Der Sommerhit?
Mit Spannung erwartet und bereits im Vorfeld als einer der Kinohits des mit der Fußball-WM nicht gerade armen Sommers gepriesen, eröffnete gestern The Da Vinci Code – Sakrileg das Filmfestival von Cannes – einmal mehr eine tiefe Verbeugung vor der Hegemonie Hollywoods im Bereich des Films. Doch auch das patriotische Herz der Gallier konnte sich auf den designierten Blockbuster freuen – bietet dieser doch mit dem Louvre und Audrey Tautou gleich zwei französische Attraktionen auf.
Kein Wunder also, dass die Erwartungen enorm waren, schließlich ist Cannes das Glamour-Event des Film-Jahres. Endlich strahlen die Stars und Sternchen wieder auf den roten Teppichen um die Wette und das geneigte Publikum hat etwas zum staunen. Weniger erstaunlich war der Film selbst, um den es im Vorfeld bereits lang anhaltende Diskussionen gegeben hatte, vor allem wegen der (nicht gerade neuen These), Jesus Christus sei in Wirklichkeit mit Maria Magdalena verheiratet gewesen, was die katholische Kirche und vor allem die ultrakonservative Organisation „Opus Dei“ mit aller Macht zu verhindern suche. Wieder einmal sind es also Verschwörungstheorien, die für wohligen Grusel und dezenten Schauer sorgen und die Zuschauer ins Kino locken sollen. Der Erfolg des Films wird sich kaum verhindern lassen, zumal bereits die Buchvorlage ein riesiger Erfolg war.
Doch auch die mit einem Sonderzug extra nach Cannes beorderte Darstellerriege konnte die Filmkritik nicht gnädig stimmen, die den Film teilweise übel zerlegte. Fast einhellig wurde der Thriller als hölzern und geradezu langweilig bezeichnet. So berichtete Der Spiegel, dass beim der Preview des Films vor mehr als 1000 Kritikern eisiges Schweigen geherrscht habe und bescheinigte Ron Howards Film zugleich einen Mangel an Dynamik und Spannung. Etwas gnädiger verfuhr der Hollywood Reporter, der zwar die Kameraarbeit und die Filmmusik lobte, die schauspielerischen Leistungen von Hanks & Co. jedoch ebenfalls als hölzern abtat. Auch die Fachzeitschrift Variety vermisste jegliche Spannung. Der Film sei zwar nicht langweilig, aber so nah dran, wie es bei solch provokativem Material überhaupt möglich sei, urteilt Todd McCarthy in seiner Kritik.
Dem Studio und Verleih wird’s egal sein, denn immer noch gilt "any publicity is good publicity" und bei einer Buchvorlage, die sich annähernd oft verkauft hat, wie die Bibel und dazu noch mit den Publikumslieblingen Tom Hanks und Audrey Tautou in den Hauptrollen, ist der Erfolg nahezu programmiert.
Kein Wunder also, dass die Erwartungen enorm waren, schließlich ist Cannes das Glamour-Event des Film-Jahres. Endlich strahlen die Stars und Sternchen wieder auf den roten Teppichen um die Wette und das geneigte Publikum hat etwas zum staunen. Weniger erstaunlich war der Film selbst, um den es im Vorfeld bereits lang anhaltende Diskussionen gegeben hatte, vor allem wegen der (nicht gerade neuen These), Jesus Christus sei in Wirklichkeit mit Maria Magdalena verheiratet gewesen, was die katholische Kirche und vor allem die ultrakonservative Organisation „Opus Dei“ mit aller Macht zu verhindern suche. Wieder einmal sind es also Verschwörungstheorien, die für wohligen Grusel und dezenten Schauer sorgen und die Zuschauer ins Kino locken sollen. Der Erfolg des Films wird sich kaum verhindern lassen, zumal bereits die Buchvorlage ein riesiger Erfolg war.
Doch auch die mit einem Sonderzug extra nach Cannes beorderte Darstellerriege konnte die Filmkritik nicht gnädig stimmen, die den Film teilweise übel zerlegte. Fast einhellig wurde der Thriller als hölzern und geradezu langweilig bezeichnet. So berichtete Der Spiegel, dass beim der Preview des Films vor mehr als 1000 Kritikern eisiges Schweigen geherrscht habe und bescheinigte Ron Howards Film zugleich einen Mangel an Dynamik und Spannung. Etwas gnädiger verfuhr der Hollywood Reporter, der zwar die Kameraarbeit und die Filmmusik lobte, die schauspielerischen Leistungen von Hanks & Co. jedoch ebenfalls als hölzern abtat. Auch die Fachzeitschrift Variety vermisste jegliche Spannung. Der Film sei zwar nicht langweilig, aber so nah dran, wie es bei solch provokativem Material überhaupt möglich sei, urteilt Todd McCarthy in seiner Kritik.
