Effi - Trailer
Unter den "famous last words", den berühmten letzten Sätzen der Literaturgeschichte, nimmt Herr von Briests bekanntes "Ach Luise laß (sic!), ... das ist ein zu weites Feld" einen der vordersten Ränge ein.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Effi Briest
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2009
Länge:
118 (Min.)
Verleih:
Constantin Film Verleih
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
12.02.2009
CAST & CREW
Regie:
Hermine Huntgeburth
Drehbuch:
Theodor Fontane, Volker Einrauch
Kamera:
Martin Langer
Schnitt:
Eva Schnare
Musik:
Johan Söderqvist
Hauptdarsteller:
Julia Jentsch, Mišel Maticevic, Barbara Auer, Sebastian Koch, Margarita Broich
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 4 von insgesamt 4)
Von: Michaela am: 23.05.09
Ich fand den Film insgesamt recht sehenswert, wenn auch sehr "schwarz-weiß". Die Vielschichtigkeit der Romanvorlage erreichen Kinofilme ja leider sehr selten. Das Abweichen des Filmes von der Originalhandlung empfand ich beim Beginn und Schluss am schmerzhaftesten. Mir persönlich erschließt sich nicht, wieso man es für den Stoff als Gewinn erachtet hat, Effi Briest in einer Bibliothek arbeiten zu lassen etc. Ich bin mir sicher, dass der Kinobesucher den Originalausgang der Geschichte ganz gut ausgehalten hätte. Meines Erachtens verliert die Handlung einen Großteil ihrer ursprünglichen Intensität, indem man ihr diesen "modern-emanzipatorischen" Schluss aufzwingt. Ich denke, ein historischer Stoff darf auch einmal "unmodern" enden.
Von: Kerstin am: 02.03.09
Ich finde, dass der Film vor allem über seine eindrucksvollen Kulissen wirkt. Aber das ist auch bei Rosamunde Pilcher-Verfilmungen der Fall. Wer Fontane zur Vorlage nimmt, sollte mehr Wert auf die Zeichnung der Personen legen. Diese sind meiner Meinung nach hier leider ziemlich schwarz/weiß geraten, was vor allem bei der Figur des Instetten schade ist, bei der Sebastian Koch hinter seinen Möglichkeiten zurückbleiben mußte. Und von den wunderbaren Dialogen des Romans, die in ihrer Sprachintensität viel vom damaligen Zeitgeist in den Film hätten übertragen können, ist auch nicht viel übrig geblieben.
Allerdings muß man zugeben, dass ein Kinofilm ja auch nicht den Anspruch hat, das Lesen eines Romans zu ersetzen und so kann man nur empfehlen, dies nachzuholen oder wieder mal zu tun, auch, um sich ein Urteil über das Filmende bilden zu können.
Von: am: 16.02.09
Fassbinders Film hat einen
sehr viel stärkeren Eindruck
hinterlassen. Dagegen wirkt
diese Version sehr konventioell. Julia Jentsch
allerdings spielt stark.
Von: anna am: 16.02.09
Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber der Film hat mir gefallen. Allerdings würde ich ihn kein zweites Mal ansehen.
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