Shanghai Dreams
Originaltitel:
Qing Hong – Cannes 2005
Kinostart:
18.05.2005
Leserbewertung:
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Chinas sechste Generation
Wu Zemin (Yan Anlian) und seine Frau Meifen (Tang Yang) gehören zu jenen Familien, die in den sechziger Jahren aus den Städten in die Westprovinzen Chinas umgesiedelt wurden, um dort eine Art Schutzwall gegen die Bedrohung durch die Sowjetunion zu bilden. In den Achtzigern, als Chinas langsame Öffnung gen Westen stattfand, waren die Metropolen wie Shanghai und Beijing wieder als Wachstumszentren gefragt, und so setzte sich abermals ein Treck in Bewegung, der nun allerdings vom Land in die Städte führte. Für die beiden Kinder der Familie, die hübsche Qing Hong (Gao Yuanyuan) und ihren braven Bruder (Wang Xiaofan), ist der geplante Umzug allerdings keineswegs nur ein Traum, um dem Mief der Provinzstadt zu entkommen. Vor allem das Mädchen leidet sehr unter dem bevorstehenden Ereignis, denn sie hat eine heimliche Beziehung mit dem jungen Fabrikarbeiter Fan Honggen (Li Bin). Eine Verbindung, die ihr Vater allerdings überhaupt nicht gerne sieht, denn in seinen Augen liegt die Zukunft seiner Kinder in der Metropole Shanghai und der damit verbundenen Aussicht auf eine bessere Ausbildung. Also versucht er mit allen Mitteln, die Liaison zu verhindern. Die daraus entstehenden Konflikte erschüttern die bislang so harmonische Familie bis ins Mark. Als Fan Honggen schließlich die heimlichen Pläne der Familie aufdeckt, kommt es zur Katastrophe...
Wang Xiaoshuai ist einer der führenden Vertreter der so genannten „sechsten Generation“ chinesischer Regisseure, die immer wieder versuchen, in ihren unprätentiösen Alltagsgeschichten ganz behutsam auch politische Inhalte zu transportieren. Und so verwundert es denn auch nicht, dass Wang sich die offizielle Drehgenehmigung der Behörden nach etlichen Eingriffen der Zensur in der Vergangenheit gerahmt und aufgehängt hat. Wobei ein Eingreifen der Zensur schon ein wenig gewundert hätte, denn Shanghai Dreams ist in erster Linie ein unglaublich langsames, beinahe stoisch erzähltes Familienstück, das auf eigenen Kindheitserlebnissen des Regisseurs beruht. Kein aufregendes, aber handwerklich perfekt gemachtes Kino, dem allerdings der große Durchbruch in Deutschland wohl definitiv versagt bleiben wird.
Wang Xiaoshuai ist einer der führenden Vertreter der so genannten „sechsten Generation“ chinesischer Regisseure, die immer wieder versuchen, in ihren unprätentiösen Alltagsgeschichten ganz behutsam auch politische Inhalte zu transportieren. Und so verwundert es denn auch nicht, dass Wang sich die offizielle Drehgenehmigung der Behörden nach etlichen Eingriffen der Zensur in der Vergangenheit gerahmt und aufgehängt hat. Wobei ein Eingreifen der Zensur schon ein wenig gewundert hätte, denn Shanghai Dreams ist in erster Linie ein unglaublich langsames, beinahe stoisch erzähltes Familienstück, das auf eigenen Kindheitserlebnissen des Regisseurs beruht. Kein aufregendes, aber handwerklich perfekt gemachtes Kino, dem allerdings der große Durchbruch in Deutschland wohl definitiv versagt bleiben wird.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Shanghai Dreams
Originaltitel:
Qing Hong – Cannes 2005
Produktionsland:
China
Produktionsjahr:
2004
Länge:
119 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
18.05.2005
CAST & CREW
Regie:
Wang Xiaoshuai
Hauptdarsteller:
Gao Yuanyuan, Li Ben, Yan Anlian, Tang Yang, Wang Xiaofan
FILMBEWERTUNG
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