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Paradies: Liebe - Trailer

Meinungen
13

3 Sterne aus 322 Bewertungen

Paradies: Liebe - Trailer

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TRAILER & CLIPS ZU "Paradies: Liebe"

Die pubertierende Tochter und die Katzen werden kurzerhand bei einer Freundin abgestellt, denn für die ist jetzt keine Zeit. Teresa (bravourös dargestellt von Margarethe Thiesel) fährt in Urlaub. Endlich weg aus dem kalten, miefigen Österreich und hinein ins exotisch-warme Kenia. Am Land an sich ist sie eher nicht interessiert, wohl aber am separierten, überwachten Resort mit Strandabschnitt, an dem die weißen Urlauber auf der einen Seite bewegungslos in der Sonne braten, während auf der anderen einheimische Strandverkäufer bewegungslos darauf warten, dass sich eine/r von ihnen auf die andere Seite verirrt. Die Fronten sind klar: schwarz/weiß, reich/arm, aber auch Mann/Frau.

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Bisherige Meinungen

(Anzeige: 5 von insgesamt 13)
Von: Cindy am: 04.12.13
Schade,der Film Paradies Liebe wurde zu krass dargestellt, ich bin Kenyakenner seit 30 Jahren. Ich würde sogar behaupten , dass dieser Film dem Tourismus schadet. Nur ein Beispiel aus meinen Keniaferien: Ich persönlich kann am Strand entlang gehen, ohne dass ich belästigt werde, d.h ohne Begleitung von Schwarzen, ohne dass mir jemand etwas verkaufen will etc. Wirklich schade, dass Einzelfälle für die Allgemeinheit verwendet wurden.
Von: Josh am: 29.01.13
nicht nachzuvollziehen , wie so ein derart billig gemachter film solche wellen schlägt - sex sells - kann nur daran liegen
Von: Susan Sontag am: 18.01.13
Ja, und? ... wieder ein öder Beitrag mehr. Man kann uns Feministinnen der dritten Generation alles mögliche nachsagen, nur nicht, dass wir keinen Sinn für Humor hätten, bitteschön. Jemand der sich daran labt, einsamen Europäerinnen dabei zuzusehen, wie sie sich mit allen Mitteln das nehmen, was sie meinen, das ihnen zustehe und dabei über dünne, schwarze Schwänze steigen, läßt mich ein Gelächter anstimmen. Wenn auf der anderen Seite nicht todernst (und voyeristisch) und filmisch (männlich) deutlich bei allem Leid und der damit verbundenen Verringerung der sozialen Chancen der so Etikettierten verharrt würde, wäre „Paradies Liebe“ saukomisch. Was wir sehen, ist der Versuch der weiblichen Befreiung, egal um welchen Preis, und dem ist immer, ich betone immer zuzustimmen. Freud hat erkannt, dass Frauen eine Sexualität haben. Die durften sie ja vorher nicht haben. Die Triebe als positive erotische Kraft: Erst sie bringen das Leben weiter. Wir wären ja längst ausgestorben. Nur ist eben leider kaum einer begabt, jedenfalls kein Mann, das im Film viel stärker zu betonen, leider auch nicht die Frau im Fall der Rezension von Frau Beatrice Behn (total verblendet). Veränderungen (Emanzipation) könnten mittels Analyse zumindest ermöglicht werden. Gut, der Film versucht sich wenigstens als Analyse. Nur ist eben leider kaum einer begabt, Filme zu machen. Aber das Sprechen muss so aufrichtig sein wie nur möglich. Wenn Sprache verdeckt, anstatt nach Wahrheit zu suchen, dann hat der Film keine Qualität. Frauen, fangt an, über Geld zu sprechen, über Macht und Bildung. Über Sexualität kann jeder reden.
Von: Spasiba am: 15.01.13
Zu unserer Schande als Europäer habe ich in der Tat solche Frauen (und Männer) an den afrikanischen Stränden gesehen und getroffen. Dieser Film habe ich eher wie ein Dokumentar gesehen. Es zeigt, was Europäer erwarten, die an solchen Touristischen Anlagen das Paradies in Afrika hoffen. Arme Afrikaner haben schnell verstanden, wie sie sich die Einsamkeit der geschiedenen europäischen Frauen und Männer zu Nutze machen können, um an Ihr Geld oder/und an einem Visum zu gelangen. Daß jeder dabei seine Ehre und Seele verliert, vergisst jeder Partei zu schnell.
Von: Unvergessen am: 14.01.13
Das läuft nicht nur in Westafrika so, auch im Norden des Landes werden viele europäische Frauen Opfer. Aber es sind nicht nur die dicken, hässlichen Frauen, wie hier beschrieben. Und vor allem - und dies sei besonders erwähnt - sind die Opfer nicht die Frauen, die sich bewusst dem sogenannten Sextourismus aussetzen. Nein, es sind die Frauen, die völlig unbedarft in diese Falle tappen, und das bedeutet nicht, dass es sich um dumme, naive Frauen handelt. Es ist schwer sich dem Zauber und der unbeschreiblichen Macht, die sich unbemerkt auf diese Frauen zubewegt, zu entkommen. Keiner, der es nicht selber erlebt hat, sollte urteilen. Und keiner wird das Leid, dass auch Jahre später noch zu spüren ist, auch nur annähernd erahnen können. Wer es geschafft hat, dieser Hölle, die sich ja eigentlich als Himmel darstellte, zu entkommen, wird sich immer schuldig fühlen. Er wird nicht aufhören können zu weinen, über die Schuld, die er mit sich trägt, über das, was er seiner Familie angetan hat. Und er wird in jedem Wort, jeder Andeutung einen Angriff spüren, gegen sich selbst - und das wird sein Leben verändern, ihn zerstören. Wie eine Strafe, die es ihm von Stund an verbietet glücklich zu sein und vergessen zu dürfen!

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