Verblendung (2011) - Trailer 2 (deutsch)
Verblendung (2011) - Trailer (deutsch)
Die posthum veröffentlichte Millenium-Trilogie des Schweden Stieg Larsson zählt fraglos zu den größten Bestsellern der letzten Jahre – dementsprechend erfolgreich liefen die drei schwedischen Kinoadaptionen "Verblendung", "Verdammnis" und "Vergebung" in den Lichtspielhäusern. Dass Hollywood nun kaum zwei Jahre nach diesem Erfolg ein Remake ins Rennen schickt, würde wohl für weit mehr Häme und Kritik sorgen, wäre es nicht ausgerechnet David Fincher, der den Stoff neu inszeniert:
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Verblendung (2011)
Originaltitel:
The Girl with the Dragon Tattoo
Produktionsland:
Deutschland, Schweden, USA, Großbritannien
Produktionsjahr:
2011
Länge:
158 (Min.)
Verleih:
Sony Pictures Releasing
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
12.01.2012
CAST & CREW
Regie:
David Fincher
Drehbuch:
Steven Zaillian
Kamera:
Jeff Cronenweth
Schnitt:
Kirk Baxter, Angus Wall
Musik:
Trent Reznor, Atticus Ross
Hauptdarsteller:
Christopher Plummer, Stellan Skarsgård, Daniel Craig, Rooney Mara, Robin Wright
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 9)
Von: Männer, die Frauen hassen am: 05.02.12
Bei der Neuverfilmung von "Verblendung" handelt es sich vornehmlich um ein Projekt für die amerkianische Welt, welche aus Prinzip keine europäischen Filme synchronisiert. Und das bekommt der Zuschauer auch zu spüren. Nicht nur, dass bei der Besetzung der männlichen Hauptrolle auf den muskulösen Ex-James Bond Daniel Craig zurückgegriffen wird, der zwar fabelhaft nüchtern aber trotzdem charakterlos den Journalisten mimt, nein, vor allen Dingen zeigt es sich darin, dass es Hollywood schafft selbst bei einem so eiskalten Thema noch den Fokus auf geschlechtertypisches Verhalten zu setzen. Natürlich, der Zuschauer is bereits voreingenommen von der fabelhaften schauspielerischen Leistung der Lisbeth Salander aus der schwedischen Umsetzng. Doch selbst, wenn man versucht Rapaces grandiose Darbietung auszublenden, bleibt der treue Leser empört: Lisbeth wird zum Sexualobjekt. Dies ist nicht etwa Rooney Maras Schuld, die mit ihrem hellen Haut- und Haartyp teilweise sogar buchgetreuer ist als ihre schwedische Konkurrenz, sondern ganz die des Drehbuchautoren. Das zeigt sich beispielsweise darin, dass Lisbeth beim Sex mit Mikael tatsächlich als passiv und beinahe devot, ja, sogar als anschmiegsam gezeigt wird. Klar, passt wunderbar zum klassischen Bild der US-bürger (immer brav Missionar, auch bei der Vergewaltigung), nicht aber zum Original! Die Sexualisierung der Frau -eigentlich schrecklich ernste Thematik des Films- zieht sich unreflektiert sogar durch die Vergewaltigungszene!Lisbeth schreit wie am Spieß, die Kamera visiert fröhlich Po und Brüste an. Währenddessen gibt uns der Drehbuchautor wertvolle Tipps fürs wahre Leben: Liebe Vergewaltiger, bentzt doch bitte ein Kondom und nehmt wenigstens ein wenig Spucke zur Hilfe, wenn ihr eine Frau in eurem Zimmer vergewaltigt. Man weiß ja nie an was für Luder man gerät! Und die Lisbeth, die nimmt es dabb auch wirklich nicht so genau mit den Gummies. Aber mit James Bond muss man schließlich auch nicht verhüten, oder? Tut mir leid Hollywood, aber wenn der Bösewicht den Gummi zückt und der Held das Weibchen kopflos bespringt, dann ist der Aufklärungsversuch wirklich in die Hose gegangen...
Kurz- der Film versteht sich selbst nicht. Das unsagbare Leid der Frauen kommt nicht zum Ausdruck. Die Inszenierung von Lisbeths Vergewaltigung ist traurig. Traurig, weil sie nicht das Leid der Frau, sondern den Trieb in den Mittelpunkt rückt. Dies wird nur noch dadurch verschlimmert, dass ihr Vormund in der Filmfassung verjüngt wird und seine Tat, statt mit dem Kalkül eines sadistischen Täters, mit dem Kommentar des Durchschnittsmannes rechtfertigt: "Du bist süß"
Von: HM am: 02.02.12
Der tv-Film ist wesentlich besser!
Von: M.P. am: 22.01.12
Der Film erreicht beim Zuschauer genau das Gefühl, was er bezwecken will - Ekel und Hass für die Täter und Mitgefühl und Anteilnahme für die Opfer.
Allerdings finde ich, gerade in Hinblick auf die Folter und Vergewaltigungsszenen die Altersfreigabe eindeutig untertrieben. Ich meine wenn Songtexte von den Ärzten zensiert werden, weil diese als Jugendgefährdend eingestuft werden, kann ich eine unzensierte Ausstrahlung des Films nicht nach vollziehen, erst recht nicht um 20:00!
Fakt ist, der Film wirkt kaum langwierig, allerdings sehr anwidernd in Hinblick auf das behandelte Thema!
Von: Tiger am 15.01.12 am: 15.01.12
Ich fand den europäischen Film ein Tick besser von den Details(3Filme-TV)besser,
aber der Film von den Amys kommt schon genial rüber im Kino...schaut Euch das mal an.
Von: Gold am: 01.01.12
Alice im Wunderland hat zwar enttäuscht, aber der Film war großartig. Das sei an dieser Stelle festgehalten.
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