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The Soul of a Man

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1.5 Sterne aus 2 Bewertungen

Kinostart: 06.05.2006

Neues von Wim Wenders

Sein Film Buena Vista Social Club hat einen wahren Sturm der Begeisterung für kubanische Musik ausgelöst und die Protagonisten wie Ruben Gonzalez und Ibrahim Ferrer aus dem Vergessen, von dem sie bedroht waren, mitten hinein ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Und auch der neue Film von Wim Wenders The Soul of a Man ist ein Musikfilm im wahrsten Sinne des Wortes. Doch er ist weit mehr als das. Denn mehr als jeder anderen Musikrichtung ist Wim Wenders nach eigenem Bekenntnis dem Blues verpflichtet, jener Musik, die für in die Welt bedeutet.

Und so ist es denn auch mehr als folgerichtig, dass der Film genau mit dieser Einstellung beginnt, die doch auf den ersten Blick dem Thema gar nicht angemessen scheint: einer Ansicht des Planeten Erde aus dem Weltraum heraus. Doch nach dieser Exposition, die durchaus auch inhaltlich begründet ist, verengt sich schnell die Perspektive auf drei Hauptfiguren, Wenders ganz persönlichen Helden des Blues Skip James, J.B. Lenoir und Blind Willie Johnson.

Anhand historisierender und mit Schauspielern nacherzählter Szenen schildert der Film die Geschichte des Blues und dieser großartigen und in Vergessenheit geratenen Protagonisten. Doch The Soul of a Man bleibt keinesfalls dabei stehen, in Erinnerungen und sepiagefärbten Archivbildern zu schwelgen. Denn immer wieder greifen Größen des Musikbusiness (James Blood Ulmer, Bonnie Raitt, Nick Cave, Cassandra Wilson, Lou Reed, Beck, The Jon Spencer Blues Explosion und viele andere mehr) die Songs auf und interpretieren diese neu und zugleich vertraut. Mit diesen Liedern und den zahlreichen O-Tönen entsteht ein dichtes Geflecht von Eindrücken und ein sehr persönliches Porträt des Blues, das den Zuschauer nicht mehr loslässt.

The Soul of a Man ist der erste einer Reihe von sieben Filmen über den Blues, die von Paul G. Allen, dem Mitbegründer von Microsoft, und Martin Scorsese initiiert wurde, um DER uramerikanischen Musik schlechthin zu huldigen. Unter anderem werden auch Mike Figgis, Clint Eastwood, Richard Pearce und natürlich Martin Scorsese himself ihre ganz persönlichen Einsichten in den Blues schildern. Und nach dem vorliegenden Startschuss der Reihe durch Wim Wenders darf man mit Fug und Recht gespannt sein auf die andere Werke des Blues Project.

Daten & Fakten

Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2002
Länge: 103 (Min.)
Verleih: Reverse Angle
Kinostart: 06.05.2006

Cast & Crew

Regie: Wim Wenders

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