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Anonyma - Eine Frau in Berlin - Trailer

Meinungen
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3 Sterne aus 54 Bewertungen

Anonyma - Eine Frau in Berlin

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TRAILER & CLIPS ZU "Anonyma - Eine Frau in Berlin"

Geschichtstaufarbeitung und kein Ende: Das deutsche Kino zeigt sich derzeit mal wieder hemmungslos rückwärts gewandt – zumindest was die Auswahl der Stoffe anbelangt.

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Bisherige Meinungen

(Anzeige: 5 von insgesamt 11)
Von: Tobi am: 23.01.09
Langweilig inszeniertes Betroffenheitskino auf TV-Niveau. So als hätte Guido Knopp Regie geführt.
Von: XXXX am: 04.11.08
Ich bin ein Opfer! Ich war 14 Jahre alt, als das Schlimmste passierte. Es war in Königsberg. Meine Mutter warf sich dazwischen, aber auch sie wurde fortgeschleppt. Es dauerte so lange. Ich musste deshalb später 3 mal operiert werden. Im Keller war die Hölle und die Russen tranken nicht mit uns Wodka, oder versuchten eine Liebesnbeziehung mit einer Deutschen einzugehen. Nina Hoss hat nicht das Eleend erkannt, entsprechend oberflächlich ist ihre Darstellung. Ich denke aber, dass die Menschen hier im Westen wirklich nicht nachvollziehen könne, was damals los war. Wir, die Flüchtlinge aus Ost- und Westpreußen, aus Schlesien und Pommern und aus dem Sudetenland wurden hier verhöhnt und ausgelacht. Im Flüchtlingslager war ein Mädchen, die nicht mehr laufen konnte, weil sie so oft vergewaltigt wurde - wie reagierten heir die Menschen darauf? Die feinen westdeutschen Dämchen, die mit den britischen und amerikanischen Soldaten herumflanierten, lachten und meinten, na - die hat von den Iwans auch den Hals nicht vollbekommen! So wurden wir hier im Westen behandelt. Wir wurden als "Wasserpolaken" beschimpft, jegliche Kultut wurde uns abgesprochen. Logisch, dass ein Westdeutscher nicht die Sensibilität hat, um diese furchtbare Atmosphäre einzufangen. Ich empfehle jeden wirklich Geschichtsinteressierten sich das Buch "Kalte Heimat" zu kaufen, dort wird genau beschrieben, was wir auszuhalten hatten und was wir hier zu leiden hatten.
Von: Ulrich Gerlach am: 03.11.08
Anonyma! Das Buch ist bedrückend, es macht nachdenklich. Der Film? Kam mir vor wie Woodstock 1945. Natürlich kann man das ganze Ausmaß und Elend nicht filmisch umsetzen, das muss auch gar nicht sein. Grausige Szenen würden auch mehr pervertierte Gemüter ins Kino locken, die gerne sehen, wenn eine Frau vergewaltigt wird. Aber man kann vieles subtil einbinden - der Zuschauer denkt in der Regel mit. Die Russen als gutmütige "Befreier" zu zeigen, ist gelinde gesagt, Volksverdummung. Sie hassten die Deutschen, die seinerzeit ihr Land überfallen haben. Sie kannten kein Pardon. Das saufen und feiern war mehr in der englischen und amerikanischen Besatzungszone. Hier gab es so etwas. Im Südwesten Deutschlands war auch das Elend. Die Franzosen wurden nicht umsonst "die Iwans mit dem Schlips" genannt. Nina Hoss hat in keinster Weise das mutige Frauenbild der Anonyma verkörpert. Im Grunde wurde hier die Frauen so hingestellt, als ob sie alles fürs Essen gemacht hätten. Vor jahren gab es einbe Filmreihe "Befreier" und "Befreite" von Söhnke Wortmann - das war in der Tat sehr bedrückend und zeigte die Entwürdigung der Mädchen und Frauen. Partyzeit ist doch eigentlich heute mehr angesagt. Der Film ist enttäuschend und bewirkt auch keine Sensibilisierung für diese Epoche. Es geht nur darum, wieder einmal zu zeigen, wie schlimm die Deutschen doch waren immer ungeachtet der Tatsache, dass die Deutschen in einer Diktatur lebten. Ich möchte mich da auch einer Leserin anschließen, denn auch heute erfahren wir nur das, was die Regierung will und in unserem Namen werden mittlerweile wieder sehr sehr viele Missetaten begangen. Nicht immer mit dem erhobenen Zeigefinger - nein, man sollte diesen Menschen ein filmisches Denkmal setzen.
Von: Petra Bonhoff am: 03.11.08
Sollte das jetzt der 2. Weltkrieg sein, oder ist das die Gesxchichte von einem zukünftigen Krieg. Ich hätte als Scauspielerin diese Rolle nicht angenommen, oder ihr mehr Tiefe gegeben. Anonyma war eine starke Frau, eine Kämpferin - das kam nicht rüber. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine deutsche Frau damals so selbstbewusst zwischen den Riehen von russischen Soldaten schwadronierte - ich denke, die sind vor Angst vergangen, denn jede Frau wäre doch sofort zu Boden gerissen worden .... Folglich, absolut unglaubwürdig. Das Buch ist auch anders. Wenn etwas verfilmt wird, sollte man sich doch bitte exakt an die Vorlage halten und auch in der Wahl der Schauspieler kritischer sein. Nina Hoss mag eine gute Massai sein, aber Berlin 1945 hätte sie nicht überlebt.
Von: Martin Zielske am: 03.11.08
In dem Buch handelte es sich um ein Mädchen aus Ostpreußen und nicht aus Schlesien. Ostpreußen wird answcheinend gern unterschlagen!

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