Tale of Cinema
Originaltitel:
Keuk Jang Jeon – Cannes 2005
Leserbewertung:
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Das Kino und das Leben
Ein junger Student namens Sangwon (Lee Kiwoo) will nichts lieber als sterben. Er trifft auf das Mädchen Yongsil (Uhm Jiwon), die als Verkäuferin in einem Brillengeschäft arbeitet. Zwischen den beiden entsteht so etwas wie eine magische, destruktive Anziehungskraft. Yongsil entschließt sich dazu, Sangwon auf seinem Weg zu begleiten. Doch beide überleben den gemeinschaftlich begangenen Selbstmordversuch mittels Schlaftabletten.
Szenenwechsel: Erneut steht Yongsil im Mittelpunkt des Interesses, doch nun nicht als Person in einem – wie sich herausstellt – Film, sondern als Schauspielerin im so genannten „realen Leben“. Doch auch jetzt gerät sie in eine ganz ähnliche Situation, denn wieder trifft sie auf einen depressiven Mann namens Tongsu (Kim Sangyung), der vor den Trümmern seiner Existenz steht. Er ist – wie könnte es auch anders sein – natürlich Filmemacher, und zudem ein enorm erfolgloser. Grund genug also, um über Selbstmord zu räsonieren.
Die Verknüpfungen und Links zwischen dem ersten und dem zweiten Teil des Films sind vielfältig und werden nicht eindeutig aufgelöst. Hat Tongsu den ersten Teil nur im Kino als Film gesehen, oder ist umgekehrt das reale Leben Ausgangspunkt des Films-im-Film? Das ist so ähnlich wie die berühmte Frage, was zuerst da gewesen sei, das Huhn oder das Ei? Eine eindeutige Lösung gibt es für diese Frage ebenso wenig wie für die Frage, was der Film eigentlich sagen will und soll. An einer Stelle des zweiten Teils von Tale of Cinema sagt Yongsil zu Tongsu: „Ich glaube, du hast den Film falsch verstanden.“ Und das ist durchaus eine Gefahr, die den Zuschauer auch bei Tale of Cinema ereilen kann. Falls er solange durchgehalten hat.
Und was lernen wir daraus? Das Leben beeinflusst den Film? Oder der das Leben? Sorry, aber das ist nun wirklich eine Erkenntnis, die nicht gerade neu und originell ist. Das hat man anderswo schon hundertfach und 99-mal besser gesehen. Tale of Cinema wirkt irgendwie wie der Film des ersten Teils, ein unfertiges, aufgeblasenes und pseudo-philosophisches Studentenfilmchen, das gern schlau sein möchte, aber letzten Endes nur langweilt und nervt. Hinzu kommt eine dermaßen einfallslose cinematographische Umsetzung, dass man sich nur mit Grausen vor so viel intellektueller Tristesse abwenden kann. Unverständlich, wie ein Werk solcher „Güte“ es bis in den Wettbewerb von Cannes schaffen konnte.
Szenenwechsel: Erneut steht Yongsil im Mittelpunkt des Interesses, doch nun nicht als Person in einem – wie sich herausstellt – Film, sondern als Schauspielerin im so genannten „realen Leben“. Doch auch jetzt gerät sie in eine ganz ähnliche Situation, denn wieder trifft sie auf einen depressiven Mann namens Tongsu (Kim Sangyung), der vor den Trümmern seiner Existenz steht. Er ist – wie könnte es auch anders sein – natürlich Filmemacher, und zudem ein enorm erfolgloser. Grund genug also, um über Selbstmord zu räsonieren.
Die Verknüpfungen und Links zwischen dem ersten und dem zweiten Teil des Films sind vielfältig und werden nicht eindeutig aufgelöst. Hat Tongsu den ersten Teil nur im Kino als Film gesehen, oder ist umgekehrt das reale Leben Ausgangspunkt des Films-im-Film? Das ist so ähnlich wie die berühmte Frage, was zuerst da gewesen sei, das Huhn oder das Ei? Eine eindeutige Lösung gibt es für diese Frage ebenso wenig wie für die Frage, was der Film eigentlich sagen will und soll. An einer Stelle des zweiten Teils von Tale of Cinema sagt Yongsil zu Tongsu: „Ich glaube, du hast den Film falsch verstanden.“ Und das ist durchaus eine Gefahr, die den Zuschauer auch bei Tale of Cinema ereilen kann. Falls er solange durchgehalten hat.
Und was lernen wir daraus? Das Leben beeinflusst den Film? Oder der das Leben? Sorry, aber das ist nun wirklich eine Erkenntnis, die nicht gerade neu und originell ist. Das hat man anderswo schon hundertfach und 99-mal besser gesehen. Tale of Cinema wirkt irgendwie wie der Film des ersten Teils, ein unfertiges, aufgeblasenes und pseudo-philosophisches Studentenfilmchen, das gern schlau sein möchte, aber letzten Endes nur langweilt und nervt. Hinzu kommt eine dermaßen einfallslose cinematographische Umsetzung, dass man sich nur mit Grausen vor so viel intellektueller Tristesse abwenden kann. Unverständlich, wie ein Werk solcher „Güte“ es bis in den Wettbewerb von Cannes schaffen konnte.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Tale of Cinema
Originaltitel:
Keuk Jang Jeon – Cannes 2005
Produktionsland:
Frankreich, Südkorea
Produktionsjahr:
2004
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