Tagebuch einer Kammerzofe
Originaltitel:
Le Journal d'une femme de chambre – TV-Tipp der Woche
Kinostart:
01.01.2005
Leserbewertung:
Donnerstag, 17.3. 2005, ARTE, 20:40 Uhr
Im Frankreich der späten Zwanziger Jahre tritt das attraktive Dienstmädchen Célestine aus Paris (Jeanne Moreau) ihren Dienst bei einer bourgeoisen Familie in der Normandie an. Doch die gutbürgerliche Familie entpuppt sich schnell als Panoptikum sämtlicher Unsitten der Grande Nation: Militarismus, Faschismus, Pedanterie, Libertinage, Sadismus und Verlogenheit machen das Leben zur Qual und ein zudringlicher Gärtner namens Joseph verschlimmert Célestines Pein noch zusätzlich. Einzig das Bauernmädchen Claire ist für Célestine ein Grund zu bleiben. Als der eingermaßen liebenswerte Schweigervater des Hauses stirbt, entschließt sich Célestine zu kündigen und nach Paris zurückzukehren. Doch am Bahnhof erreicht sie die schreckliche Nachricht, dass die kleine Claire im nahen Wald vergewaltigt und ermordet wurde. Das Hausmädchen entschließt sich zu bleiben. Zwar gibt es keine Spur des Mörders, doch Célestine verdächtigt Joseph. Um herauszufinden, was wirklich geschah, lässt sie sich schließlich auf die Zudringlichkeiten des Gärtners ein.
Buñuels "Tagebuch einer Kammerzofe" ist eine bitterböse und gallige Satire auf die Verlogenheit und die Abgründe des von Buñuel zutiefst verhassten und verachteten Bürgertums der Dritten Republik. Tagebuch einer Kammerzofe basiert auf Octave Mirbeaus gleichnamigen Roman aus dem Jahre 1900. Dieser wurde bereits 1946 von Jean Renoir filmisch umgesetzt, allerdings mit einigen Abwandlungen: Ein Happy End milderte die Gesellschaftskritik der Vorlage ab. Auch Buñuel schrieb die Geschichte für seine Zwecke um: Er übertrug die Handlung aus dem 19. Jahrhundert in das Jahr 1928 - eine Zeit, in der der Filmemacher den sozialen und politischen Aufruhr in Frankreich miterlebte. Tagebuch einer Kammerzofe gehört in die letzte Schaffensperiode Buñuels, während der er hauptsächlich in Frankreich drehte und stets mit Jean-Claude Carrière als Drehbuchautor zusammenarbeitete.
Buñuels "Tagebuch einer Kammerzofe" ist eine bitterböse und gallige Satire auf die Verlogenheit und die Abgründe des von Buñuel zutiefst verhassten und verachteten Bürgertums der Dritten Republik. Tagebuch einer Kammerzofe basiert auf Octave Mirbeaus gleichnamigen Roman aus dem Jahre 1900. Dieser wurde bereits 1946 von Jean Renoir filmisch umgesetzt, allerdings mit einigen Abwandlungen: Ein Happy End milderte die Gesellschaftskritik der Vorlage ab. Auch Buñuel schrieb die Geschichte für seine Zwecke um: Er übertrug die Handlung aus dem 19. Jahrhundert in das Jahr 1928 - eine Zeit, in der der Filmemacher den sozialen und politischen Aufruhr in Frankreich miterlebte. Tagebuch einer Kammerzofe gehört in die letzte Schaffensperiode Buñuels, während der er hauptsächlich in Frankreich drehte und stets mit Jean-Claude Carrière als Drehbuchautor zusammenarbeitete.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Tagebuch einer Kammerzofe
Originaltitel:
Le Journal d'une femme de chambre – TV-Tipp der Woche
Produktionsland:
Frankreich, Italien
Produktionsjahr:
1963
Länge:
97 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
CAST & CREW
Regie:
Luis Buñuel
Hauptdarsteller:
Jeanne Moreau, Michel Piccoli, Georges Géret, Daniel Ivernel, Françoise Lugagne
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: alex czinke am: 21.03.05
sehr, sehr, sehr sehenswert. perfektes kino. 100%
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