Enter the Void - Trailer (deutsch)
Um eine Wahrheit zumindest kommt man nicht herum: Ob man Gaspar Noés neuen Film "Enter the Void" nun leiden kann oder nicht, ihn zu sehen ist jedenfalls, in welche Richtung auch immer, eine ästhetische Grenzerfahrung, ein Zerren an sonst meist stillgelegten Nerven, eine Herausforderung und ein Ärgernis.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Enter the Void
Originaltitel:
Soudain le vide
Produktionsland:
Frankreich
Produktionsjahr:
2009
Länge:
162 (Min.)
Verleih:
Capelight Pictures
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
26.08.2010
CAST & CREW
Regie:
Gaspar Noé
Drehbuch:
Gaspar Noé
Kamera:
Benoît Debie
Schnitt:
Gaspar Noé, Marc Boucrot, Jerome Pesnel
Musik:
Thomas Bangalter
Hauptdarsteller:
Paz de la Huerta, Nathaniel Brown, Cyril Roy, Emily Alyn Lind, Jesse Kuhn
FILMBEWERTUNG
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MEINUNGEN
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 14)
Von: BJ Diggla am: 09.02.12
Da hat der Rezensent mit dem schönen Namen wirklich mal ins Schwarze getroffen:
> ästhetisch herausfordernd;
> dramturgisch vorhersehbar (an der erwähnten 1minütigen Unterhaltung zwischen Drogen/Künstlerfreund Alex und Protagonist Oscar, lässt sich der ganze Film erahnen und man ertappt sich irgendwann für die rasche Erfüllung dieser mageren Prophezeiung zu beten)
> Weder von Dialogen noch dem Schauspiel irgendetwas Herausragendes.
Wie schon von Rochus Wolff geschrieben, einfach eine einzige Idee sehr prätentiös aufgebläht - jedoch nicht die schlechteste Blähung.
Von: D.a.l. am: 05.03.11
"Enter the Void" – ein Werk das Fragen offen lässt und grundsätzliche, (scheinbar) unversöhnliche Erkenntnistheorien durch direkte Erfahrungssimulation näherbringt
Von: Andreas am: 18.01.11
Schade um die Zeit, die ich diesen Film gesehen habe. Eins ist mir jetzt klar: ich bleibe lieber bei Alkohol und lass die Finger von "diesen" Substanzen
Von: don am: 05.09.10
das muss man erstmal aushalten, insofern wird 'enter the void' dem ruf eines schockierenden filmerlebnisses gerecht. die unernsthaftigkeit mit der jedoch gewisse, durchaus sehr intensiv dargestellte, schockierende und schwerwiegende erlebnisse des protagonisten wiederholt effekthaschend eingesetzt werden, hinterlässt bei mir nur unverständnis. derartige emotionen zur schau zu stellen, ohne dabei auch nur annähernd einen anderen effekt als zu schockieren erzielen zu wollen, scheint mir überflüssig. trotz der teils künstlerisch spektakulären bilder und kameraführung, ein grauer fleck auf der filmkarte ohne message.
Von: Dorschbert am: 02.09.10
Habe den Film gestern in Düsseldorf gesehen und fand ihn sehr gut. Natürlich ist " Enter the Void" kein konventionelles Popcorn Kino mit Wohlfühl Effekt, sondern ein verstörendes Werk, bei dem Gaspar Noe erneut beweist, dass er der einzig legitime Nachfolger von Regisseuren wie Jodorowski oder Lynch ist. Durch seinen meditativen Charakter erfordert der Film vom Zuschauer die vollste Konzentration, was natürlich etwas anstrengend sein kann, keine Frage! Dennoch lohnt es sich, bis zum grandiosen Ende auszuharren. Ein Film, auf den man sich einlassen muss und der einem Aufgrund seiner Radikalen Bilder, noch lange beschäftigen wird.
Leider waren im Bambi Kino auch einige Amöben anwesend, die anscheinend vom " voll krassen Drogenfilm" gehört haben und wahrscheinlich eine Art " Cheech und Chong" Fortsetzung erwartet hatten. Die "Kommentare" dieser Astrophysiker haben das Kinoerlebnis leider etwas getrübt.




