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American Sniper - Trailer

Meinungen
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2.7 Sterne aus 88 Bewertungen

American Sniper - Trailer 2 (deutsch)

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TRAILER & CLIPS ZU "American Sniper"

Die ersten Bilder zeigen ein vom Krieg zerstörtes Stadtgebiet, ein Panzer rollt durch die staubigen Straßen, die Kamera hat eine leichte Unterperspektive, zu hören ist der Ruf von einer Moschee. Dann schwenkt die Kamera über den Panzer hinweg auf ein erhöhtes Gebäude, auf dem Chris Kyle (Bradley Cooper) liegt. Er ist ein Scharfschütze, ein "Sniper", und seine Aufgabe ist es, die unten patrouillierenden amerikanischen Soldaten zu schützen.

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(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: Ralf Reck am: 28.02.15
Die Kritiken waren ja durchweg schlecht, es wurde u.a. von einem patriotischen Propagandafilm gesprochen. Erstens: der Film hat den typischen Eastwoodstil, der über die subjektive Sicht der Hauptperson auf das Zentrum der Seele zielt und nachhaltig wirkt, wie kaum ein Film ander Regisseure. „American Sniper“ ist ein Kriegsfilm mit einem eher tumben Helden, der aus seiner Sicht das Richtige tut: Seine Heimat beschützen und seine Kameraden retten. So tun es alle „Kriegshelden“, seit Jahrtausenden, die deutschen Wehrmachtssoldaten ebenso wie die Schützen der Sowjetarmee oder die Krieger irgendeines Eingeborenenstammes, wahrscheinlich auch der im Film dargestellte Scharfschütze der Irakis. Die Ziele der militärischen Führung mögen durchaus unehrenhaft oder auch ehrenhaft sein, es findet sich immer ein einfacher Soldat, der gutgläubig für seine „Sache“ in den Krieg zieht. Deshalb spielt es für die Beurteilung von „American Sniper“ keine Rolle, ob der Irakkritik der Ära Bush aus unserer Sicht moralisch vertretbar war oder nicht. Eastwood hat mit „Flags of Our Fathers“ und „Letters from Iwo Jima“ gezeigt, dass er sehr wohl in der Lage ist, beiden Kriegsparteien innere Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen. Hier sind es nun mal die Amerikaner, für die gekämpft wird, warum sollte Eastwood als US-Amerikaner für seinen exemplarischen Kriegsfilm denn auch eine andere Seite einnehmen? Er hätte den Film auch aus der Sicht des irakischen Snipers drehen können, das wäre ihm sicher auch gelungen, aber mit demselben Ergebnis. Es wird immer Kampf und Krieg geben, denn überall gibt es „Hütehunde“, die für ihre als gerecht empfundene Sache in den Krieg ziehen. Deshalb geht „American Sniper“ (schon am Titel sieht man, dass das Land austauschbar ist) weiter als der berührende Film „Flags of Our Fathers“. Niemand hat bisher in einem Kriegsfilm eine so pessimistische Sicht auf uns Menschen gehabt wie Eastwood mit der Geschichte von Chris Kyle. Auch sein sinnloser Tod passt in diese pessimistische Sicht. Der Trauerkorso am Abspann des Films darf nicht als Lob auf die Bush-Regierung missverstanden werden, es ist vielmehr ein unverzichtbares Symbol für die Kriegsparaden, wie sie seit der Antike nach Siegen abgehalten werden. In diesem Film ist es allerdings ein sehr trauriges Symbol. Im Übrigen ist der Film spannend und zeigt viele unvergessliche Szenen, zum Beispiel den Sandsturm, durch den sich die Soldaten (beider Seiten) kämpfen oder die Szene mit dem Jungen, der das Gewehr mit der Granate aufnimmt und es abschießen will, dann aber doch, zu seinem und unserem Glück, davonläuft.