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Agora - Die Säulen des Himmels - Trailer

Meinungen
3

4.1 Sterne aus 34 Bewertungen

Agora - Trailer 2 (englisch)

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TRAILER & CLIPS ZU "Agora - Die Säulen des Himmels"

Mit Sex und Gewalt kann ein Künstler in der heutigen Zeit kaum noch provozieren. Befasst sich ein Filmemacher aber mit einer religiösen Problematik, begibt er sich zwangsläufig in unruhige Fahrgewässer. Seit dem verheerenden Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 wurde der Kampf gegen islamistische Terrornetzwerke zum Credo der US-Außenpolitik.

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Bisherige Meinungen

(Anzeige: 3 von insgesamt 3)
Von: Gisela Schneider am: 16.07.10
Der Fanatismus zwischen den Religionen hat an Aktualität nchts verloren. Der Mensch ist blind in der Beurteilung seiner eigenen Berufung. Er hat nichts gelernt und folglich nichts erkannt. Schade.
Von: ++ am: 14.03.10
Der Film weicht etwas von der unten angegebenen Erzählung ab, ist aber dennoch ziemlich interesseant produziert worden und vermittelt doch etwas mehr Verständnis für die damalige Zeit. Sehenswert.
Von: Nagy Malek am: 11.03.10
Der Film hat leider nichts mit der wahren Geschichte zu tun. Hypatia gilt als die erste Mathematikerin der Geschichte. Die Ägypterin wurde im Jahre 364 n. Chr. in Alexandria geboren. Ihr Vater war Theon, der berühmte Mathematiker und Astronom am Museion in Alexandria. Ihr Bruder war der Mathematiker Epiphanios. Hypatia lebte in einer Zeit, in der über 70% der Bevölkerung Ägyptens Christen (Kopten) waren, und die Christenverfolgung ein hohes Maß annahm. Die Kopten waren mit Leib und Seele echte Pazifisten. (Vergleiche die Biographie des Heiligen Mauritius bzw. der Thebäischen Legion, um 300 n. Chr.). Hypatia übernahm den Lehrstuhl Ihres Vaters an der Universität (Museion) von Alexandria und lehrte dort Mathematik, Geometrie, Astronomie, Astrologie, Philosophie und Rhetorik. Hypatia war keine Vertreterin des Pazifismus: Sie vertrat die Philosophie des s.g. „gerechten Krieges“. Hypatia wurde zur Gegnerin des absoluten Pazifismus und damit auch der damaligen Kirchenlehre . Hypatia sah es als selbstverständlich an, sich in einer nicht gewaltlosen Welt mit Gewalt verteidigen zu müssen. Hypatias Schüler und Verehrer Synesius war ein überzeugter Christ und Pazifist. Eines Tages begleitete Synesius seine Lehrerin Hypatia auf dem Heimweg in einer unruhigen Nacht durch die Straßen von Alexandria. Zwischen Hypatia und Synesius entfachte sich eine kräftige Diskussion über die Notwendigkeit der Selbstver-teidigung. Hypatia zog ihr Messer und griff Synesius an, um ihn zur Selbstverteidigung zu zwingen und ihn in Ihrer Theorie zu bestätigen. Synesius, wie erwartet, wehrte sich aus Furcht und tötete im Affekt seine Lehrerin Hypatia. Synesius verlor danach den Verstand und kehrte er in seine Heimat Cyrenaika im heutigen Lybien zurück. Dort verbrachte er bis zu seiner Heilung mehrere Jahre und wurde zum Botschafter der Pentapolis (griech. Fünf Städte) beim Kaiserhof berufen. Im Jahre 403 heiratete er in Alexandria. 410 wurde er durch Akklamation in Ptolemais zum Bischof berufen und musste von Amts wegen auf die Ehe verzichten. In seiner Funktion als Bischof geriet er in Konflikt mit dem Praeses Andronikus, den er schließlich bannte. Weiterhin musste er sich auch als Kriegsherr bewähren, da in seiner Amtszeit die Provinz von südlichen Stämmen angegriffen wurde und der Bischof Synesius sich mit dem Schwert verteidigen musste.. Der heilige Augustinus (354 – 430 n. Chr.) sprach in seinem Werk „De civitate“ diejenigen von der Verletzung des fünften Gebotes frei, die einen Gott geschuldeten Krieg (gerechten Krieg) führen und verbreitete damit die Philosophie Hypatias in der ganzen Welt. Leider gingen viele wertvolle Informationen über die hervorragende Hypatia verloren, als die Araber (642 n.Chr.) die Bibliothek von Alexandria mit mehr als 500.000 Schriftrollen nieder brannten.