Dem Studio und Verleih wird’s egal sein, denn immer noch gilt "any publicity is good publicity" und bei einer Buchvorlage, die sich annähernd oft verkauft hat, wie die Bibel und dazu noch mit den Publikumslieblingen Tom Hanks und Audrey Tautou in den Hauptrollen, ist der Erfolg nahezu programmiert.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
The Da Vinci Code - Sakrileg - Cannes 2006
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2006
Länge:
152 (Min.)
Verleih:
Sony Pictures Releasing
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
18.05.2006
CAST & CREW
Regie:
Ron Howard
Hauptdarsteller:
Audrey Tautou, Jean Reno, Jürgen Prochnow, Tom Hanks, Ian McKellen
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 24)
Von: am: 27.08.06
nicht schlecht
Von: Shaki am: 03.08.06
Der Filme ist echt Klasse gemacht und wer den nicht mag, lebt wohl hintern Mond.
Von: Frank Schöning am: 26.06.06
Der Film ist-ähnlich der Romanvorlage-eine typisch USamerikanische Mystery-Thriller-Schnitzeljagd.Entweder man "steht darauf" oder halt nicht.
Daß nach der ganzen Hype in den Medien die versammelte Kritikerschaft nahezu geschlossen zum Abschuß bläst, verwundert nicht.Zu viel der Lobhudelei und Präsentation in den (Print)Medien.Da gilt es dann geradezu als opportun, via schlechter Kritik zurückzurudern.
Dabei hat der Film die wesentlichen Highlights des Romanes gut umgesetzt.
Pech für Ron Howard und seine Mitstreiter, daß diese Highlights genau die Schwächen der Romanvorlage offenlegen.
Wer's spannend mag (ohne sich dabei das Gehirn verrenken zu müssen und keine religionsgeschichtlichen Offenbarungen erwartet),ist mit diesem Film bestens beraten.
Von: Darling1791 am: 03.06.06
@Harry: Ich weiß ja nicht in welchem Film du warst, aber nach der Kritik die du abgegeben hast rate ich dir mal das Buch lesen.
Von: Harry am: 02.06.06
Der Film ist großartig und absolut sehenswert. Keine Minute ist langweilig. Im Gegensatz zu so manch Oscar-prämierten Film, bei denen einem nach 20 Minuten die Füsse einschlafen. Hab schon des öfteren auf Filme zurückgegriffen, weil er eine gute Kritik bekam; vergiss es. Weiß nicht was so mancher Kritiker für Kraut raucht. Aber die haben doch alle einen an der Waffel. Der Film ist spitze. Basta!!!
Artikel zum Thema
Filmfestival Cannes: Goldene Palme für Ken Loach
El laberinto del fauno
L’Amico di Famiglia
Cannes 2006: Constantin auf Einkaufstour
Indigènes
La Raison du plus faible
Marie Antoinette – Cannes 2006
Flandres - Cannes 2006
Babel – Cannes 2006
Laitakaupungin Valot
Il Caimano
Southland Tales – Cannes 2006
Red Road - Cannes 2006
Iklimler
Selon Charlie
Fast Food Nation - Cannes 2006
Volver – Cannes 2006
Summer Palace - Cannes 2006
The Wind That Shakes The Barley - Cannes 2006
Cannes 2006: "Summer Palace " - läuft er oder nicht nicht?
Filmfestival Cannes eröffnet heute
Deutschland mit weiteren Beiträgen in Cannes vertreten
"Next Generation 2006“ in Cannes
Cannes 2006 - Drei deutsche Beiträge in Nebenreihen
Filmfestival Cannes gibt Wettbewerbsfilme bekannt
"German Pavilion" in Cannes: Deutsche Filmindustrie trifft sich
Producers on the Move in Cannes: Produzentin Bettina Brokemper für Deutschland dabei
Cannes 2006: Was läuft an der Croisette?
Filmfestival Cannes: Un Certain Regard eröffnet mit "Paris je t'aime"
Ron Howards "Da Vinci Code" eröffnet Filmfestival Cannes
Wong Kar Wai wird Jury-Präsident des Filmfestivals Cannes








