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Just the Wind - Trailer

Meinungen
5

3.7 Sterne aus 26 Bewertungen

Just the Wind - Trailer (OmU)

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TRAILER & CLIPS ZU "Just the Wind"

Aufwachen, aufstehen, die Kinder und den kranken Vater versorgen, sich auf den Weg zur Arbeit machen - so beginnt für die Roma Mari (Katalin Toldi) ein ganz gewöhnlicher Tag. Was sie nicht weiß und auch niemand sonst - es wird ihr letzter sein und auch der letzte Tag ihres Vaters (Györgi Toldi) und ihrer Tochter Anna (Gyöngyi Lendvai). Denn die drei werden Opfer einer Gewalttat, wie sie in Ungarn in den letzten Jahren häufiger vorkommen - die Übergriffe auf Sinti und Roma sind in dem Land längst zum Problem geworden, wie man im Vorspann lesen kann. Und daran wird sich unter der gegenwärtigen Regierung vermutlich kaum etwas bessern.

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MEINUNGEN

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Bisherige Meinungen

(Anzeige: 5 von insgesamt 5)
Von: Sibylle 4 am: 23.09.13
...Verrückte, umgeben von ausgesprochen angesehenen und durchaus erfahrenen Leuten. Was mich am meisten schockiert, ist die Tatsache, dass anscheinend keiner von ihnen merkt, dass diese Bürger verrückt sind. In politischen und religiösen Bewegungen und Gruppen, die sich als inspiriert und revolutionär verstehen, gibt es jede Menge Platz für Wahnsinnige. Würden diese einzeln im Rahmen eines ganz normalen Lebens beschrieben, wäre für die Gesellschaft sofort sichtbar, dass sie verrückt sind. So aber sagt man im Kontext von Religion und Politik "Was für Charismatiker und Mitstreiter für die Sache" ENTSETZLICH
Von: Sibylle 3 am: 23.09.13
...Die Täter aus der Mitte der Gesellschaft mit einer unerklärlichen Eigenschaft, eine heimliche, übergroße und in einem ungeahnten Ausmaß vorhandene Freude an der eigenen Fähigkeit, Menschen zu beherrschen, skrupellos und verachtend zu behandeln...
Von: Sibylle 2 am: 23.09.13
...Nach vielen Jahren erscheint einem ein Erlebnis, das schmerzlich oder gar beängstigend war, manchmal bloß noch absurd. Man muss gewaltsam in Erinnerung rufen, dass Streit oder Ereignisse, die man später humorvoll oder parodistisch heraufbeschwört, in der Vergangenheit auch schon mal zu Gewalttätigkeiten führten. Ich frage mich ungläubig, ob es wirklich möglich ist, einen Menschen oder eine Gruppe in einem langsamen, stetig kränkenden Prozess zu isolieren und zu ermorden. Man ist versucht, sich zu fragen, was der eigentliche Motor für die Täter ist, der Tod, Hohn und Spott nach sich zieht...
Von: Sibylle am: 23.09.13
Wer ehrlich ist, ist dumm, wer andersartig ist, ist bedrohlich und muss beobachtet, ja verfolgt werden – ein weitverbreiteter gesellschaftlicher Zynismus und aus der Geschichte hinlänglich bekannt. Um Leid darzustellen, ziehe ich ( Mitgefühl sollte nicht verzärtelt oder betulich väterlich daherkommen) die Tragikkomödie (Beispiel DAS LEBEN IST SCHÖN) dem Drama vor. Das Gedächtnis macht aus Erinnerungen gern Komödien...
Von: Brigitte Kölbel am: 06.08.13
Diesen Film habe ich noch nicht gesehen, viel darüber gelesen. Seit Jahren beschäftigt mich der Umgang der scheinbar demokratischen Länder mit Minderheiten, wozu die Zigeuner zählen. In der Slowakei habe ich gesehen, wie diese - in Ghettos abgeschoben - dahinvegetieren. Es sind MENSCHEN, wie Du und ich. Alle Dummköpfe, deshalb gefährlich, sollten gejagt, verfolgt, geächtet und aller Rechte beraubt werden. Wer kann sich seine Herkunft per Geburt aussuchen ? Ich schaue mir diesen Film an, obwohl ich weiß, daß ich vor Bedrückung, Entsetzen und Hilflosigkeit kaum Luft bekommen werde. Schon jetzt laufen meine Tränen davon.