einer Reise ins Herz der Dinge.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
White Diamond
Produktionsland:
Deutschland, Japan, Großbritannien
Produktionsjahr:
2004
Länge:
90 (Min.)
Verleih:
Edition Salzgeber
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
10.03.2005
CAST & CREW
Regie:
Werner Herzog
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