Raising Resistance - Trailer (OmU)
Wie gefräßige Riesenheuschrecken fressen sich vier gigantische Mähdrescher durch ein vertrocknetes Land: Die Sojaernte in Paraguay hat begonnen. Was Monokultur bedeutet, wird hier sinnlich erfahrbar. Kein Baum, kein Strauch, kein anderes Feld. Nur eine unendliche Fläche gelbbrauner, erntereifer Sojapflanzen.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Raising Resistance
Produktionsland:
Deutschland, Schweiz
Produktionsjahr:
2011
Länge:
85 (Min.)
Verleih:
Pandora Filmverleih
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
03.05.2012
CAST & CREW
Regie:
David Bernet, Bettina Borgfeld
Drehbuch:
Bettina Borgfeld, David Bernet, Christin Stoltz
Schnitt:
Inge Schneider
Musik:
Ali N. Askin
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
WEITERE INHALTE AUF kino-zeit.de
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 6)
Von: Willy Friedrichsen am: 18.04.12
Oh wie kann man die Menschen doch nur verdummen wenn man sie von einem solchen Film beeinflussen lässt. Paraguay ist seit 30 Jahren meine Wahlheimat, und ich weiß das dieses Land 40 Millionen Hektar groß ist, davon sind nur ca. 2,5 Millionen Hektar im Ackerbau, und nur auf dieser Fläche wird im Sommer Soja und Mais angebaut. Was soll das ganze dumme Gerede von Monokultur den nur bewirken? Auch ist in dem Film nicht zu sehen das gegen einen der Hauptanführer dieser Campesinos (Victoriano Lopez) einen Haftbefehl ausgestellt wurde, weil er die kleinen Minderjährigen Mädchen in den Camps der Carperos Sexuell mistbraucht hat, und seinen ``eigenen`` Angaben nach, die Volljährigen Frauen zu Prostitution bewogen hat damit er in die Hauptstadt reisen kann. Ich hätte so große Lust den Film in alle Einzelteile zu zerlegen...
Von: ÖPF am: 15.04.12
Ich würde eher Ev Bischoff zustimmen und zum Nachdenken anregen. "... eine handelbare Feldfrucht und mit dem Geld kauft er sich dann alles, was er so zum Leben braucht" - wenn der Campesino denn so viel Geld für seine Feldfrucht bekommt, dass er sich das kaufen KANN, was er zum Leben braucht! "Das ist auch nicht verkehrt, sofern in Maßen betrieben..." - das ist doch rein theoretisch argumentiert, wenn das Maß, wie im Film gezeigt, von den Großgrundbesitzern bestimmt wird die jetzt schon mächtiger und und durch den sojaanbau noch mehr gewinnen.
Und: Haben sich durch die Industrialisierung die Schulbildung und medizinische Versorgung verbessert? Oder mussten Sie erkämpft werden?
Von: Vincent am: 12.04.12
Ganz unabhängig von der Qualität des Films, sollte dem Rezensenten mal jemand sagen, dass Erdnüsse auch nicht gerade ein Grundnahrungsmittel sind...das widerspricht ein wenig der Aussage: Der Mann ernährt seine Familie mit dem fruchtbaren Boden, der ihm alles liefert, was fünf Menschen zum Leben brauchen. Fakt ist, der Boden liefert ihm eine handelbare Feldfrucht und mit dem Geld kauft er sich dann alles, was er so zum Leben braucht. Das ist auch nicht verkehrt, sofern in Maßen betrieben - bisher hat reine Subsistenzwirtschaft, von wegen autonomes Leben usw, jedenfalls noch keine Schulbildung möglich gemacht oder die Bezahlung medizinischer Versorgung...
Von: katrin am: 11.04.12
Ich weiss aus Argentinien wie sehr die Bevölkerung und die Natur unter dem ständigen Wachstum des Sojaanbaus leiden. Leider sind es dort auch gearde die campesinos die, weil am kurzfristigen finanziellen Erfolg orientiert, am schwersten zu überzeugen sind, dass der Anbau genmanipulierten Sojas mit immer mehr Pestiziden langfristig nur wenige Gewinner wie Monsanto hat, nicht die Bauern, nicht die argentinische Bevölkeung und unwiederrufliche Schäden an der wunderschönen Natur und ihrer Artenvielfalt anrichtet. Ich wünsche mir sehr, dass viele viele Menschnen in allen Ländern diesen Film sehen werden und motiviert werden auf jegliche ihnen mögliche art und Weise etwas gegen diesen Wahnsinn und für eine nachhaltige Landwirtschaft tun werden. Für eine lebenswerte Zukunft, ohne Genmanipulation, ohne Monokulturen, ohne Pestizide, Herbizide,... für einen gesunden Boden, sauberes Wasser , gesunde Nahrungsmittel.....
Gemeinsam schaffen wir das!!
Von: Karin am: 04.04.12
Ein unglaublich beeindruckender Film - selbst für Insider... Das gestörte Verhältnis zur Sojabohne wird unter diesem Film weiter leiden - wer ihn gesehen hat kann nur jeglichen Konsum von Soja, selbst in Bestandteilen ablehnen! Und dann steht dieser Campesino mit all seiner Kraft vor einem und sagt: Gemeinsam schaffen wir das! Dieser Wunsch soll uns Pflicht sein!




