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Paula (2016) - Trailer

Meinungen
3

2.1 Sterne aus 260 Bewertungen

Paula (2016) - Trailer (deutsch)

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TRAILER & CLIPS ZU "Paula (2016)"

Die deutsche Malerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907) zählt zu den bedeutendsten Vertreter_innen der expressionistischen Kunst. In ihrem kurzen Leben musste sie sowohl aufgrund ihres Geschlechts als auch aufgrund ihres unkonventionellen Malstils gegen zahlreiche Widerstände ankämpfen und gemeinsam mit ihrem Ehemann – dem Landschaftsmaler Otto Modersohn (1865-1943) – einen Weg finden, berufliche sowie künstlerische Selbstverwirklichung mit den Anforderungen des Familienlebens zu vereinbaren.

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MEINUNGEN

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Bisherige Meinungen

(Anzeige: 3 von insgesamt 3)
Von: wignanek-hp am: 17.06.17
Ich muss gestehen, dass mich der Film doch länger gefesselt hat, als ich es vermutet habe nach all der Kritik, die doch daran geübt wurde. Sicherlich, dieses ‚name dropping‘ für das akademische Publikum ist albern bis ärgerlich und die Figuren um Paula und Otto herum bleiben ohne Tiefe (vielleicht mit Ausnahme von Clara Westhoff), aber das Spiel der beiden Hauptfiguren entschädigt, für Vieles. Wie Juri den Prozess des Malens sinnlich nachvollziehbar macht, ist schon brillant und Schuch, der ja völlig hinter seinem Bart verschwindet, ist ihr ebenbürtiger Partner. Schade, dass das Schicksal von Camille Claudel so knapp abgehandelt wurde. Sie ist nämlich wirklich ein Opfer der Gesellschaft dieser Zeit. Hätte man sich dafür mehr Zeit genommen, hätte das Drehbuch sich das ganze Gerede, dass man Frauen, die ihre „Pflichten“ nicht erfüllen, ins Irrenhaus steckte, ersparen können. Die biographischen Abweichungen haben mich weniger gestört und Paula wirkt auf mich keineswegs wie ein „debiles“ Kind, eher wie eine sinnliche Frau, die sich das kindliche Staunen über Dinge, die sie entdeckt, bewahrt hat. Das ist ein großer Unterschied. Und sie war stark in all den Widrigkeiten, mit denen eine Frau, die mehr wollte, als nur Hausfrau und Mutter zu sein, zu kämpfen hatte. Der Film schwächt nicht Paulas Stellung, er zeigt nur sehr deutlich, wie mächtig Konventionen – die wir uns heute kaum noch ausmalen können – die Entwicklung des Individuums behindert haben.
Von: Dr.W.Weise-Ney am: 15.01.17
Was soll all diese Kritik? Es ist ein wunderbarer Film und keine biografische Doktorarbeit. Wenn so viele Worte nötig sind, um einen Film zu zerreissen, dann ist er auf jeden Fall sehenswert.Ich kenne auch die Biografien, keine die Bilder der Künstler, kenne die Orte an denen er spielt, kenne "Rilke". Also ich bin begeistert.
Von: Lydia Weiss-Kosiek am: 09.01.17
Ich kann mich der Kritik von Sonja Hart nur in vollem Umfang anschließen. Ich bin selten so ärgerlich aus dem Kino gegangen ! Der Film, für seine Authentizität gelobt, wo er doch lediglich Originalzitate benutzt um sie nach Belieben innerhalb des Drehbuchs zu platzieren, ist in meinen Augen eher eine dümmliche und pseudo-emanzipatorische Darstellung des Lebens dieser beeindruckenden Künstlerin. Wer nur ein kleines bisschen mit der Lebensgeschichte von Paula Becker - Modersohn vertraut ist wird nicht umhin kommen, ihn so zu beurteilen. Neben den von Sonja Hart genannten Verdrehungen ist beispielsweise auch der titelgebende Satz - Mein Leben soll ein Fest sein- keineswegs ein munterer Ausruf der Malerin gewesen , sondern ein eher nachdenklicher Tagebucheintrag, zu einer Zeit, als es ihr gesundheitlich nicht sehr gut ging. Der französische Liebhaber schlägt dem Fass den Boden aus !!!! Nicht weil er im Drehbuch konkretere Formen angenommen hätte, als biografisch eventuell bezeugt, sondern wg. der Besetzung.... Mann, Mann, Mann.... Der Film 'Paula' hat mit dem Leben der Paula Becker Modersohn ungefähr so viel zu tun, wie ein Arztroman mit 'Anna Karenina' !!! So schade !!!!