Ekkelins Knecht - Trailer
Ein Ritterfilm aus Deutschland? Das gab es schon lange nicht mehr. Dass die Widerbelebung eines längst untergegangen geglaubten Genre ausgerechnet aus der Provinz kommt, das klingt genauso unwahrscheinlich wie die gesamte Entstehungsgeschichte dieses Films.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Ekkelins Knecht
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2007
Länge:
110 (Min.)
Verleih:
3L Filmverleih
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.05.2008
CAST & CREW
Regie:
Reinhard Kungel
Hauptdarsteller:
Peter Klewitz, Philipp J. Sprongl, Yvonne Brosch, Johannes Ernst, Katrin Klewitz
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
WEITERE INHALTE AUF kino-zeit.de
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 14)
Von: Jens Börner am: 10.11.09
Sehr geeherter "uK":
Ich finde es faszinierend. Da glauben Sie beurteilen zu können, dass der Film "authentisch" sei, und stellen im gleichen Kommentar die Frage, wo denn die Kenntnisse solcher Personen herstammen, die bei dem Film zu Recht völlig falsch Kleidung kritisieren. Ich habe einen Tipp für sie: Primärquellen. Funde. Darstellungen. Textquellen. Solche hätte man seitens der Schaffenden des Filmes mal zur Rate ziehen sollen. Das heisst nein; tatsächlich tat man das sogar_ nur bedauerlicherweise inkonsequent, falsch wiedergebend, unvollständig und mieserabel in der Umsetzung.
Dieser Film hat im Geschichtsunterricht nichts verloren; er ist pure Unterhaltung, und kann in dieser Sparte noch nicht mal punkten.
Andersrum wird ein Schuh daraus: wenn solche Filme im Unterricht gezeigt werden, wird mir ob der viel zitierten und als Keule geschwungenen PISA-Studie einiges klarer.
Vielleicht sollten Sie sich erstmal informieren, bevor Sie so eine Mist verzapfen- aber damit reihen sie sich prima mit den Filmschaffenden dieses Werkes ein
Von: Torky am: 30.01.09
Der Trailer hinterlässt eher den Eindruck als ob es sich hier um eine Theaterproduktion in Filmform handelt .. die Dialoge scheinen dennoch hölzern und ich muss den Vorrednern zustimmen - historisch korrekt sind die Kostüme größtenteils nicht. Auch scheint alles viel zu sauber zu sein für die "kleinen" Leute die sie darstellen sollen.
Dennoch - eine gute Idee die zumindest Respekt verdient. Ich werde mir den Film bei Gelegenheit ansehen um mir ein Urteil über das Gesamtwerk zu verschaffen.
Von: uK. am: 15.01.09
Als ich das Geseire las, was dieser "Gast"da von sich gegeben hat, wurde mir klar, dass die sogenannte PISA-Kathastrophe ihre berechtigten Gründe hat ! Hier spielt sich einer als Filmkritiker auf, der von Tuten und Blasen keinen blassen Schimmer hat . Jedem Laien fällt sofort auf, dass Herr/Frau/"Gast" ein Insider der Ritterzeit sein muss. Er/ sie weiß genau, wie Ritter gekleidet waren, wie sie sich bewegten und miteinander sprachen.Woher hat dieser/diese"Kritiker(in)" nur diese Erkenntnisse ? Hier will sich ganz offensichtlich jemand selbst profilieren, das heißt, irgendwelche Komplexe loswerden !
Meine Erkenntnis: Ab mit dem Mann/der Frau
ins Bergwerk, siebte Sohle!
Der Film ist gut, da authentisch, einfühlsam,
sehr gut fotografiert, nüchtern und sparsam in den Dialogen,niemals maniriert. Ein Werk,
dass sich Schulen für ihren Geschichtsunterricht unbedingt beschaffen sollten.
Von: Edgar am: 17.07.08
Spannend von der ersten bis zur letzten Minute und vom gewohnten Kitsch entfernt.
Von: Jens Börner am: 10.07.08
Dieser Film mag alles mögliche sein, das Wort "authentisch" überhaupt im selben Satz zu erwähnen, ist allerdings ein Witz. Die Möglichkeiten, mit einer interessanten Grundidee Darsteller aus dem musealen Umfeld zu gewinnen, und damit auch noch Kosten zu sparen, wurde verschenkt: statt dessen laufen jede Menge Klischeeritter vom Mittelaltermarkt durchs Bild, die keinen blassen Schimmer von der Alltagskultur und den Offensiv-und Defensivwaffen des 14ten Jahrhunderts haben. Sogar Dinge, die auf lokalen(!!) Funden basieren, wurden derartig dilletantisch umgesetzt, dass sie nicht mal mehr Ähnlichkeit mit den Originalen besitzen.
Also jenseits jeder Diskussion der schauspielerischen Leistung, des Drehbuchs, der Musik usw.- die sicher angebracht ist- die Ausstattung ist grauenhaft schlecht, die Kostüme größtenteils mieserabel, allesamt unhistorisch, und vor allem: jedwedes Potential wurde verschenkt.




