Captive - Clip 2 (OF)
Captive - Clip 1 (OF)
Mit Filmen wie "Kinatay" und "Lola" (beide 2009) hat sich der philippinische Filmemacher Brillante Mendoza bei den großen Festivals dieser Welt mittlerweile einen Namen als einer der interessantesten Regisseure des asiatischen Raumes gemacht; ein Eindruck, der vor allem mit dem Gewinn der Silbernen Palme für die Beste Regie in Cannes für "Kinatay" gefestigt wurde.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Captive
Produktionsland:
Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Philippinen
Produktionsjahr:
2012
Länge:
120 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
CAST & CREW
Regie:
Brillante Mendoza
Kamera:
Odyssey Flores
Schnitt:
Yves Deschamps, Kats Serraon
Musik:
Teresa Barrozo
Hauptdarsteller:
Isabelle Huppert, Maria Isabel Lopez, Rustica Carpio, Katherine Mulville, Marc Zanetta
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: wignanek-hp am: 20.02.12
Man weiß zunächst nicht, was man von dem Film halten soll. Ist er gut, ist er es nicht? Welche Kriterien soll ich bei meiner Bewertung anlegen?
Der Regisseur nimmt den Zuschauer mit in den Dschungel wie die Entführer die Geiseln und auch für ihn gibt es kein Entrinnen. Er sieht das Elend, den Dreck, die sinnlose Gewalt. Es gibt kaum ein Aufatmen bis zum Schluss, der ganz unspektakulär daher kommt. Auch hier kein Aufatmen. Wäre da nicht die großartige Isabelle Huppert, der Zuschauer wäre verloren in der Handlung wie die Geiseln im Dschungel. Doch gerade diese Atemlosigkeit, dieses Non-Stop an Unzumutbarem macht den Film sehenswert. Man versteht plötzlich, was es heißt, einer Situation nicht entfliehen zu können, sie aushalten zu müssen, so schrecklich sie auch sein mag. Der Film ist ein Lehrstück in Ausgeliefertsein und Hilflosigkeit. Dabei legt er sein Augenmerk nicht nur auf die Geiseln. Auch die Entführer sind in einer gewissen Weise ihrem Schicksal ausgeliefert. Auch sie haben kaum eine Chance auf ein anderes Leben als das, das sie führen.




